Windows-Updates KB5134133 und KB5134134: Microsoft liefert Stammzertifikate nach

Die Pakete ergänzen Stammzertifikate für Geräte ohne regulären CTL-Empfang; mehrere Windows-Versionen und Server erhalten Korrekturen.

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Microsoft hat am 26. Oktober 2026 die Out-of-Band-Updates KB5134133 und KB5134134 herausgegeben. Die Aktualisierungen richten sich an Systeme, die Vertrauensinformationen nicht über den regulären Dienst empfangen können. Das betrifft vor allem isolierte Offline-Umgebungen sowie Geräte mit deaktivierten automatischen Aktualisierungen für Zertifikatsvertrauenslisten (Certificate Trust Lists, CTL). Microsoft integriert die aktualisierten vertrauenswürdigen Stammzertifikate direkt in die kumulativen Pakete.

Relevante Versionen von Windows 11

Das Update KB5134133 deckt mehrere Versionen des Betriebssystems ab: Windows 11 24H2 mit Build 26100.9725, Windows 11 25H2 mit Build 26200.9725 sowie Windows 11 26H2 mit Build 26300.9725.

Das parallele Paket KB5134134 ist für Windows 11 26H1 mit dem Build 28000.3237 vorgesehen. Wie Branchenberichte vom 26. Oktober 2026 darlegen, steht dieses Update sowohl für ARM64-Systeme auf Snapdragon-Basis als auch für x64-Installationen mit offiziellen ISOs zur Verfügung. Es beinhaltet den Servicing-Stack KB5127645 (Build 28000.3225) sowie vorherige Korrekturen vom 13. Oktober 2026 aus KB5127646. Für sogenannte Copilot+-PCs aktualisiert dieses Paket zudem die KI-Komponenten auf die Version 1.2608.951.0. Das Update KB5134134 ist ausschließlich manuell über den Microsoft Update Catalog erhältlich.

Beide Aktualisierungen sind kumulativ aufgebaut und führen die Änderungen vom regulären Patch-Dienstag am 13. Oktober 2026 fort.

Bekannte Probleme bei der Installation

Mit den neuen Paketen gehen einige dokumentierte Einschränkungen einher. Für KB5134133 führt Microsoft bekannte Schwierigkeiten bei der Sicherheitsfunktion Smart App Control, Ausfälle von USB-Audiogeräten sowie den Fehlercode 0xC000000D bei Verbindungen über das Remote Desktop Protocol (RDP) für Nicht-Administrator-Konten an.

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Bei KB5134134 tritt der RDP-Fehler 0xC000000D ebenfalls auf, sofern Nicht-Administratoren unter der Funktion Administrator Protection arbeiten. Zudem wird für Geräte mit USB Audio Class 1.0 der Fehlerstatus Code 10 verzeichnet. Ein bekanntes Exchange-Problem, das den Fehler MapiExceptionMdbOffline und ein Limit des Endpoint-Mappers von 512 gleichzeitigen Anfragen betrifft, bleibt laut Berichten weiterhin ungelöst.

Außerplanmäßige Pakete für ältere Plattformen und Server

Parallel zu den aktuellen Windows-11-Zweigen stellte Microsoft weitere außerplanmäßige Aktualisierungen bereit, die ebenfalls manuell über den Microsoft Update Catalog bezogen werden müssen.

Für Windows 11 23H2 erschien das Update KB5134130 (Build 22631.7654) für x64- und ARM64-Systeme der Editionen Enterprise und Education. Es bringt neben den Stammzertifikaten die Fixes vom 13. Oktober 2026 (KB5126653) und den Servicing-Stack KB5126652 (Build 22621.7641) mit.

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Für dieses Paket sind keine bekannten Probleme vermerkt. Der reguläre Support für die Editionen Home und Pro von Windows 11 23H2 endete bereits am 11. November 2025; Microsoft empfiehlt hier ein Upgrade auf Version 25H2.

Auch für Windows 10 22H2 liegt mit KB5134125 (Build 19045.7811) eine außerplanmäßige Aktualisierung vor. Im Server-Segment erhalten Windows Server 2025 (KB5134137, Build 26100.33674) und Windows Server 2022 (KB5134140, Build 20348.5773) entsprechende Korrekturen.

Für ältere Plattformen stehen KB5134124 (Build 17763.9378) für Windows Server 2019 sowie Windows 10 Enterprise LTSC 2019 und KB5134123 (Build 14393.9615) für Windows Server 2016 sowie LTSB 2016 bereit. Diese enthalten ebenfalls die Fixes vom 13. Oktober 2026 und aktualisierte Zertifikate für Umgebungen ohne CTL-Dienst.

Der reguläre Support für Windows Server 2016 läuft im Januar 2027 aus. Für LTSB 2016 endete die reguläre Unterstützung am 13. Oktober 2026, sodass Aktualisierungen nur noch über das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) bezogen werden können.