Windows-Updates: Rechner ohne neue Zertifikate verlieren ab Juni 2027 den Support

Microsofts Zertifikatswechsel betrifft zahlreiche Windows-Versionen; ohne erforderliche Updates endet die Versorgung ab 2027 schrittweise.

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Ab dem 19.06.2027 erhalten Windows-Rechner ohne neue Update-Zertifikate keine Softwareaktualisierungen mehr von Microsoft. Der Technologiekonzern hatte die bevorstehende Zertifikatsrotation am 08.10.2026 angekündigt.

Betroffen von der Umstellung sind unter anderem Systeme mit Windows 10 ohne erweitertes Sicherheitsupdate-Programm (ESU) sowie Windows 11 in den Versionen 23H2 und 24H2 Home und Pro. Systeme mit Windows 11 25H2 und 26H2 sind von den neuen Zertifikatsanforderungen hingegen ausgenommen.

Fristen und technische Voraussetzungen für Windows-Systeme

Die bisherigen Zertifikate für den Update-Empfang laufen nach Angaben des Konzerns in zwei getrennten Chargen ab. Die erste Frist endet am 17.05.2027, gefolgt von einer zweiten Stufe am 19.06.2027.

Für den Weiterbetrieb von Windows Server 2019 und Windows Server 2016 ist ein entsprechendes Update bis zum 17.05.2027 zwingend erforderlich. Bei Windows 11 24H2 setzt die Aktualisierung bis zum 19.06.2027 mindestens das Sicherheitsupdate vom September 2025 mit Build 26100.6584 oder eine neuere Version voraus.

Für Windows 11 23H2 in den Editionen Enterprise und Education wird das Update aus Juli 2026 mit Build 22631.7376 verlangt. Andere Versionen von Windows 11 und Windows 10 benötigen für die weitere Versorgung ebenfalls das Update aus Juli 2026 oder eine spätere Aktualisierung. Geräte, die ihre Updates über den internen Dienst Windows Server Update Services (WSUS) beziehen, sind von dieser Anforderung nicht betroffen.

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Für ältere Funktionsupdates war der reguläre Support bereits zuvor ausgelaufen: Windows 11 24H2 Home und Pro erhält seit Oktober 2026 keine planmäßigen Aktualisierungen mehr, die Version 23H2 bereits seit November 2025. Das Support-Ende für neuere Versionen ist für Oktober 2027 bei Windows 11 25H2 und für Oktober 2028 bei Windows 11 26H2 terminiert.

Konditionen für Windows 10 ESU

Nutzer von Windows 10 können sich noch bis zum 12.10.2027 für das ESU-Programm registrieren. Als technische Voraussetzung nennt Microsoft hierfür das Betriebssystem Windows 10 22H2, die Installation des Updates KB5126256 sowie ein aktives Microsoft-Konto.

In den USA gestaltet sich die Verlängerung kostenfrei bei aktivierter Synchronisierung der Systemeinstellungen, alternativ für 1.000 Rewards-Punkte oder zu einem Preis von 30 US-Dollar. Eine erworbene Lizenz deckt dabei bis zu 10 Geräte ab.

Für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ist das ESU-Programm bei dauerhafter Anmeldung mit einem Microsoft-Konto kostenlos; ohne diesen permanenten Kontozugang wird die Update-Auslieferung nach 60 Tagen gestoppt.

Secure-Boot-Zertifikate und Systemanpassungen

Parallel zu den Update-Zertifikaten stehen Anpassungen an der Firmware-Sicherheit an. Ursprüngliche Secure-Boot-Zertifikate aus dem Jahr 2011 verloren im Laufe des Jahres ihre Gültigkeit: KEK CA 2011 am 24.06.2026, UEFI CA 2011 am 27.06.2026 und Windows Production PCA 2011 am 19.10.2026.

Als Nachfolger setzt das Unternehmen auf KEK 2K CA 2023, UEFI CA 2023, Option ROM UEFI CA 2023 sowie Windows UEFI CA 2023. Systeme starten zwar weiterhin, erhalten ohne die Erneuerung jedoch keine künftigen Sicherheitsupdates für den Bootloader mehr.

Von diesem Schritt sind Installationen von Windows 11, Windows 10 mit ESU sowie die Server-Versionen Windows Server 2016, 2019, 2022 und 2025 betroffen.

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Die Umstellung beansprucht rund 48 Stunden. Administratoren können den Status in der Windows-Registrierung über UEFICA2023Status sowie über die Ereignis-IDs 1801 und 1808 im Systemprotokoll prüfen. Vor der Durchführung wird geraten, bestehende BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel extern zu sichern; das entsprechende Update wird unter KB5132953 geführt.