Windows XP zum 25. Jubiläum: Das System kommt noch auf 0,05 Prozent

Zum Jubiläum zeigen Statcounter-Daten, dass Windows XP im September 2026 noch 0,05 Prozent der weltweiten Desktop-Seitenaufrufe erreichte.

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Das Betriebssystem Windows XP hat sein 25-jähriges Jubiläum erreicht. Die einflussreiche Software des Technologiekonzerns Microsoft war am 25. Oktober 2001 auf den Markt gekommen und prägte über viele Jahre hinweg maßgeblich die weltweite Nutzung von Personal Computern.

Für die Markteinführung betrieben die Redmonder damals einen beispiellosen Aufwand. Microsoft gab gemeinsam mit dem Chiphersteller Intel und verschiedenen PC-Herstellern mindestens 1 Mrd. Dollar für die Vermarktung von Windows XP aus. Die geplante Werbekampagne musste kurzfristig überarbeitet werden: Nach den Terroranschlägen vom 11. September ersetzte Microsoft den ursprünglichen Slogan Prepare to Fly durch das Werbemotto Yes You Can.

Preislich staffelte Microsoft das System bei der Veröffentlichung in unterschiedliche Editionen. Für die Home Edition rief das Unternehmen zur Markteinführung 99 US-Dollar für ein Upgrade sowie 199 US-Dollar für die Vollversion auf. Die besser ausgestattete Variante Windows XP Professional kostete zum Start 299 US-Dollar.

Frühe Leaks und verschärfte Lizenzkontrollen

Bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart sah sich Microsoft im Jahr 2001 mit Urheberrechtsverletzungen konfrontiert. Rund fünf Wochen vor dem Beginn des regulären Verkaufs veröffentlichte die Gruppe Devils0wn ein ISO-Abbild der XP Pro Corporate Edition im Netz. Dabei gelangte auch ein echter Volumenlizenzschlüssel mit der Zeichenfolge FCKGW-RHQQ2-YXRKT-8TG6W-2B7Q8 an die Öffentlichkeit, der in den Folgejahren weite Verbreitung fand.

Microsoft reagierte auf das Problem und sperrte die betroffenen Schlüssel-IDs ab dem Service Pack 1. Mit dem späteren Service Pack 2 sowie der Einführung des Schutzprogramms Windows Genuine Advantage verschärfte das Unternehmen die Kontrollmechanismen für gültige Lizenzen weiter.

Teurer Sondersupport und heutige Nischenpräsenz

Die hohe Beliebtheit und weite Verbreitung führten dazu, dass das Betriebssystem weit über das geplante Lebensende hinaus in kritischen Bereichen im Einsatz blieb. Im Jahr 2014 zahlte die britische Regierung 5,5 Mio. Pfund an Microsoft, um sich nach dem offiziellen Ende der Unterstützung noch für ein zusätzliches Jahr Einzelsupport für Windows XP zu sichern.

Selbst zweieinhalb Jahrzehnte nach dem Verkaufsstart taucht das Betriebssystem noch vereinzelt in globalen Nutzungsstatistiken auf. Daten des Analyseunternehmens Statcounter aus dem September 2026 zeigen, dass Microsofts Betriebssysteme den PC-Markt weiterhin dominieren. Windows vereinte im September 2026 über 76 % der weltweiten Desktop-Seitenaufrufe auf sich, während Linux auf einen Anteil von etwas über 4,5 % kam.

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Innerhalb des Windows-Ökosystems lag Windows 11 im September 2026 mit einem Anteil von über 71 % an der Spitze, gefolgt von Windows 10 mit knapp 28 %.

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Trotz der Sicherheitsrisiken und fehlender Updates verzeichnete Windows XP zu diesem Zeitpunkt noch einen weltweiten Anteil von 0,05 % an den Seitenaufrufen und lag damit sogar vor dem deutlich jüngeren Windows 8, das auf 0,02 % beziffert wurde.