WISeKey verbindet Roboter erstmals mit Quanten-sicherer Satelliten-Kommunikation

Das Schweizer Unternehmen WISeKey hat seinen Roboter erstmals per Satellit mit quantenresistenter Kryptografie abgesichert. Der Prototyp soll autonome Systeme vor künftigen Angriffen durch Quantencomputer schützen.

Ein Roboter kommuniziert erstmals per Satellit – abgesichert durch Quanten-Kryptografie. Das Schweizer Unternehmen WISeKey hat seinen WISeRobot mit der eigenen Satellitenkonstellation WISeSat.Space verbunden und setzt damit einen neuen Sicherheitsstandard für autonome Systeme. Die Technologie soll Angriffen durch künftige Quantencomputer standhalten.

Quantensprung für die Robotersicherheit

Der am Dienstag vorgestellte Prototyp „WISeRobot.CH“ ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen WISeKey und seinem Halbleiter-Subsidiar SEALSQ Corp. Die Verbindung zwischen dem Bodenroboter und den Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn wird durch post-quantum-kryptografische Technologien (PQC) von SEALSQ geschützt. Diese sind speziell entwickelt, um der enormen Rechenkraft künftiger Quantencomputer zu widerstehen.

Das Projekt adressiert eine der größten Schwachstellen im wachsenden Feld autonomer Systeme: die Gefahr sogenannter „Harvest Now, Decrypt Later“-Angriffe. Dabei sammeln Angreifer heute verschlüsselte Daten, um sie in Zukunft mit Quantencomputern zu knacken. Durch die Integration quantenresistenter kryptografischer „Wurzeln des Vertrauens“ direkt in Hard- und Software des Roboters sollen Datenaustausch und Steuerbefehle dauerhaft geschützt sein.

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Eine erste öffentliche Demonstration des Konzepts ist für das zweite Quartal 2026 geplant, zeitgleich mit dem nächsten WISeSat-Start. Die Kombination aus weltraumgestützter Konnektivität und quantensicherer IT soll den Roboter zu einer souveränen Einheit machen, die auch in Hochrisikoumgebungen sicher operieren kann.

KI mit integrierten menschlichen Werten

Über die reine Sicherheitstechnik hinaus legt das Projekt Wert auf eine wertzentrierte künstliche Intelligenz. Die KI des Roboters wurde mit Inhalten aus Roundtable-Diskussionen gefüttert, die WISeKey beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos abhielt. Dadurch soll die Maschine ethische und geopolitische Abwägungen in ihre Entscheidungsfindung einbeziehen können.

„Der Roboter internalisiert hochrangige Diskussionen und kann so auch Expertenfragen zu Quantentechnologien beantworten“, erklärt ein Unternehmenssprecher. Er werde so zu einer Art Botschafter der Technologie, die er verkörpert. Die gesamte digitale Identität und Software-Integrität des Systems ist in quantenresistenten Chips verankert, um einen ethischen Entwicklungsprozess zu gewährleisten.

Strategischer Schub in der „Ära der Quantensicherheit“

Die Ankündigung folgt kurz nach der Ernennung des Jahres 2026 zum „Jahr der Quantensicherheit“ durch WISeKey und SEALSQ. Die Branche reagiert damit auf die breite Erwartung, dass heutige Verschlüsselungsstandards durch Quantencomputer obsolet werden.

Besonders bemerkenswert ist die Integration der Satellitenverbindung. Die Nutzung der eigenen WISeSat-Konstellation schafft resiliente und souveräne Kommunikationskanäle, unabhängig von potenziell angreifbaren erdgebundenen Netzen. Dies könnte zum Blaupause für künftige IoT-Ökosysteme werden, in denen Geräte autonom agieren.

Erstmals live zu sehen sein wird die weiterentwickelte WISeRobot-Plattform auf der Tech & Fest in Grenoble. Die Technologie hat das Potenzial, Branchen von Verteidigung und Luftfahrt bis hin zur Industrieautomation und Medizin zu verändern. Regulierer dürften künftig auf „secure-by-design“-Architekturen bestehen, die den Quantenübergang überstehen.

Der für Mitte 2026 geplante Praxistest wird zeigen, ob die Vision einer neuen Generation „vertrauensverankerter“ Maschinen Realität werden kann. Sicher ist: Die Vorbereitung auf das Post-Quanten-Zeitalter hat die Phase theoretischer Diskussionen verlassen und ist in der praktischen Umsetzung angekommen.

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