Wispr Flow startet KI-Notetaker für macOS: 450 Fortune-500-Firmen nutzen es

Wispr Flow präsentiert einen KI-Notetaker für macOS, der Meetings automatisch protokolliert. Das Tool konkurriert mit Granola und Otter, das Unternehmen wächst stark.

Das Technologieunternehmen Wispr Flow hat sein Produktportfolio erweitert und einen KI-basierten Notetaker für macOS veröffentlicht. Damit stellt das Unternehmen erstmals eine Anwendung vor, die über die ursprüngliche Diktierfunktion hinausgeht. Das neue Tool wurde entwickelt, um die Protokollierung und Analyse von digitalen Besprechungen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zu automatisieren.

Systemintegration und Funktionsumfang

Im Gegensatz zu vielen konkurrierenden Lösungen nimmt der Notetaker von Wispr Flow nicht als sichtbarer Teilnehmer an Videokonferenzen teil. Stattdessen nutzt die Anwendung das Systemaudio des Computers, um Gespräche direkt zu erfassen. Das Tool ist mit gängigen Kommunikationsplattformen wie Zoom, Google Meet, Microsoft Teams und Slack kompatibel.

Die Software erstellt während der Aufzeichnung Transkripte in Echtzeit und fertigt im Anschluss Zusammenfassungen sowie Listen mit konkreten Aktionspunkten an. Zu den Kernfunktionen gehören zudem eine Sprecheridentifikation sowie eine Suchfunktion, die es Nutzern ermöglicht, Informationen über verschiedene Meetings hinweg zu finden. Ein integrierter Button mit der Bezeichnung „What did I miss?“ erlaubt es Anwendern, während einer laufenden Sitzung schnell den Anschluss an das bisher Besprochene zu finden.

Zusätzlich bietet die Anwendung eine Chatbot-Schnittstelle für spezifische Abfragen zu den Inhalten. Für Nutzer, die bisher auf andere Werkzeuge gesetzt haben, wurde ein Ein-Klick-Import für Daten von Granola integriert. Die maximale Aufnahmedauer wurde laut Unternehmensangaben auf sechs Stunden erweitert.

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Datenschutz und technische Anbindungen

Wispr Flow setzt bei der Verarbeitung auf eine On-Device-Transkription, was die Datensicherheit erhöhen soll. Ein spezieller Privacy Mode unterbindet zudem das Training von KI-Modellen mit den erfassten Nutzerdaten. Sofern Drittanbieter-Modelle von OpenAI oder Anthropic zum Einsatz kommen, sieht die Datenschutzrichtlinie vor, dass übermittelte Daten nach 30 Tagen gelöscht werden. Für die Nutzung der Software ist jedoch ein Cloud-Sync erforderlich.

Die Anwendung bietet Integrationen mit führenden KI-Modellen und Entwicklungswerkzeugen wie ChatGPT, Claude und Cursor. Zudem wird der Standard des Model Context Protocol (MCP) unterstützt. Das Tool verbindet sich direkt mit dem Kalender des Nutzers, um Meetings zuzuordnen. Während die Anwendung zum jetzigen Zeitpunkt ausschließlich für den Mac verfügbar ist, plant das Unternehmen eine spätere Version für Windows-Systeme. Eine mobile Version ist derzeit nicht vorgesehen.

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Marktumfeld und finanzielle Entwicklung

Mit der Einführung des neuen Produkts tritt Wispr Flow in einen direkten Wettbewerb mit etablierten Anbietern wie Granola, Fireflies, Read AI, Otter und Fathom. CEO Tanay Kothari betonte im Rahmen der Veröffentlichung die Leistungsfähigkeit des Tools bei der Erstellung von Zusammenfassungen und Aufgabenlisten.

Das Unternehmen verzeichnete zuletzt ein starkes Wachstum und meldete eine Steigerung des Umsatzes um 150 % pro Quartal. Nach eigenen Angaben setzen bereits 450 Fortune-500-Unternehmen auf die Lösungen von Wispr Flow. Um die technologische Weiterentwicklung voranzutreiben, wurde ein eigenes KI-Labor mit 50 Forschern gegründet.

Finanziell ist das Unternehmen solide aufgestellt. Bisher konnte Wispr Flow mehr als 81 Mio. USD an Kapital einsammeln. In der letzten Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen mit 700 Mio. USD bewertet. Aktuell gibt es Berichte über Gespräche, die eine potenzielle Bewertung von 2 Mrd. USD in Aussicht stellen.