WLAN-Sicherheit: DNSC warnt vor Datenabgriff in Cafés und Hotels

Cybersicherheitsbehörde warnt vor Datenklau und Phishing in ungesicherten öffentlichen WLANs und empfiehlt Schutzmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Die Cybersicherheitsbehörde DNSC hat Ende Juli eine offizielle Warnung bezüglich der Nutzung öffentlicher WLAN-Hotspots herausgegeben. Experten der Behörde weisen darauf hin, dass ungeschützte Drahtlosnetzwerke an stark frequentierten Orten wie Flughäfen, Hotels und Cafés erhebliche Risiken für die Datensicherheit der Nutzer bergen. Im Fokus der Warnung stehen potenzielle Angriffe, die auf den Diebstahl sensibler Informationen abzielen.

Gefahren durch Datenabgriff und Phishing

Nach Einschätzung des DNSC stellen öffentliche WLAN-Verbindungen eine attraktive Angriffsfläche für Cyberkriminelle dar. Da diese Netzwerke oft nur unzureichend gesichert sind, bestehe die Gefahr, dass unbefugte Dritte den Datenverkehr abfangen. Zu den primären Bedrohungsszenarien gehören der gezielte Datenabgriff sowie Phishing-Attacken.

Beim Datenabgriff können Angreifer Passwörter, Kreditkartendaten oder persönliche Dokumente mitlesen, die über eine unverschlüsselte oder manipulierte Verbindung übertragen werden. Phishing-Versuche in diesem Umfeld zielen häufig darauf ab, Nutzer auf gefälschte Anmeldeseiten zu leiten, um Zugangsdaten für soziale Netzwerke, E-Mail-Konten oder Cloud-Dienste zu entwenden. Die Behörde betont, dass die scheinbare Bequemlichkeit kostenloser Internetzugänge an öffentlichen Orten nicht über die mangelnden Sicherheitsstandards hinwegtäuschen dürfe.

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Empfohlene Schutzmaßnahmen für mobile Endgeräte

Um die Sicherheit persönlicher Daten zu gewährleisten, hat das DNSC einen Katalog an Verhaltensregeln und technischen Schutzmaßnahmen veröffentlicht. Eine zentrale Empfehlung betrifft die Authentifizierung: Nutzer sollten konsequent die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für alle relevanten Dienste aktivieren. Dieses Verfahren bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, da ein bloßer Diebstahl des Passworts nicht ausreicht, um Zugriff auf ein Konto zu erlangen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Durchführung von Finanztransaktionen. Die Experten raten dringend davon ab, Online-Banking oder andere sensible finanzielle Aktivitäten über öffentliche WLAN-Hotspots abzuwickeln. Stattdessen sollten für solche Zwecke ausschließlich mobile Datenverbindungen über den Mobilfunkprovider genutzt werden, da diese deutlich schwerer zu manipulieren seien als öffentliche Drahtlosnetzwerke.

Automatische Verbindungen als Sicherheitsrisiko

Zudem warnt die Behörde vor einer häufig unterschätzten Komfortfunktion moderner Smartphones und Laptops: der automatischen Verbindung zu bekannten oder offenen WLAN-Netzwerken. Es wird empfohlen, diese Funktion in den Geräteeinstellungen zu deaktivieren.

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Hintergrund dieser Empfehlung ist, dass sich Endgeräte andernfalls ohne explizite Zustimmung des Nutzers mit Netzwerken verbinden könnten, die den Namen eines vertrauenswürdigen Anbieters imitieren. Solche „Fake-Hotspots“ werden von Angreifern gezielt platziert, um den Datenverkehr argloser Passanten abzufangen. Nutzer sollten Verbindungen zu öffentlichen Netzwerken daher nur manuell und nach sorgfältiger Prüfung initiieren.

Die Hinweise des DNSC unterstreichen die Notwendigkeit eines gesteigerten Sicherheitsbewusstseins im Umgang mit öffentlicher Infrastruktur. Insbesondere auf Reisen, wo die Abhängigkeit von Hotel- oder Flughafen-WLAN oft groß ist, sei präventives Handeln entscheidend, um die Integrität digitaler Identitäten zu schützen.