Angesichts steigender Reisezahlen und zunehmender Cyber-Bedrohungen rücken vereinfachte Aktivierungsprozesse und verbesserte Sicherheitsvorkehrungen in den Fokus.
Neue Funktionen für Dual-SIM-Nutzer
Am 23. Juni 2026 veröffentlichte der US-Anbieter AT&T aktualisierte Anleitungen für die Dual-SIM-Konfiguration mit eSIM auf dem iPhone 12 Pro Max und neueren Modellen. Der Prozess läuft simpel ab: Nutzer scannen einen QR-Code in den Geräteeinstellungen und kennzeichnen anschließend ihre Tarife – etwa für private und geschäftliche Nutzung. Besonders praktisch: Die automatische Datenumschaltung sorgt dafür, dass die Internetverbindung auch während aktiver Telefonate erhalten bleibt.
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Auch in Europa gibt es Fortschritte. Der deutsche Mobilfunk-Discounter spusu hat ein neues eSIM-Übertragungssystem eingeführt, das den Wechsel zwischen Geräten deutlich erleichtert. In Tests gelang die nahtlose Übertragung vom iPhone 16 Pro Max auf ein Samsung Galaxy S23 Ultra – ohne lästige ePIN-Abfragen. Das eSIM-Profil lässt sich direkt nach dem Löschen vom alten Gerät neu installieren.
WM 2026: Digitale Reisevorbereitung ist Pflicht
Die Branche rüstet sich für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika. Reise-eSIMs gewinnen dabei enorm an Bedeutung. Wer nach Mexiko, in die USA oder nach Kanada reist, sollte die digitale SIM-Karte unbedingt vor der Abreise installieren. Für Mexiko-Reisende gilt das besonders: Seit Januar 2026 schreibt das RENAUT-Gesetz die Registrierung lokaler SIM-Karten mit einer CURP-Identifikationsnummer vor – ein Problem, das sich mit einer Reise-eSIM elegant umgehen lässt.
Die digitale Anbindung wird während des Turniers ohnehin unverzichtbar sein. Stadien wie das Estadio Azteca setzen auf 5G-Netze, und der Einlass erfolgt ausschließlich mit digitalen Tickets. Ein Reise-eSIM ermöglicht es Besuchern, ihre heimische Rufnummer für Dienste wie WhatsApp zu behalten – und spart dabei horrende Roaming-Gebühren. Laut einer Umfrage des Anbieters Optus fürchten sich 82 Prozent der Reisenden vor genau diesen Kosten.
iOS 27: Faktencheck zu Gerüchten um gesperrte iPhones
Die Veröffentlichung von iOS 27 Developer Beta 2 am 22. Juni 2026 brachte einige Neuerungen: Apples Schreibwerkzeuge wurden durch ein neues Siri-basiertes Textgenerierungssystem ersetzt, und RCS-Nachrichten unterstützen nun Inline-Antworten. Doch die Beta sorgte auch für wilde Spekulationen.
In sozialen Netzwerken machte das Gerücht die Runde, das Update würde carrier-gesperrte iPhones dauerhaft blockieren. Ein Faktencheck am 23. Juni 2026 stellte klar: Dafür gibt es keinerlei Belege. Zwar wurde im Beta-Code der Begriff „Finance Lock“ entdeckt, doch die Funktion ist deaktiviert. Aktuelle Aktivierungsfehler bei einigen Beta-Nutzern gehen auf Carrier-Autorisierungsprotokolle oder spezifische Hardware-Probleme der iPhone-15-Pro-Serie zurück – nicht auf eine systematische Sperre.
Nach jedem iOS-Update ist es ratsam, die wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen, um Ihre persönlichen Daten optimal zu schützen. Dieser kostenlose Guide eines Apple-Experten zeigt Ihnen, wie Sie Ihr System ohne Stress und Fachchinesisch aktuell halten. Gratis-Ratgeber: iOS-Updates sicher installieren
SIM-Swapping: Die wachsende Gefahr für Senioren
Sicherheitsexperten schlagen Alarm: SIM-Swap-Angriffe nehmen rasant zu. Bei dieser Betrugsmasche übernehmen Kriminelle die Kontrolle über die Telefonnummer eines Opfers, um Zwei-Faktor-Authentifizierungen zu umgehen. Besonders betroffen sind ältere Menschen. Daten des FBI zeigen, dass die Beschwerden über SIM-Swapping bei den über 60-Jährigen von 174 Fällen im Jahr 2023 auf 222 im Jahr 2025 gestiegen sind. Der Gesamtschaden belief sich im vergangenen Jahr auf umgerechnet rund 6,2 Millionen Euro. Auch aus Großbritannien kommen alarmierende Zahlen: Dort verzeichnete die Branche 2025 einen Anstieg solcher Vorfälle um 38 Prozent.
Die Anbieter reagieren. AT&T wirbt mit kostenlosen Sicherheitsfunktionen wie dem Wireless Account Lock, das unbefugte Nummernportierungen verhindert. Diese Maßnahmen werden umso wichtiger, je mehr Nutzer auf rein digitale eSIM-Profile umsteigen.
AT&T erhöht Gebühren
Neben den Sicherheitsupdates kündigte AT&T eine Anpassung der Administrative & Regulatory Cost Recovery Fee an. Ab dem 5. August 2026 steigen die monatlichen Kosten für Privatkunden von umgerechnet etwa 3,70 Euro auf 4,60 Euro. Geschäftskunden zahlen künftig 3,20 Euro statt bisher 2,30 Euro pro Leitung.

