WordPress 7.1: Bilder werden clientseitig um 15% optimiert

WordPress 7.1 verlagert die Bildverarbeitung in den Browser und senkt die Serverlast. Neue Editor-Blöcke und ein überarbeitetes Design-System ergänzen das Update.

Das Content-Management-System WordPress hat am 19. August 2026 seine neueste Hauptversion 7.1 freigegeben. Das Update trägt den Beinamen „Mary Lou“ zu Ehren der US-amerikanischen Jazz-Pianistin Mary Lou Williams. Im Mittelpunkt der Aktualisierung stehen tiefgreifende technische Neuerungen bei der Medienverarbeitung sowie Erweiterungen der Benutzeroberfläche und des Design-Systems.

Clientseitige Medienverarbeitung via WebAssembly

Die bedeutendste technologische Innovation in WordPress 7.1 betrifft die Handhabung von Bilddateien. Durch die Einführung der clientseitigen Medienverarbeitung verlagert das System Rechenprozesse vom Webserver direkt in den Browser des Nutzers. Dies wird durch den Einsatz von WebAssembly und der Bildverarbeitungsbibliothek libvips ermöglicht.

Laut technischen Spezifikationen führt dieses Verfahren dazu, dass Bilder bereits vor dem Upload optimiert werden, was die Serverlast erheblich senkt. Berichten zufolge fallen die resultierenden Dateien um etwa 15 Prozent kleiner aus als bei herkömmlichen Methoden.

Die Funktion wird von modernen Browsern wie Google Chrome und Microsoft Edge ab der Version 137 unterstützt. WordPress deckt damit Formate wie HEIC, AVIF und WebP ab und ermöglicht zudem die automatisierte Konvertierung von GIF-Dateien in Videoformate.

Für Administratoren und Entwickler bietet das System neue Möglichkeiten zur Steuerung dieser Prozesse. Es wurden neue REST-Endpunkte für das Sideloading, Finalisieren und Ersetzen von Dateien eingeführt. Über einen spezifischen Filter lässt sich die clientseitige Verarbeitung bei Bedarf vollständig deaktivieren.

Erweiterungen für Redaktion und Design

Neben den technischen Grundlagen wurde der Funktionsumfang des Editors erweitert. Zu den neuen Werkzeugen gehören Blöcke für Playlists und Tab-Ansichten, die die Strukturierung komplexer Inhalte erleichtern.

Anzeige

Wer sich mit der Administration von Content-Management-Systemen befasst, muss heute auch die steigenden Risiken durch Cyberangriffe im Blick behalten. Dieses kostenlose E-Book unterstützt Unternehmer dabei, Sicherheitslücken zu schließen und aktuelle gesetzliche Anforderungen proaktiv zu erfüllen. IT-Sicherheit stärken und Unternehmen schützen

Eine neue Notiz-Funktion („Notes“) ermöglicht die interne Zusammenarbeit durch Rich-Text-Unterstützung und @-Erwähnungen. Zudem können Redakteure nun direkte Links zu bestimmten Revisionsständen teilen, um Abstimmungsprozesse zu beschleunigen.

Der integrierte Media-Editor bietet in der neuen Version zusätzliche Funktionen wie einen Freiform-Zuschnitt. In der Mediathek wurde zudem ein unendliches Scrollen implementiert, um die Navigation in großen Datenbeständen zu verbessern. Im Bereich des Webdesigns erlaubt WordPress 7.1 nun die Erstellung responsiver Stile ohne manuelle CSS-Anpassungen sowie die Definition von Hover- und Focus-Zuständen für Schaltflächen.

Konsistente Admin-Oberfläche und Sicherheitskontext

Die Benutzeroberfläche wurde im Zuge des Updates weiter vereinheitlicht. Eine persistente Admin-Toolbar und die Verfügbarkeit der Admin-Bar in allen Editoren sollen für einen flüssigeren Arbeitsablauf sorgen. Zudem wurde die SVG Icon API öffentlich zugänglich gemacht, was zusammen mit einem neuen Design-System für die Admin-UI eine konsistentere Optik über Drittanbieter-Erweiterungen hinweg ermöglichen soll.

Die Veröffentlichung von Version 7.1 erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter Sicherheitsbemühungen. In den vergangenen Wochen wurden mehrere Aktualisierungen notwendig. So wurde am 12. August 2026 mit der Version 7.0.4 das bereits dritte Sicherheitsupdate innerhalb eines Monats bereitgestellt. Dieses behob eine kritische Schwachstelle, die eine entfernte Codeausführung (RCE) ermöglichte.

Anzeige

Gerade bei kritischen Schwachstellen und neuen Bedrohungen durch KI ist eine fundierte Informationsbasis für IT-Verantwortliche unverzichtbar. Erfahren Sie in diesem Experten-Report, wie Sie Ihr Unternehmen absichern, bevor es zu spät ist. Kostenlosen Cyber-Security-Guide herunterladen

Die Lücke, die mit einem CVSS-Wert von 8.8 eingestuft wurde, betraf Installationen, die bestimmte Grafik-Bibliotheken in Kombination mit Nutzerrechten ab der Stufe „Autor“ einsetzten. WordPress 7.1 führt diese Sicherheitskorrekturen fort und erweitert die Fähigkeiten der Plattform im Bereich des Berechtigungsmanagements durch eine überarbeitete Abilities API.