Work IQ: Microsoft beschleunigt Copilot-Agenten auf das Vierfache

Microsofts neue Engine ordnet Unternehmensdaten und beschleunigt Copilot-Antworten bei rund 30 Prozent weniger Token-Verbrauch.

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Microsoft hat mit der Einführung der Wissenskompilierungs-Engine Work IQ eine grundlegende Leistungssteigerung für seine Copilot-Assistenten vorgestellt. Durch die Technologie antworten KI-Agenten viermal schneller, während der Token-Verbrauch um rund 30 Prozent sinkt. Dieser Effizienzgewinn gelingt dem Softwarekonzern ohne ein Upgrade des zugrunde liegenden Sprachmodells.

Strukturierung verteilter Unternehmensdaten über SharePoint

Die Work IQ Engine setzt technisch auf SharePoint auf. Das System wandelt unstrukturierte und verteilte Unternehmensdaten wie E-Mails, Aufzeichnungen von Teams-Sitzungen sowie Dokumente automatisch in eine geordnete Wissensbasis um.

Zu den primären Einsatzbereichen zählen dokumentübergreifende Frage-Antwort-Funktionen, die kontextbezogene Suche innerhalb von Teams, automatisierte Besprechungszusammenfassungen sowie Abfragen zum Projektstatus und zu internen Betriebsabläufen. Zudem unterstützt das System bei der Aufbereitung von Kundenmaterialien und der Erstellung erster Textentwürfe.

Aktuell steht Work IQ im Rahmen der Frontier Preview bereit. Der Zugriff ist vorerst auf Anwender beschränkt, bei denen eine nutzungsbasierte Abrechnung aktiviert ist. Nach Unternehmensangaben ist künftig auch eine Ausweitung auf benutzerdefinierte Agenten in Copilot Studio vorgesehen.

Umstellung auf nutzungsbasierte Abrechnungsmodelle

Die Einführung der neuen Engine fügt sich in eine breitere Anpassung des Lizenzmodells ein. Ab dem 1. Dezember 2026 soll die nutzungsbasierte Abrechnung zum Standard für alle neuen Copilot-Business-Lizenzen über das Cloud-Solution-Provider-Programm (CSP) werden. Eine entsprechende Sandbox-Umgebung im Partner Center ist für den 2. November 2026 angekündigt.

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Von dieser Abrechnungssystematik sind neben den Schnittstellen von Work IQ auch Copilot Cowork, das GitHub Copilot Harness sowie erweiterte Agenten-Funktionen in SharePoint und OneDrive betroffen. Als Standardgrenze gilt ein Ausgabenlimit von 4.000 Copilot Credits pro Nutzer und Monat ohne inkludierte Gratis-Credits. Für bestehende Verträge mit Microsoft-365-Copilot- oder ME7-Lizenzen gelten Ausnahmeregelungen.

Integration in die Copilot-Plattform

Die Technologie ist Teil einer umfassenderen Überarbeitung der Copilot-Umgebung, die Microsoft in drei funktionale Bereiche unterteilt: Home für die Verzahnung von Chat, Cowork und Office-Anwendungen, Code für Entwicklungslösungen auf Basis von GitHub Copilot sowie Autopilot für proaktive, in der Cloud gehostete Agenten. Letzterer startet Ende Oktober in eine private Testphase.

Gleichzeitig verknüpft Microsoft die Wissens-Engine mit weiteren Unternehmenslösungen. Auf dem Community Summit NA verdeutlichte der Konzern, wie der Intelligence Layer von Work IQ auf Datenbestände aus Dynamics 365 und der Power Platform zugreift.

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Ergänzend dazu brachte Microsoft am 9. Oktober 2026 ein Update für Copilot Notebooks auf den Weg, das unter anderem Arbeitsergebnis-Vorschläge auf Basis von Work IQ umfasst. Durch die Kompilierung von Datenbeständen will der Konzern den Betrieb von KI-Assistenten in Unternehmensnetzwerken wirtschaftlicher und reaktionsschneller gestalten.