Eine Welle neuer digitaler Lernangebote überflutet den Markt – und künstliche Intelligenz ist der Treiber. Unternehmen und Bildungseinrichtungen setzen zunehmend auf personalisierte, KI-gesteuerte Schulungen für Mitarbeiter und Studenten.
Workday und Hone: KI als persönlicher Tutor im Unternehmen
Am 22. Juli 2026 hat Workday seine neue Lernplattform „Workday Learning“ auf den Markt gebracht, die auf der Technologie von Sana basiert. Das System verknüpft Personalmanagement-Daten mit KI-Funktionen – inklusive eines persönlichen KI-Tutors und automatisierter Verwaltungsaufgaben. Erste Anwender berichten von einer Reduzierung der Inhaltserstellungszeit um bis zu 98 Prozent und einer Verdreifachung der Nutzerbeteiligung.
Parallel dazu launchte Hone am 23. Juli seine „Masterclasses und Labs“. Diese Live-Lernangebote vermitteln praxisnahe KI-Kompetenzen für Transformationsprozesse in Unternehmen.
Singapur und Südafrika: Staatliche Förderung für KI-Training
Auch auf regionaler Ebene tut sich einiges. In Singapur haben Synagie und die Gewerkschaft SISEU am 22. Juli eine Partnerschaft zur KI-Weiterbildung von Mitarbeitern geschlossen. Die Initiative nutzt staatliche Förderungen, die bis zu 70 Prozent der Kosten decken. Synagie brachte zudem seine KI-Commerce-Plattform „Geene 2.0“ an den Start.
In Südafrika unterzeichneten Canva Africa und der South African Council for Educators (SACE) eine Absichtserklärung zur digitalen und KI-Schulung von fast 600.000 Lehrkräften. Seit Januar 2026 haben sich über 12.400 Lehrer beworben – ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Canvas und Passage Preparation: KI-Coach für Studenten
Instructure stellte am 22. Juli seinen neuen KI-Studiencoach „Project Athena“ vor. Das Tool ist in das Lernmanagementsystem Canvas integriert und erstellt personalisierte Quizze und Lernleitfäden. Ein Pilotprojekt mit 7.000 Studenten startet im Herbst 2026 am Hinds Community College. Wichtig: Die Daten der Nutzer werden nicht zum Training externer Modelle verwendet.
Passage Preparation erhielt am 23. Juli den CODiE Award 2026 als beste professionelle Lernplattform. Die Lösung punktet mit Diagnosetests und Live-Kursen für Lehrerzertifikate. Ebenfalls neu: CPAClub brachte „PATHS“ auf den Markt, eine mobile Plattform für die Weiterbildung von Wirtschaftsprüfern.
Viam und Autodesk: Robotik und Design für kleine Teams
Viam Education startete am 23. Juli ein kostenloses Programm für Entwickler, die mit Python oder Go Roboter bauen wollen. Über 800 Entwickler haben sich bereits für den Selbstlernkurs vorgemerkt.
Während KI-gesteuerte Lernsysteme die Weiterbildung revolutionieren, stellt der EU AI Act Unternehmen vor neue regulatorische Herausforderungen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick über alle Anforderungen, Pflichten und Fristen der neuen Verordnung. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Autodesk führte am 22. Juli einen speziellen Lernpfad für kleine Unternehmen ein. Das Angebot richtet sich an kleine Teams in der Design- und Fertigungsbranche – ein Sektor, der laut Autodesk 35 Prozent schneller wächst als vergleichbare Bereiche.
Ionos, Mozilla und SISTRIX: Neue Tools für den Arbeitsalltag
- Ionos launchte am 23. Juli einen KI-App- und Website-Builder, mit dem kleine und mittlere Unternehmen Webanwendungen per Sprach- oder Texteingabe erstellen können.
- Mozilla veröffentlichte Firefox 153 mit nativen Containern für Arbeit, Privates und Shopping sowie neuen PDF-Bearbeitungsfunktionen.
- SISTRIX präsentierte am 22. Juli seine Q2-Updates, darunter KI-gesteuerte Recherchetools, die Millionen von Nutzeranfragen analysieren.
- LM Studio veröffentlichte eine Vorversion von „Bionic“, einem Agentensystem für lokale KI-Modelle mit Fokus auf Coding und Recherche.
EU-Haftungsreform: Software wird zum Produkt
Ein neues rechtliches Rahmenwerk verändert die Spielregeln für Softwareanbieter. Die EU-Produkthaftungsrichtlinie muss bis zum 9. Dezember 2026 national umgesetzt werden. Künftig wird Software – inklusive KI- und Cloud-Dienste – als Produkt eingestuft. Die bisherigen Haftungsgrenzen von 85 Millionen Euro und der 500-Euro-Selbstbehalt entfallen. Zudem werden Schäden an Daten und psychische Gesundheit entschädigungsfähig.
Mit der Einstufung von KI-Systemen als Produkte steigen die Haftungsrisiken und Dokumentationspflichten für Anbieter und Nutzer erheblich. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was Ihr Unternehmen jetzt konkret tun muss. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act sichern
Google und monday.com: Effizienz durch KI
Google aktualisierte am 22. Juli sein KI-Angebot mit Gemini 3.6 Flash und 3.5 Flash-Lite. Das neue Modell verbraucht 17 Prozent weniger Tokens und liefert bessere Ergebnisse bei Programmier- und Wissensaufgaben.
monday.com gab am selben Tag Einblicke in den Einsatz von KI-Agenten in der Produktion. 90 Prozent der Entwickler nutzen monatlich KI-Coding-Tools – mit einer Steigerung der Pull-Request-Durchsatzrate um über 50 Prozent pro Entwickler.
Deutschland: Einheitlicher UX-Standard für Verwaltungsportale
Der IT-Planungsrat beschloss am 23. Juli, den Open-Source-UX-Standard KERN ab 2027 in sein Portfolio aufzunehmen. Das System soll eine einheitliche, barrierefreie Gestaltung digitaler Verwaltungsdienstleistungen ermöglichen – ein wichtiger Schritt für die Digitalisierung der öffentlichen Hand.

