Workforce-KI: Produktivität um 81 Prozent, Kosten um 50 Prozent gespart

Mehrere Anbieter präsentieren KI-Lösungen für Personalplanung, Büroarbeit und Inventar. Unternehmen versprechen deutliche Effizienzsteigerungen.

Die Arbeitswelt erlebt einen Technologieschub: Gleich mehrere Anbieter haben am Montag und Dienstag dieser Woche KI-gestützte Systeme vorgestellt, die Personalplanung, Büroaufgaben und Inventarverwaltung automatisieren. Die neuen Werkzeuge versprechen eine effizientere Steuerung von Abläufen in Echtzeit.

Autonome Aufgabensteuerung für den Einzelhandel

WorkJam hat seinem System für die Steuerung von Filialmitarbeitern eine eigenständige KI-Ebene hinzugefügt. Die Technologie verteilt Aufgaben und passt Prioritäten in Echtzeit an – basierend auf aktuellen Ladenbedingungen und früheren Ergebnissen. Das System arbeitet auf Filial-, Bezirks- und Regionalebene und wird bereits von großen Handels- und Dienstleistungsmarken wie Shell, Marks & Spencer und Ulta Beauty genutzt. Ein spezieller „AI Task Priority Engine“ soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 erscheinen.

Legion Technologies zog am Dienstag nach und präsentierte sein „Spring 2026 Release“ mit über 90 Neuerungen. Dazu gehören ein KI-Assistent für die Einsatzplanung im Außendienst sowie neue Kennzahlen für Produktivität und Arbeitssicherheit. Das Unternehmen betont, dass die Plattform eine hohe Rendite für die Nutzer erzielt und gleichzeitig die Vorschriften für faire Arbeitswochen einhält.

Ebenfalls am Montag brachte Kronos eine mobile App auf den Markt. Manager können damit offene Schichten per SMS an qualifizierte Mitarbeiter senden – das System aktualisiert die Dienstpläne automatisch, sobald jemand zusagt.

KI-Agenten erobern das Büro

Auch die klassische Büroarbeit wird umgekrempelt. OpenAI startete am Montag „ChatGPT Work“ – einen auf GPT-5.6 basierenden Assistenten für den Arbeitsplatz. Das Tool erstellt Dokumente, Präsentationen und Webanwendungen und lässt sich direkt in Unternehmensplattformen wie Slack, Google Drive und verschiedene CRM-Systeme einbinden.

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Parallel dazu entwickelt Cursor einen KI-Agenten namens „Sand“, der mit bestehenden Büroassistenten konkurrieren soll. Hintergrund: SpaceX hat sich Berichten zufolge bereit erklärt, Cursors Muttergesellschaft Anysphere für 60 Milliarden Dollar in Aktien zu übernehmen. Der Deal soll noch in diesem Quartal abgeschlossen werden.

Weitere Speziallösungen kamen ebenfalls auf den Markt:

  • Ninety veröffentlichte „Ask Maz“ – eine KI, mit der Teams betriebliche Kennzahlen per natürlicher Sprache abfragen können.
  • Noda stellte eine KI für den Betrieb von Gewerbeimmobilien vor. Das Unternehmen verspricht eine Reduzierung manueller Arbeitsabläufe um 80 Prozent in großen Immobilienportfolios.
  • DeployPros lancierte „DPROMPT“, eine Plattform, die Personalmanagement mit KI-gesteuerter Sprach- und SMS-Automation für den Außendienst kombiniert.

Personalanalyse und Inventarverwaltung

Großkonzerne setzen ebenfalls auf die neue Technologie. NTT East rollt im Juli 2026 eine KI-gestützte Plattform für das Personalmanagement aus – für rund 30.000 Mitarbeiter. Das System verknüpft Leistungs- und Wohlbefindensdaten, um individuelle Karrierewege zu gestalten.

Humanforce brachte am Montag KI-gestützte Analysetools und Lernplattformen auf den Markt. Die Anwendungen erkennen Personalrisiken und automatisieren Schulungszuweisungen bei wichtigen Ereignissen wie Rollenwechseln oder Neueinstellungen.

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Im Bereich der Ressourcenverwaltung launchte Paycom am Dienstag ein Asset-Management-Tool. Es ist in die Personalsoftware integriert und automatisiert den Lebenszyklus von Firmeneigentum – von der Ortung über die Zuordnung zu Mitarbeitern bis zur Kostenrückforderung über die Gehaltsabrechnung, falls Gegenstände nicht zurückgegeben werden.

Effizienzgewinne im Homeoffice

Aktuelle Marktdaten untermauern den Trend: Unternehmen, die Workforce-Intelligence-Software für Remote- und Hybridteams einsetzen, konnten ihre Softwareausgaben laut Beobachtungen von Anbietern wie CurrentWare um fast die Hälfte senken – bei gleichzeitigen Produktivitätssteigerungen von bis zu 81 Prozent.

Spezialisierte Plattformen wie HappyRobot schließen Personallücken mit KI-Arbeitern, die anspruchsvolle operative Aufgaben über Chat, E-Mail und Telefon übernehmen. Das führte bei Personalvermittlern Berichten zufolge zu einer Steigerung der Schichtbestätigungen um 60 Prozent.