WWDC 2026: Apple stellt agentische Siri AI mit Google Gemini vor

Apple setzt auf Siri AI mit Google Gemini, während Startups wie Upstream und Hermes mit Produktivitätstools überzeugen.

Apple, Microsoft und zahlreiche Startups setzen auf sogenannte „agentische“ Systeme, die komplexe Arbeitsabläufe eigenständig erledigen.

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Apple setzt auf Siri AI und Google Gemini

Am heutigen Montag hat Apple auf der WWDC 2026 die nächste Generation seiner KI-Strategie vorgestellt. Das neue System kombiniert Apples eigene Foundation Models mit Googles Gemini und läuft teils auf dem Gerät, teils in einer privaten Cloud. Herzstück ist „Siri AI“ – ein komplett überarbeiteter Assistent mit eigener App und Dynamic-Island-Schnittstelle.

Die neuen Funktionen kommen mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 im Herbst. Safari sortiert Tabs automatisch und fasst Seitenänderungen zusammen. Mail und Nachrichten erhalten kontextbezogene Vorschläge. Ein „Image Playground“ erzeugt fotorealistische Bilder, und die Kurzbefehle-App versteht jetzt natürliche Sprache.

Entwickler bekommen mächtige Werkzeuge

Xcode 27 ist 30 Prozent schlanker und für Apple Silicon optimiert. Die Entwicklungsumgebung bietet autonome Programmierfunktionen und unterstützt externe Modelle von Anthropic, Google und OpenAI. Mit den neuen „Intelligence Frameworks“ können Entwickler eigene Befehle für Siri AI programmieren.

Startups entlasten von Routineaufgaben

Parallel drängen junge Unternehmen auf den Markt. Upstream hat drei Millionen Euro eingesammelt, um E-Mail zur natives Plattform für KI-Agenten umzubauen. Das Tool integriert Meeting-Notizen und Wissensdatenbanken. Erste Beta-Tester sparen im Schnitt zwei Stunden täglich.

Hermes startete gestern eine Desktop-App, die Aufgaben automatisch in spezialisierte KI-Agenten aufteilt. Erste Nutzer berichten von fünf Stunden Zeitersparnis pro Woche – trotz anfänglicher Zuverlässigkeitsprobleme.

Im Mobilbereich machte Poke von sich reden: Der KI-Agent ist der erste, der für Apples „Messages for Business“ zugelassen wurde. Seit dem Start im März hat das Tool über 100 Millionen Nachrichten vermittelt – von Fitness-Tracking über Fotobearbeitung bis zur Terminplanung.

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Neue Ära für Softwareentwicklung

Auch die Entwickler-Community erlebt einen Umbruch. GitHub launchte heute eine eigene Copilot-Desktop-App. Die „Heimat für KI-Code-Agenten“ bietet eine „Meine Arbeit“-Ansicht für parallele Sessions und einen „Agent Merge“, der Code-Reviews automatisiert.

Cognition zog gestern mit Devin Desktop nach. Die Umgebung führt „Spaces“ ein, um Agenten nach Projekten zu grouping. Das neue Devin Local soll 30 Prozent effizienter sein als der Vorgänger.

Microsofts VS Code hatte bereits im Mai seine „Agents“-Funktion in den stabilen Preview-Status gehoben und unterstützt seit Ende Mai auch abgeschottete Umgebungen. Seit dem 1. Juni gilt zudem ein nutzungsbasiertes Abrechnungsmodell für GitHub Copilot.

Open Source und Enterprise

Für Datenschutzbewusste hat YouTuber Felix Kjellberg (PewDiePie) heute Odysseus veröffentlicht. Der quelloffene Arbeitsplatz läuft komplett lokal – ohne Telemetrie. KI-Chat, Dokumentenverwaltung und Modellvergleich inklusive. Auf GitHub hat das Projekt bereits über 62.000 Sterne.

Im Unternehmensbereich bringt LG CNS „DevOn Agentic AIND“ an den Start. Die Plattform modernisiert Altsysteme – etwa die Konvertierung von COBOL zu Java – und zielt auf Banken und Industrie.

Unisound veröffentlichte ebenfalls heute das Sprachmodell U2. Der „agentische“ Assistent erreichte 87,9 Punkte im GPQA-Diamond-Benchmark und bewältigt Workflows mit über 100 Einzelschritten – etwa in der Softwareentwicklung oder bei Rechercheaufgaben.