Der US-Technologiekonzern Microsoft hat eine umfassend überarbeitete Version seiner Xbox-App für den PC vorgestellt. Die Neufassung zielt vor allem auf eine spürbare Leistungssteigerung sowie eine aufgeräumte Bedienoberfläche ab. Wie aus Berichten hervorgeht, verspricht das Unternehmen signifikante Zuwächse bei den Ladezeiten der Benutzeroberfläche.
Nach Angaben von Microsoft basiert die Überarbeitung auf internen Leistungstests. Demnach startet die Anwendung im besten Fall bis zu 60 Prozent schneller als die bisherige Version. Die Seitenbereiche für die Startseite, den Store und den Game Pass laden laut den Messungen bis zu 50 Prozent schneller, während sich Fenster innerhalb der App um bis zu 65 Prozent schneller öffnen sollen.
Die Werte können je nach individuellem Endgerät, Internetverbindung und Systemkonfiguration variieren. Microsoft stellt klar, dass sich diese Verbesserungen auf die Reaktionszeiten der Applikation selbst beziehen und nicht auf die eigentliche Rechenleistung in Spielen.
In einem Beitrag auf der Plattform X kündigte Xbox-CEO Asha Sharma den Rollout der Testversion an und verwies auf ein Vergleichsvideo. Darin lud die neue Version eine Seite innerhalb von 5,2 Sekunden, während die aktuelle Fassung dafür 15,6 Sekunden benötigte.
Mitglieder des Programms Xbox Insider können die aktualisierte PC-App ab sofort ausprobieren. Ein Veröffentlichungsdatum für die allgemeine Verfügbarkeit nannte das Unternehmen bislang nicht.
Neuer Aufbau für Navigation, Suche und Bibliothek
Jason Beaumont, Vice President Xbox Experiences, ordnete die Änderungen als Teil des Vorhabens ein, die Plattform insgesamt schneller, unkomplizierter und vertrauter zu gestalten. Die Überarbeitung bringt unter anderem eine neu gestaltete Spielebibliothek mit sich, die eine leichtere Navigation ermöglicht.
Nutzer können ihre Sammlung nun gezielt filtern, beispielsweise nach zuletzt gespielten Titeln, Genres oder der bevorzugten Eingabemethode. Auch die Informationskarten für einzelne Spiele, die Startseite und das Einstellungsmenü wurden angepasst.
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Darüber hinaus rücken die Freundesliste sowie soziale Funktionen direkt in die linke Hauptnavigation. Die Seitenleiste wurde zugunsten vergrößerter Spielkacheln auf Symbole reduziert. Für das Auffinden von Inhalten steht eine vereinheitlichte Suche bereit, die Katalogspiele, bereits installierte Titel, Erweiterungen sowie Kontakte im Xbox-Netzwerk gleichzeitig erfasst.
Neben einer für Controller optimierten Steuerung bietet die Software nun einen hellen sowie einen dunklen Modus, ergänzt durch fünf Optionen mit besonders hohem Kontrast. Zu den visuellen Anpassungen zählen zudem eine insgesamt dunklere Benutzeroberfläche und neue Statusmeldungen während des Starts, die über Vorbereitungsschritte, die Anmeldung und das Hochfahren informieren.
Anpassungen für Cloud Gaming und weitere Geräte
Parallel zur Desktop-Anwendung überarbeitet Microsoft auch das Angebot für das Cloud-Streaming über den Browser. Die neue Weboberfläche unter der Adresse play.xbox.com soll in den kommenden Wochen schrittweise für eine größere Zahl von Spielern freigeschaltet werden.
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Diese Fassung erhält einen eigenen Bibliotheksbereich, der Spiele aus persönlichem Besitz mit Titeln aus dem Game-Pass-Abonnement zusammenführt, sowie einen Desktop-Modus für große Bildschirme.
Das Design soll künftig auch auf den Cloud-Gaming-Anwendungen für unterstützte Smart-TVs und Virtual-Reality-Headsets Einzug halten, jeweils angepasst an das jeweilige System. Ein genauer Zeitplan für diesen Schritt steht jedoch noch nicht fest.
Das Cloud-Gaming-Angebot steht weiterhin nicht weltweit zur Verfügung. Einer Aufstellung zufolge ist der Dienst gegenwärtig in 29 Ländern nutzbar; Märkte wie Saudi-Arabien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate gehören nicht dazu.
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