Xbox Elite Series 3: Neue Details zu Microsofts Controller-Offensive

Durchgesickerte Dokumente zeigen den Xbox Elite Series 3 und einen kompakten Cloud-Controller. Beide sollen im Juni offiziell vorgestellt werden.

Durchgesickerte Dokumente enthüllen zwei neue Xbox-Controller für Cloud-Gaming und Profis.

Die brasilianische Regulierungsbehörde Anatel hat am Donnerstag detaillierte Bilder und Spezifikationen zweier bisher unangekündigter Xbox-Controller veröffentlicht. Die Dokumente zeigen den Xbox Elite Series 3 sowie ein kompaktes Gerät, das speziell für Cloud-Gaming entwickelt wurde. Branchenbeobachter rechnen mit einer offiziellen Vorstellung auf der Xbox Games Showcase am 7. Juni.

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Neues Design für die Profi-Klasse

Der Elite Series 3, Nachfolger des seit Jahren etablierten Elite Series 2, präsentiert sich mit mehreren mechanischen Neuerungen. Besonders auffällig: Zwischen den Griffen befinden sich nun scrollbare Räder, mit denen sich Spannung der Analog-Sticks oder der Hubweg der hinteren Paddles justieren lassen – ohne externes Werkzeug.

Ein überraschender Schritt betrifft den Akku. Statt des integrierten Hochleistungsakkus des Vorgängers (2.050 mAh) setzt Microsoft beim neuen Modell auf einen austauschbaren Akku mit 1.528 mAh. Die geringere Kapazität dürfte Kritikern gefallen, die die mangelnde Reparierbarkeit teurer High-End-Controller bemängelt hatten.

Die Konnektivität wurde deutlich aufgewertet: Ein dedizierter Cloud-Modus-Knopf ermöglicht die direkte WLAN-Verbindung zu Microsofts Gaming-Servern und umgeht damit die Latenzprobleme von Bluetooth. Wie gewohnt bleiben die modularen Komponenten – Joysticks, Steuerkreuze und Paddles – austauschbar.

Kompakt-Controller für die Hosentasche

Noch spannender ist der zweite, bisher völlig unbekannte Controller: ein kompaktes Gerät für Cloud-Gaming mit nur 15 mal 7 Zentimetern. Es ist deutlich kleiner als ein Standard-Controller und offenbar auf Mobilität getrimmt.

Die technische Ausstattung liest sich beeindruckend: Ein Realtek RTL8730E-Chipsatz mit Dual-Core-ARM-Cortex-A7-Prozessor sorgt für die nötige Rechenleistung. Der Controller unterstützt Wi-Fi 6 auf 2,4 und 5 GHz – essenziell für stabile Verbindungen zu den xCloud-Servern. Der 500-mAh-Akku und Bluetooth 5.3 runden das Paket ab.

Die Regulierungsbilder zeigen das Gerät in Schwarz und Weiß. Das Layout ist bewusst reduziert, um die kompakten Maße zu erreichen.

Hintergrund: Steigende Kosten in der Branche

Die Leaks kommen zu einer Zeit massiver Preissteigerungen in der Gaming-Branche. Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass NVIDIA die Preise für RTX 5090 und RTX 5090D V2 um 300 Euro erhöht – Grund sind explodierende Kosten für GDDR7-Speicher. High-End-Grafikkarten kosten in manchen Regionen inzwischen fast 5.000 Euro.

Auch bei Smartphones machen Speicherkosten Druck: Der Hersteller Lava bezifferte den Anteil des Speichers an den Materialkosten auf knapp 50 Prozent – historisch waren es 15 bis 20 Prozent. Microsofts Wechsel zu günstigeren Akkus und effizienteren Chipsätzen dürfte auch diesen Marktrealitäten geschuldet sein.

Der Peripheriemarkt bleibt trotzdem in Bewegung. Erst heute brachte Razer die Huntsman V3 TKL 8kHz-Tastatur auf den Markt, während ASUS ROG und XREAL die weltweiten Vorbestellungen für die ROG XREAL R1 starteten – eine 240-Hz-micro-OLED-Gaming-AR-Brille für rund 790 Euro.

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Strategie: Der Controller als Cloud-Tor

Die Einführung dedizierter Cloud-Knöpfe und integrierter Wi-Fi-6-Unterstützung zeigt Microsofts langfristige Strategie: Der Controller wird vom Konsolen-Zubehör zum eigenständigen Zugang zur Xbox-Welt. Indem die Geräte direkt mit der Cloud kommunizieren, entkoppelt Microsoft das Spielerlebnis von der Konsole.

Der kompakte Cloud-Controller zielt auf die wachsende Zahl von Spielern, die primär über Mobilgeräte oder Smart-TVs zocken. Ein hochwertiger, latenzarmer Controller für die Hosentasche könnte den Einstieg in Xbox Game Pass Ultimate erheblich erleichtern – ohne den Kauf einer teuren Konsole.

Ausblick: Was kommt als Nächstes?

Die Gaming-Community erwartet die offizielle Enthüllung beider Controller auf der Xbox Games Showcase Anfang Juni. Sie dürften eine zentrale Rolle in Microsofts Weihnachtsstrategie 2026 spielen – möglicherweise begleitet von neuen Cloud-nativen Titeln.

Preise sind noch nicht bekannt. Der Elite Series 3 dürfte im Premium-Segment bleiben, während der kompakte Cloud-Controller als Einstiegsangebot für Abonnenten dienen könnte. Branchenanalysten werden auch die Computex 2026 im Blick behalten, wo Konkurrenten wie MSI bereits neue Hardware angekündigt haben.