Xcode 27: Apple setzt auf KI-Assistenten und Apple Silicon

Apple kündigt auf der WWDC umfassende Neuerungen an: KI-Tools für Entwickler, flexible Abo-Modelle und das Ende der Intel-Ära. Es war die letzte Konferenz unter CEO Tim Cook.

Cupertino – Apple hat am Montag auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) ein umfassendes Update für den App Store und seine Entwickler-Tools vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen neue KI-Funktionen, flexiblere Abo-Modelle und die Abkehr von Intel-Chips. Die Ankündigungen markieren zugleich eine Ära: Es war die letzte WWDC unter CEO Tim Cook.

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Neue Werkzeuge für Entwickler

Apple erweitert die Möglichkeiten für App-Entwickler deutlich. Mit den neuen „Creative Assets“ können Bilder und Videos direkt in Produktseiten und Suchergebnisse eingebunden werden. Eine zentrale Asset-Bibliothek und die getrennte Einreichung von Marketing-Materialien sollen den Prozess beschleunigen.

Noch diese Woche führt Apple in den USA die Funktionen „Personalized Collections“ und „App Notes“ ein – zunächst auf Englisch. Sie sollen Nutzern maßgeschneiderte App-Empfehlungen bieten. Mit „Retention Messaging“ erhalten Entwickler zudem ein Werkzeug, um Abo-Kündigungen durch direkte Kommunikation zu verhindern.

Abo-Modelle werden flexibler

Apple überarbeitet die Abo-Optionen in StoreKit 2 grundlegend. Im Herbst 2026 starten „Volume Licenses“ für Firmen und Schulen, im Winter folgen „Group Purchases“. Neu sind auch „App Store Bundles“ und „Suites“, die Rabatte beim Kauf mehrerer Apps ermöglichen. Der Prüfprozess wird vereinfacht: Mehrere In-App-Käufe können künftig in einem Durchgang eingereicht werden.

Xcode 27 setzt auf KI-Assistenten

Die neue Entwicklungsumgebung Xcode 27 ist 30 Prozent kleiner als der Vorgänger und läuft ausschließlich auf Apple Silicon. Herzstück ist das „agentic coding“: KI-Modelle von Anthropic, Google und OpenAI helfen beim Schreiben und Testen von Code. Ein neuer Device Hub, anpassbare Werkzeugleisten und Plugins für GitHub und Figma runden das Paket ab.

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Parallel dazu führt Apple das „Core AI“-Framework ein. Es bietet Python-Bibliotheken für Modell-Konvertierung und Optimierung sowie eine Swift-Schnittstelle für KI-Modelle direkt auf dem Gerät. Diese nutzen CPU, GPU und den Neural Engine. Das „Foundation Models Framework“ unterstützt zudem Bildverarbeitung und Cloud-Integration über Private Cloud Compute.

Das Ende der Intel-Ära

Der Mac App Store akzeptiert künftig nur noch Apps für Apple Silicon – Intel-Unterstützung entfällt. Mit iOS, iPadOS und macOS 27 führt Apple neue „Time Allowances“ ein. Ab Juli 2026 müssen Entwickler einen aktualisierten Altersfragebogen ausfüllen, der Apps in Kategorien wie Soziale Medien, Unterhaltung und Spiele einteilt.

Die Leistungsversprechen sind beeindruckend: Apps starten bis zu 30 Prozent schneller, das Laden von Fotos beschleunigt sich um bis zu 70 Prozent, AirDrop um 80 Prozent. Die Entwickler-Beta der neuen Betriebssysteme ist ab sofort verfügbar, eine öffentliche Beta folgt im Juli, der stabile Release im September 2026.

Abschied von Tim Cook

Die WWDC 2026 war die letzte unter der Regie von Tim Cook. Der CEO, der das Unternehmen seit 2011 führt, wird am 1. September 2026 in den Ruhestand treten. Sein Nachfolger steht bereits fest: John Ternus, bisheriger Hardware-Chef, übernimmt die Führung des Tech-Riesen.