Am 12. August 2026 sorgte die Kamera-Software des Xiaomi 17 Ultra für weitreichende Diskussionen unter Smartphone-Fotografen. Während der totalen Sonnenfinsternis unterlief der künstlichen Intelligenz (KI) des Flaggschiff-Modells ein systematischer Fehler bei der Bildverarbeitung: Die Algorithmen verwechselten die verdeckte Sonne mit dem Mond.
In der Folge ersetzte das Gerät die reale Aufnahme durch eine künstliche Mondtextur, was zu physikalisch unmöglichen Darstellungen in den Galerien der Nutzer führte.
Automatischer Supermoon-Modus erzeugt fiktive Details
Mehrere Nutzer berichteten am 12. August 2026 von identischen Vorfällen, bei denen das Xiaomi 17 Ultra während des astronomischen Ereignisses automatisch in den sogenannten „Supermoon-Modus“ wechselte. Aufgrund der ähnlichen scheinbaren Größe und Form von Sonne und Mond unter den spezifischen Lichtbedingungen der Finsternis löste der Algorithmus eine KI-gestützte Optimierung aus.
Anstatt die Sonnenkorona oder die einsetzende Finsternis wahrheitsgetreu abzubilden, generierte die Software ein Bild, das die Sonne vollständig durch den Mond ersetzte. Dabei wurden sogar künstliche Krater auf der Sonnenoberfläche eingefügt. Fachleute wie Carlos Villasante bestätigten, dass die KI des Mobiltelefons ein fehlerhaftes Bild einer vermeintlichen „Mond-Mond-Finsternis“ erzeugte.
In sozialen Netzwerken wie X löste dieser Vorfall eine Welle von Memes aus, wobei Beobachter Parallelen zu früheren Vorfällen bei Wettbewerbern wie Samsung zogen, die in der Vergangenheit mit ähnlicher Kritik an ihrer Mond-Fotografie konfrontiert waren.
Xiaomi 17 Ultra im direkten Vergleich mit der Konkurrenz
Bei der Sonnenfinsternis am 12. August 2026 ersetzte die KI des Xiaomi 17 Ultra die Sonne durch eine künstliche Mondtextur – ein ärgerlicher Fehler, der sich vermeiden lässt. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie den Supermoon-Modus deaktivieren und mit dem Pro-Modus echte Aufnahmen gelingen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Der Vorfall wurde durch umfangreiche Tests der Fachpublikation Frandroid untermauert. In einem Vergleich verschiedener aktueller Flaggschiff-Modelle – darunter das Samsung Galaxy S26 Ultra, das Oppo Find X9 Ultra und das Google Pixel 10 Pro XL – schnitt das Xiaomi-Modell in dieser spezifischen Aufnahmesituation am schlechtesten ab.
Während andere Geräte die Szenerie korrekt interpretierten oder zumindest keine fiktiven Himmelskörper einfügten, verfälschte das Xiaomi 17 Ultra die Realität durch die fehlerhafte KI-Intervention massiv.
Branchenbeobachter sehen darin ein deutliches Beispiel für die Grenzen der KI-Bildverarbeitung. Wenn Algorithmen darauf trainiert sind, bestimmte Muster zu erkennen und zu „verbessern“, können seltene Naturereignisse zu Fehlinterpretationen führen, da die Software die vorliegenden Lichtbedingungen nicht korrekt von bekannten Motiven wie dem Vollmond unterscheiden kann.
Empfehlungen zur Vermeidung automatischer Bildfehler
Um derartige Verfälschungen zu verhindern, gibt es für Nutzer des Xiaomi 17 Ultra verschiedene Lösungsansätze. Das Unternehmen hatte bereits im Vorfeld der Sonnenfinsternis empfohlen, für astronomische Aufnahmen den Pro-Modus der Kamera-App zu verwenden.
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Durch manuelle Einstellungen, wie etwa eine Empfindlichkeit von ISO 50 bis 100 und eine kurze Verschlusszeit zwischen 1/1000 und 1/2000 Sekunden, lässt sich die automatische KI-Verarbeitung weitgehend umgehen.
Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, den „Supermoon-Modus“ in den Systemeinstellungen des Geräts vollständig zu deaktivieren. Dies stellt sicher, dass die Kamera-Software keine synthetischen Texturen über die tatsächlichen optischen Informationen legt. Der aktuelle Vorfall verdeutlicht jedoch, dass die Automatisierung in der Smartphone-Fotografie bei extremen Lichtverhältnissen weiterhin an technische und logische Grenzen stößt.

