Aktuelle Testberichte bescheinigen dem neuen Xiaomi Redmi 17 5G eine außergewöhnlich lange Akkulaufzeit sowie eine für das Budgetsegment ungewöhnlich ausdauernde Software-Unterstützung. Gleichzeitig offenbaren die Untersuchungen vom 31.10.2026 jedoch deutliche Kompromisse bei der Leistungsfähigkeit und der verbauten Hardware. Das Smartphone positioniert sich damit vor allem als zuverlässiges und langlebiges Zweitgerät.
Rekordlaufzeiten dank großem Akku
Im Zentrum der Testergebnisse steht die Ausdauer des Geräts. Ausgestattet mit einem Akku mit 7.500 mAh erreichte das Smartphone in einem praxisnahen WLAN-Test eine Laufzeit von 25:44 Stunden, was mehr als 25 Stunden entspricht. Im direkten Vergleich dazu erreicht das Samsung Galaxy A17 5G nur etwas mehr als die Hälfte beziehungsweise kaum mehr als 50 Prozent dieser Laufzeit.
Beim Aufladen unterstützt das Redmi 17 5G eine Ladeleistung von bis zu 45 Watt. Wegen der enormen Batteriekapazität dauert eine Vollladung dennoch deutlich über zwei Stunden. Über das USB-Kabel lässt sich das Smartphone zudem nutzen, um Zubehör wie Kopfhörer mit bis zu 22,5 Watt zu laden.
Ungewöhnlich langer Software-Support
Bemerkenswert für ein Gerät dieser Preisklasse ist der Update-Zeitraum. Für das Smartphone sind vier große Android-Versionsupgrades bis hin zu Android 20 sowie sechs Jahre Sicherheitspatches vorgesehen, was einer Unterstützung von 2026 bis ins Jahr 2032 entspricht.
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Allerdings werden die Sicherheitsupdates nicht monatlich, sondern in einem Rhythmus von etwa 90 Tagen verteilt. Ob dieser Zeitplan den künftigen EU-Vorgaben entspricht, hängt vom tatsächlichen Verkaufsende ab: Bei einer hypothetischen Verkaufseinstellung im Jahr 2027 würde die Update-Dauer exakt passen.
In dieser Disziplin hebt sich das Modell von direkten Mitbewerbern ab. Das Motorola Moto G47 bietet im Vergleich dazu lediglich drei Jahre an Updates.
Deutliche Abstriche bei Prozessor, Display und Kamera
Um den niedrigen Einstiegspreis zu realisieren, geht der Hersteller jedoch spürbare Hardware-Kompromisse ein. Als Prozessor dient ein Snapdragon 4 Gen 5, der in den Tests als sehr langsam eingestuft wird. Die Hardware ist primär auf Energieeffizienz ausgelegt, was bei künftigen, anspruchsvolleren Apps zu Leistungsengpässen führen dürfte.
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Zudem löst der Bildschirm lediglich mit 1.600 x 720 Pixeln auf und liefert eine mittelmäßige Helligkeit. Das Kamerasystem fiel im Test durch Treppchenbildung und ein Überstrahlen der Aufnahmen auf, was zu einer insgesamt schwachen Fotoqualität führt. Auf moderne Ausstattungsmerkmale wie eine eSIM müssen Nutzer verzichten, zudem wird die Benutzeroberfläche von Werbung begleitet.
Preislich siedelt sich das Gerät im günstigen Bereich an: Bei computeruniverse.net wird es für einen Preis von unter 200 Euro gelistet, während amazon.de rund 250 Euro aufruft.
Auf dem internationalen Markt liegt der Preis bei unter 250 US-Dollar, beispielsweise bei amazon.com für rund 222 US-Dollar. Aufgrund der Kombination aus enormer Laufzeit, schwacher Rechenleistung und langem Support eignet sich das Modell laut den Testern vor allem als langlebiges Zweithandy.

