Xiaomi-Sicherheit: Vier Funktionen sollten Nutzer sofort deaktivieren

Empfehlungen für Xiaomi-Geräte zielen auf weniger Werbung, Datenerfassung und Energieverbrauch durch Anpassungen in MIUI und HyperOS.

In einem aktuellen Fachbericht werden Nutzer von Smartphones der Marken Xiaomi, Redmi und Poco dazu aufgerufen, die Sicherheitseinstellungen ihrer Geräte kritisch zu prüfen.

Hintergrund sind Empfehlungen zur Deaktivierung von vier spezifischen Systemfunktionen, die sowohl den Datenschutz als auch die Geräteleistung beeinträchtigen können. Die Anpassungen zielen darauf ab, unerwünschte Datensammlung und Werbeeinblendungen innerhalb der Benutzeroberfläche MIUI bzw. HyperOS zu minimieren.

Kritische Systemdienste im Fokus

Die Empfehlungen betreffen primär Dienste, die tief in das Betriebssystem integriert sind. An erster Stelle steht der Dienst MSA, die Abkürzung für „MIUI System Ads“. Diese Funktion ist maßgeblich für die Einblendung von Werbebannern innerhalb der systemeigenen Anwendungen verantwortlich. Durch eine Deaktivierung dieses Dienstes lässt sich die Präsenz von Werbung in der Benutzeroberfläche deutlich reduzieren.

Ein weiterer zentraler Aspekt der Sicherheitsempfehlungen betrifft den sogenannten System Daemon. Dieser Prozess agiert im Hintergrund und ist für die Erfassung von Nutzungsdaten zuständig. Ein Fachredakteur wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Deaktivierung dieses Dienstes die Privatsphäre der Anwender schütze, da weniger Informationen über das Nutzerverhalten an den Hersteller übermittelt würden.

Tracking und Ressourcenmanagement

Zusätzlich zur Unterbindung von Systemwerbung und Datensammlung wird die Deaktivierung personalisierter Werbung nahegelegt. Hierbei handelt es sich um ein klassisches Werbe-ID-Tracking, bei dem das Nutzerverhalten analysiert wird, um maßgeschneiderte Anzeigen auszuspielen. Die Abschaltung dieser Funktion unterbindet den Zugriff auf die individuelle Werbe-ID des Geräts.

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Die vierte Empfehlung betrifft das sogenannte Hintergrundbildkarussell. Diese Funktion wechselt automatisch die Sperrbildschirmhintergründe, spielt dabei jedoch häufig gesponserte Inhalte aus. Neben dem Datenschutzaspekt hat die Deaktivierung des Karussells auch technische Vorteile: Der Dienst verbraucht im Hintergrund kontinuierlich Energie, sodass eine Abschaltung die Akkulaufzeit des Smartphones positiv beeinflussen kann.

Marktposition und Umsetzung

Die Relevanz dieser Sicherheitshinweise spiegelt sich in der Marktbedeutung des chinesischen Elektronikkonzerns wider. Laut aktuellen Erhebungen von Statista Consumer Insights festigt Xiaomi seine Position als einer der weltweit führenden Smartphone-Hersteller.

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Das Unternehmen belegt derzeit den dritten Platz im globalen Ranking, lediglich hinter den Branchengrößen Samsung und Apple. Angesichts der hohen Verbreitung der Geräte von Xiaomi sowie der Tochtermarken Redmi und Poco betreffen die Konfigurationsempfehlungen eine signifikante Anzahl von Mobilfunknutzern.

Die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen erfolgt über die Systemeinstellungen der Geräte sowie teilweise über den Google Play Store. Ein Fachautor stellte hierzu detaillierte Anleitungen bereit, die beschreiben, wie Nutzer in den Untermenüs für Autorisierung und Widerruf sowie in den Datenschutzeinstellungen die entsprechenden Berechtigungen entziehen können.

Diese Schritte ermöglichen es den Anwendern, eine größere Kontrolle über ihre Daten und die visuelle Gestaltung ihrer Nutzeroberfläche zurückzugewinnen.

Branchenexperten raten Besitzern entsprechender Geräte dazu, diese Anpassungen zeitnah vorzunehmen, um die Integrität ihrer persönlichen Daten zu erhöhen und die Systemressourcen effizienter zu nutzen. Die Empfehlungen unterstreichen den anhaltenden Trend zu einem bewussteren Umgang mit vorinstallierten Diensten und herstellerspezischer Software in der Mobilfunkbranche.