Xiaomi-Update: 40 Sicherheitslücken in 58 Modellen geschlossen

Xiaomi verteilt Juli-Sicherheitsupdate für 58 Modelle und behebt 40 Schwachstellen, darunter fünf kritische Lücken in HyperOS 2 und 3.

Der Technologiekonzern Xiaomi hat ein weitreichendes Sicherheitspaket für insgesamt 58 verschiedene Modelle seiner Mobilgeräte-Sparten veröffentlicht. Mit der Aktualisierung schließt das Unternehmen Ende Juli 2026 insgesamt 40 identifizierte Sicherheitslücken. Das Update adressiert eine breite Palette an Geräten der Marken Xiaomi, Redmi und POCO und wird derzeit weltweit ausgerollt.

Fokus auf Systemsicherheit ohne funktionale Änderungen

Das aktuelle Sicherheitspaket für den Juli 2026 konzentriert sich ausschließlich auf die Integrität und Stabilität der Software. Wie aus Branchenberichten hervorgeht, bringt die Aktualisierung keine visuellen Anpassungen an der Benutzeroberfläche oder neue Funktionen für die Endanwender mit sich. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der Behebung technischer Schwachstellen, von denen fünf als kritisch eingestuft werden.

Die Korrekturen betreffen wesentliche Kernkomponenten der Gerätesoftware. Den Angaben zufolge werden durch das Paket Sicherheitslücken im Linux-Kernel, im übergeordneten System-Framework sowie in verschiedenen Media-Codecs geschlossen. Damit reagiert das Unternehmen auf potenzielle Angriffsvektoren, die die Sicherheit der Nutzerdaten gefährden könnten.

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Stufenweise Verteilung und regionale Varianten

Die Verteilung des Sicherheitsupdates erfolgt stufenweise über verschiedene Regionen hinweg. Zu den Zielmärkten gehören neben Europa (EEA) auch China, Indien, Indonesien, Russland, Taiwan und die Türkei. Zudem wird eine globale Firmware-Version bereitgestellt. Das Update ist für Geräte verfügbar, die bereits mit den Betriebssystem-Versionen HyperOS 2 oder HyperOS 3 betrieben werden.

Bei der Verteilung zeigen sich regionale Unterschiede in der Versionsführung. So erhalte das Modell Xiaomi 13T in der europäischen EEA-Region ein HyperOS-2-Build, während für dasselbe Modell in Indonesien ein Build auf Basis von HyperOS 3 zur Verfügung gestellt werde. Das Flaggschiff-Modell Xiaomi 14 Ultra werde in insgesamt sechs Regionen mit dem Patch versorgt. Auch Mittelklasse-Geräte wie das POCO X7, für das eine Verteilung in sieben Regionen vorgesehen ist, sind Teil der Aktualisierungswelle.

Spezifische Build-Versionen für Tablets und Smartphones

Neben Smartphones erhalten auch mehrere Tablet-Modelle die neuen Sicherheits-Patches. Das REDMI Pad SE 8.7 Wi-Fi gehört laut Branchenberichten zu den ersten Geräten, für die das europäische EEA-Build mit der Bezeichnung OS3.0.302.0.WHXEUXM bereitsteht. Für das Redmi Pad Pro wird die globale Version OS3.0.302.0.WNSMIXM ausgerollt.

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Im Smartphone-Bereich steht für das Redmi Note 13 Pro 4G nun global das Build OS3.0.304.0.WFOMIXM zur Installation bereit. Nutzer können die Verfügbarkeit des Updates manuell prüfen, indem sie in den Geräteeinstellungen den Pfad über den Menüpunkt „Über das Telefon“ zum Bereich „HyperOS“ wählen.

Hinweise zur Firmware-Kompatibilität

Im Kontext der Verteilung wird auf die strikte Trennung der regionalen Firmware-Varianten hingewiesen. Experten betonen, dass die unterschiedlichen Versionen nicht ohne Weiteres untereinander kompatibel sind. So könne eine globale Firmware-Version nicht ohne zusätzliche technische Zwischenschritte über eine bestehende EEA-, Indien- oder China-ROM installiert werden. Nutzer sollten daher darauf achten, dass die installierte Build-Nummer zur jeweiligen regionalen Kennung ihres Geräts passt, um Komplikationen beim Update-Prozess zu vermeiden.