XMG erhöht Laptop-Preise: SCHENKER KEY 18 Pro kostet 300 Euro mehr

XMG verteuert viele Laptops wegen stark gestiegener Bauteilkosten; einzelne Serien bleiben ausgenommen, während das Unternehmen mit Engpässen und längeren Lieferzeiten rechnet.

Der deutsche Hardware-Anbieter XMG hat zum 18. September 2026 eine umfassende Preisanpassung für sein Laptop-Portfolio im hauseigenen bestware-Shop vorgenommen. Wie das Unternehmen mitteilte, verteuern sich die meisten betroffenen Modelle um Beträge zwischen 100 Euro und 150 Euro. Besonders deutlich fällt der Preissprung beim SCHENKER KEY 18 Pro aus, der ab diesem Datum für 300 Euro mehr gelistet wird.

Massive Kostensteigerungen bei Schlüsselkomponenten

Als primären Grund für die notwendigen Preisanpassungen nennt XMG die extreme Entwicklung auf dem Beschaffungsmarkt für Arbeitsspeicher. Den Angaben zufolge liegen die Einkaufskosten für marktübliche DDR5-SO-DIMM-Module inzwischen fast sechsmal so hoch wie noch im Juli 2025, der als Basiswert (1,0×) herangezogen wurde. Diese Kostenexplosion bei den Speichermodulen lasse sich nicht mehr durch interne Effizienzsteigerungen abfangen.

Neben den SO-DIMM-Modulen für Laptops verzeichnet XMG zudem branchenübergreifende Teuerungen bei zahlreichen weiteren Komponenten. In einer Stellungnahme verwies das Unternehmen darauf, dass auch die Preise für Desktop-DDR5-RAM, SSDs, Prozessoren (CPUs) und Grafikeinheiten (GPUs) angezogen haben.

Zusätzlich belasteten gestiegene Kosten für Grafikspeicher (GDDR7), Platinen, allgemeine Elektronikbauteile sowie deutlich höhere Tarife für die Luftfracht die Kalkulation.

Auswirkungen auf High-End-Konfigurationen und Ausnahmen

Besonders Käufer leistungsstarker Gaming- und Workstation-Laptops sind von den Anpassungen betroffen. Wer sich für ein Upgrade auf eine RTX-5090-Laptop-Grafikkarte entscheidet, muss sowohl beim XMG NEO 16 als auch beim SCHENKER KEY 18 Pro mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 120 Euro rechnen.

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Die Einkaufskosten für DDR5-Speichermodule liegen inzwischen fast sechsmal so hoch wie im Juli 2025 — viele Gaming-Laptops werden deshalb um 100 bis 300 Euro teurer. Wer jetzt kauft, sollte wissen, welche Modelle noch stabil bleiben und wo sich Warten lohnt. Jetzt kostenlosen Kauf-Ratgeber anfordern

Dennoch bleiben einige Produktlinien von der aktuellen Teuerungswelle verschont. Laut den veröffentlichten Preislisten sind die Modelle der Serien XMG EVO sowie die Schenker-Modellreihen CONNECT, ELEMENT und WORK von den Erhöhungen ausgenommen.

Überraschenderweise meldeten Branchenbeobachter für spezifische Konfigurationen sogar leichte Preisnachlässe: Das XMG APEX 17 (M25) sowie das FUSION 16 (M25), jeweils ausgestattet mit einer RTX 5070, wurden im Zuge der Umstellung um 35 Euro bis 50 Euro günstiger.

Marktumfeld und düstere Prognosen für die Lieferkette

Die angespannte Lage bei den Komponentenpreisen wird durch aktuelle Marktdaten untermauert. Einem Bericht zum deutschen DDR5-RAM-Preisindex vom 21. September 2026 zufolge kletterte der Index nach einem monatlichen Anstieg um 12 % auf einen Gesamtwert von 544 %.

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Nicht nur die Preise steigen: Der Hersteller warnt zusätzlich vor längeren Lieferzeiten und Engpässen bei bestimmten Modellen. Wer sein Wunschgerät noch zum alten Preis sichern will, braucht einen klaren Plan statt Panik-Kauf. Checkliste jetzt kostenlos sichern

Wie rasant die Entwicklung verläuft, zeigt das Beispiel eines gängigen DDR5-6400-Kits mit 2 × 16 GB, das sich innerhalb von nur 30 Tagen um 103 % verteuerte.

Für die nähere Zukunft zeigt sich XMG pessimistisch. Das Unternehmen gab an, mittelfristig nicht mit einem anhaltenden Rückgang der Komponentenpreise zu rechnen. Vielmehr warnt der Hersteller vor einer weiteren Verschärfung der Situation. Kunden müssten sich unter Umständen auf längere Lieferzeiten und potenzielle Engpässe bei bestimmten Modellen einstellen, da die Verfügbarkeit wichtiger Bauteile am Weltmarkt weiterhin prekär bleibe.