Las Vegas – Der chinesische Hersteller xTool vollzieht auf der CES 2026 einen strategischen Pivot: Vom Hardware-Produzenten zum KI-gesteuerten Plattformanbieter. Kern der Neuausrichtung ist xTool AImake, eine Software, die als erster „KI-Bastelpartner“ physische Fertigungsgrenzen versteht.
Die Ankündigung fällt in eine entscheidende Woche für das Shenzhener Unternehmen. Nur Tage zuvor reichte die Muttergesellschaft die Unterlagen für einen Börsengang in Hongkong ein. Parallel präsentierte xTool das Flaggschiff xTool P3 und seinen ersten Desktop-UV-Drucker.
AImake: Wenn die KI das Material kennt
Generative KI hat die digitale Bilderschaffung revolutioniert, doch zwischen Pixel und Produkt klaffte bislang eine Lücke. xTool AImake soll sie schließen. Im Gegensatz zu generischen Bildgeneratoren besitzt die Software ein „Fertigungsbewusstsein“. Sie versteht Materialien, Maschinenkapazitäten und Herstellungsprozesse.
Integriert in die xTool Studio Software agiert der Agent als technischer Co-Pilot. Nutzer können per Konversation oder Bildvorgabe Designs generieren lassen, die bereits für bestimmte Hardware optimiert sind. Erkennt die KI etwa, dass ein Design für Laser-Gravur auf Walnussholz gedacht ist, passt sie Linienstärke und Vektorpfade automatisch an. Das System automatisiert zudem aufwändige Vorbereitungsschritte und kann die Datei-Erstellung von Stunden auf Sekunden reduzieren.
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Hardware-Intelligenz: Der selbstdenkende Laser
Den Software-Sprung begleitet das neue Flaggschiff xTool P3. Der 80-Watt-CO₂-Lasercutter, ausgezeichnet mit einem CES Innovation Award, setzt nicht auf pure Mechanik, sondern auf Intelligenz.
Sein „Automated Creation System“ nutzt Dual-Kameras für eine Live-Vorschau des gesamten Arbeitsbereichs und LiDAR für den Autofokus. Die Sensoren erkennen Materialien und justieren die Höhe automatisch. Für Gewerbetreibende bietet die Maschine Stapelverarbeitung und eine „Auto-Nesting“-Funktion, die den Materialverschnitt minimiert.
Einen Ausblick gab es auch auf den ersten Desktop-UV-Drucker für das zweite Quartal 2026. Das Gerät soll als „Alles-Drucker“ volle Farbgrafiken auf zylindrische und unregelmäßige Oberflächen bringen.
Börsengang und Marktmacht im Hintergrund
Die Messe-Show folgt einem finanziellen Meilenstein. Am 1. Januar 2026 reichte xTools Muttergesellschaft die Börsenzulassung in Hongkong ein. Dem voraus ging eine Series-D-Finanzierungsrunde über rund 185 Millionen Euro, angeführt vom Tech-Giganten Tencent.
Die Zahlen aus den Börsenunterlagen sind beeindruckend: xTool hielt Ende 2025 einen Marktanteil von 47% im Segment der Laser-Graviergeräte. Der Umsatz wuchs zwischen 2023 und 2024 um 70%. Das Unternehmen, einst im Bildungsrobotik-Sektor unterwegs, erzielt heute 97% seines Umsatzes im Ausland, vor allem in Europa und Nordamerika.
Die Maker-Economy wird erwachsen
Die Einführung von AImake markiert eine neue Reifephase der „Maker-Economy“. Frühe Desktop-Fertigungswerkzeuge verlangten den Nutzern technisches Know-how ab. Indem xTool diese Hürden einer KI überträgt, senkt es die Einstiegsschwelle für „Mikro-Fertigung“ deutlich.
Analysten sehen hier Parallelen zur Software-Entwicklung, wo KI-Copilots Routineaufgaben übernehmen. Für die Kreativ-Hardware-Branche verschiebt sich der Wert weg von reinen Maschinenspezifikationen hin zur Workflow-Effizienz und Software-Intelligenz.
Mit dem erwarteten Kapital aus dem Börsengang will xTool die KI-Modelle weiterentwickeln und die Lieferkette ausbauen. In einem globalen Markt für persönliche Kreativwerkzeuge, der bis 2030 auf fast 37 Milliarden Euro geschätzt wird, könnte das Unternehmen mit seiner KI-Strategie eine führende Rolle einnehmen.
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