Yamaha erweitert sein Ökosystem für Kreative mit einem hybriden USB-Controller, der Musikproduktion und Livestreaming vereint. Das Gerät debütiert diese Woche auf der NAMM Show.
Brücke zwischen Hardware und Software
Der CC1 USB-Controller markiert eine strategische Neuausrichtung bei Yamaha. Er zielt nicht nur auf Musikproduzenten, sondern explizit auch auf Livestreamer und Content-Creator ab. Während klassische Controller oft reine DAW-Steuerung bieten, soll das neue Modell beide Welten verbinden.
Herzstück des Geräts ist ein 100 mm großer, motorisierter und berührungsempfindlicher Fader – ein lang ersehntes Feature für Nutzer älterer Steinberg-Hardware. Die eigentliche Innovation sitzt jedoch darüber: Eine Bank aus 12 individuell belegbaren LCD-Tasten, betrieben mit Technologie von Elgato Stream Deck. Diese ermöglichen es, Apps zu starten, Szenen in OBS Studio zu wechseln oder komplexe Makros auszuführen – mit direktem visuellem Feedback auf dem Controller.
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Die Kooperation mit Elgato, einer Marke von Corsair Gaming, adressiert einen wachsenden Bedarf. Immer mehr Kreative benötigen ein einheitliches Steuerpult für ihre multitasking-lastige Arbeit. Der CC1 konsolidiert diese Funktionen in einem kompakten Gerät und erspart so ein Gewirr aus separaten Mischpulten und Streaming-Decks.
Technische Spezifikationen und Integration
Laut den Mitte Januar veröffentlichten Spezifikationen unterstützt der CC1 eine breite Palette an Standard-Software. Die tiefe Integration funktioniert out-of-the-box mit Steinbergs Cubase und Nuendo sowie mit Avid Pro Tools. Vier Multifunktions-Regler und ein sogenannter „AI-Knob“ ergänzen das Setup. Letzterer übernimmt eine bewährte Funktion aus dem populären CC121: Er passt den Parameter an, über dem der Mauszeiger gerade schwebt.
Die Integration geht über simples MIDI-Mapping hinaus. Mit der mitgelieferten PC-Software lassen sich die LCD-Tasten auch für Betriebssystemfunktionen und Drittanbieter-Apps konfigurieren. Diese Flexibilität ist besonders für Streamer entscheidend, die während einer Sendung Audiopegel regeln, Soundeffekte triggern und Kameraperspektiven wechseln müssen.
Erste Eindrücke von der NAMM zeigen eine Verarbeitungsqualität, die Yamahas professionellen Audio-Standards entspricht. Der motorisierte Fader bietet eine 10-Bit-Auflösung für präzise Automatisierungen. Der Anschluss erfolgt via USB-C für Kompatibilität mit modernen Mac- und PC-Systemen.
Offensive für das „True Sound“-Ökosystem
Der CC1 ist Teil einer breiteren Produktoffensive, die Yamaha zu Monatsbeginn startete. Parallel stellte das Unternehmen die MGX-Serie digitaler Mischpulte und die URX-Serie von Audio-Interfaces vor.
Die MGX-Mischer verbinden analoge Tradition mit digitaler Verarbeitung. Ausgewählte Modelle verfügen über eine Touchpanel-Oberfläche und integrierte HDMI-USB-Videoaufnahme. Das ermöglicht es, Audio zu mischen und Video parallel zu erfassen – ein großer Vorteil für Live-Podcasts oder Hybrid-Events.
Die URX-Interfaces bedienen den mittleren Marktsegment mit 32-Bit/192-kHz-Auflösung und Onboard-DSP-Effekten. Auch hier betont das Topmodell URX44V mit Video-Capture-Funktion Yamahas Fokus auf den „audiovisuellen“ Creator.
Preston Gray, Marketing-Direktor für Professional Audio bei Yamaha, betonte bei der Vorstellung am 15. Januar, dass die digitalen Features kein Selbstzweck seien. Im Mittelpunkt stünden praktische Werkzeuge für bessere Performances. Die parallele Einführung dieser drei Produktlinien verfolgt eine klare Strategie: Yamaha will die gesamte Signal-Kette im Setup eines modernen Creators abdecken – vom Mikrofon-Eingang am URX-Interface bis zur taktilen Steuerung am CC1.
Marktposition und Verfügbarkeit
Mit dem CC1 tritt Yamaha in direkte Konkurrenz zu etablierten Playern wie SSL, PreSonus und Loupedeck. Analysten sehen den entscheidenden Vorteil jedoch in der nativen Integration der Elgato Stream-Deck-Technologie. Yamaha nutzt damit ein bestehendes Ökosystem von Plugins und umgeht so die Falle proprietärer Software-Inseln, die den Nutzen vieler Hardware-Controller oft einschränken.
Der Preis liegt bei etwa 399,99 US-Dollar. Die Auslieferung an autorisierte Händler hat bereits begonnen. Die NAMM Show, die noch bis zum 24. Januar läuft, bietet der globalen Pro-Audio-Community die erste Gelegenheit, das Responsiveness und die Software-Stabilität des Geräts live zu testen.
Ausblick: Fernsteuerung für das gesamte System
Yamaha kündigte an, die Fähigkeiten des CC1 durch Firmware- und Software-Updates zu erweitern. Geplant ist unter anderem, die neuen MGX- und URX-Hardware direkt vom CC1 aus steuern zu können. Das würde den Controller effektiv zur Fernbedienung für das gesamte Audio-System machen.
Da die Grenzen zwischen Musikproduktion, Livestreaming und Videobearbeitung zunehmend verschwimmen, könnten vielseitige Tools wie der CC1 zum Standard in Homestudios werden. Der Blick richtet sich nun auf die NAMM, um zu sehen, wie die kreative Community diesen hybriden Controller annimmt.
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