YouTube: Ask YouTube bringt KI-Videosuche für Premium-Nutzer

YouTube führt KI-Videosuche ein und kennzeichnet synthetische Inhalte. Google-Suche erhält personalisierte Quellen und neue Datenschutzoptionen.

Google und seine Tochter YouTube haben diese Woche eine Reihe bedeutender KI-Neuerungen eingeführt. Die Updates reichen von einer revolutionären Videosuche bis zur verpflichtenden Kennzeichnung synthetischer Inhalte.

Seit dem 27. Mai 2025 rollt der Konzern die Neuerungen aus, die das Gemini-KI-Ökosystem tiefer in die Kernplattformen integrieren. Besonders YouTube-Nutzer dürften die Veränderungen sofort spüren.

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„Ask YouTube“: Die intelligente Videosuche

YouTube Premium-Abonnenten in den USA können ab sofort auf ein neues KI-Tool zugreifen: „Ask YouTube“ erlaubt komplexe Fragen in natürlicher Sprache. Die KI durchsucht Videos und Shorts und liefert strukturierte Antworten. Ein weltweiter Rollout ist bereits in Planung.

Für Content-Ersteller hält die Plattform ebenfalls Neuerungen bereit. Mit „Gemini Omni“ lassen sich Shorts per Texteingabe remixen. Die KI-generierten Clips dauern maximal zehn Sekunden und verlinken automatisch auf den ursprünglichen Urheber. Zudem führt YouTube eine neue Metrik „Unique Reach“ ein, die speziell das gemeinsame Fernsehen auf Connected TVs erfasst.

Pflicht-Kennzeichnung für KI-Inhalte

Ab sofort kennzeichnet YouTube KI-generierte Videos deutlich sichtbar. Bei langen Formaten erscheint der Hinweis direkt unter dem Player, bei Shorts als Overlay. Betroffen sind Inhalte mit „erheblichem fotorealistischem KI-Anteil“.

Die Kennzeichnung ist dauerhaft, wenn die Inhalte mit YouTubes eigenen KI-Tools wie Veo oder Dream Screen erstellt wurden – oder wenn die Datei C2PA-Metadaten enthält. Wichtig: Die Labels haben keine Auswirkungen auf Monetarisierung oder Empfehlungen. Zusätzlich erhalten Journalisten und politische Organisationen erweiterten Zugang zu KI-basierten Ähnlichkeitserkennungs-Tools, um unbefugte Nutzung von Gesichtern oder Stimmen zu identifizieren.

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Google-Suche: Personalisierung und Privatsphäre

Auch die Google-Suche bekommt ein Update. Die neue Funktion „Bevorzugte Quellen“ hebt ausgewählte Websites in den KI-Übersichten und im KI-Modus mit einem Badge hervor. Über 345.000 Quellen haben Nutzer bereits favorisiert. Google kündigt an, dass diese Präferenzen künftig als Ranking-Signal dienen sollen.

Die Datenschutzeinstellungen wurden überarbeitet: Nutzer können jetzt „Suchdienste-Verlauf“ und „Personalisierte Empfehlungen“ getrennt verwalten. Der neue „Suchdienste-Verlauf“ bündelt Daten aus Suche, Maps, Shopping und Lens und ersetzt Teile der bisherigen Web- & App-Aktivitäten.

Marktentwicklung: Gemini holt auf

CEO Sundar Pichai skizzierte kürzlich die Vision der „Gemini Spark“-Agenten-Plattform. Sein Szenario: Die klassische Suchleiste verschmilzt mit intelligenten Assistenten. Zwar räumt Pichai ein, dass KI-Übersichten bei subjektiven Fragen noch verbessert werden müssen, betont aber das Bekenntnis zu Web-Publishern. Künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) hält er für absehbar.

Die Marktzahlen geben Pichai recht: Im März 2025 erreichte Gemini einen Marktanteil von rund 25,46 Prozent bei den eindeutigen Besuchern. Der Rivale ChatGPT fiel im selben Zeitraum auf 56,72 Prozent. Seit Ende April ersetzt Gemini zudem den Google Assistant in Fahrzeugen von Volvo, Polestar und GM.

KI-Müdigkeit? Datenschutz-Alternativen boomen

Doch die aggressive KI-Integration stößt nicht überall auf Gegenliebe. Nach den jüngsten Branchen-Präsentationen verzeichnete die datenschutzorientierte Suchmaschine DuckDuckGo einen wöchentlichen Anstieg der iOS-App-Installationen um 33 Prozent in den USA. Auch die „No AI“-Suchseite von DuckDuckGo legte um knapp 28 Prozent zu. Ein wachsender Teil der Nutzer sucht offenbar aktiv nach Alternativen zur KI-gesteuerten Suche.