Neue Software-Updates und spezialisierte Anwendungen machen das Gerät zunehmend zur echten Desktop-Alternative.
ZBrush für iPad: 90 Millionen Polygone auf dem Tablet
Am 22. Juni 2026 erschien mit ZBrush for iPad eine der wichtigsten 3D-Anwendungen überhaupt im App Store. Die Software nutzt die volle Leistung des M4-Chips und unterstützt Modelle mit bis zu 90 Millionen Polygonen – eine Größenordnung, die bis vor kurzem nur leistungsstarken Workstations vorbehalten war.
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In Kombination mit dem Apple Pencil Pro und dessen hoher Druckempfindlichkeit können Designer nun direkt auf dem Tablet feinste Details modellieren. Voraussetzung ist iPadOS 17.0 oder neuer. Die App ist im Abo-Modell erhältlich, eine abgespeckte Gratisversion steht ebenfalls bereit.
Mavis Studio: Das mobile Videostudio wird professioneller
Auch im Videobereich macht das iPad Pro M4 Boden gut. Ebenfalls am 22. Juni erhielt Mavis Studio ein umfangreiches Update. Neu an Bord: ein NDI-Preview-Modus und die direkte Steuerung von PTZ-Kameras (Schwenken/Neigen/Zoomen) vom iPad aus.
Die Software unterstützt jetzt zudem USB-Audio-Interfaces mit bis zu vier Kanälen sowie 3D-Layouts. Damit wird das Tablet zum vollwertigen mobilen Produktionshub. Die Funktionen sind gestaffelt – über monatliche oder jährliche Abos lassen sich Wasserzeichen entfernen und der volle NDI-Zugriff freischalten.
Hardware, die keine Kompromisse macht
Die Basis für diese Leistungssprünge liefert die Hardware. Das 13-Zoll-Modell des iPad Pro M4 – ursprünglich Mitte 2024 vorgestellt – bietet ein Ultra Retina Tandem OLED-Display mit 2064×2752 Pixeln und 120 Hertz Bildwiederholrate. Die Spitzenhelligkeit von 1.600 Nits ist entscheidend für die HDR-Farbkorrektur und professionelle Fotobearbeitung.
Der M4-Chip ist in zwei Varianten erhältlich: mit 9 oder 10 CPU-Kernen und einheitlichem Arbeitsspeicher von 8 oder 16 Gigabyte. Der Speicher reicht von 256 GB bis zu satten 2 TB. Laut einer Statista-Prognose aus dem Jahr 2026 nutzen bereits 62 Prozent aller iPad-Pro-Besitzer ihr Gerät täglich mehr als vier Stunden für berufliche Zwecke.
iPadOS 27: Der Laptop rückt näher
Mit iPadOS 27, das im Juni 2026 erschien, schließt Apple die Lücke zwischen Tablet und Laptop weiter. Eine permanente Menüleiste und verbesserte Slide-Over-Multitasking-Funktionen sollen den professionellen Workflow spürbar erleichtern.
Doch die Zukunft hat noch höhere Anforderungen. Die Beta-Dokumentation zu iOS 27, die am 22. Juni veröffentlicht wurde, zeigt: Fortschrittliche KI-Diktierfunktionen auf Basis des AFM-3-Core-Modells benötigen zwingend einen M4-Chip oder neuer – und mindestens 12 Gigabyte RAM. Das bedeutet: Wer künftig von den neuesten KI-Features in Design- und Produktivitäts-Apps profitieren will, sollte zu den höheren Speicherkonfigurationen greifen.
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Der Markt zieht weiter: M5 und iPad Air als Alternativen
Während der M4 für viele Kreative die erste Wahl bleibt, ist die nächste Generation bereits am Start. Das iPad Pro M5 mit 256 GB Speicher wurde am 22. Juni zu reduzierten Preisen umgerechnet rund 840 Euro gesichtet. Es bringt einen M5-Chip mit Neural Accelerators, 16 GB Arbeitsspeicher und Wi-Fi 7 über den hauseigenen Apple-N1-Chip mit.
Für alle, die etwas sparsamer unterwegs sind oder ein leichteres Gerät suchen, bietet sich das iPad Air M4 an. Seit Frühjahr 2026 auf dem Markt, liefert es bis zu 30 Prozent mehr Leistung als die Vorgänger mit M3-Chip. Auch hier sind Apple Pencil Pro und 12 GB Arbeitsspeicher an Bord – einzig das Tandem-OLED-Display der Pro-Reihe fehlt.

