Das Software-Start-up Zenzap hat seinen Start aus dem Stealth-Modus bekannt gegeben und eine kumulierte Finanzierung von insgesamt 44 Millionen US-Dollar für seine kollaborative Plattform für künstliche Intelligenz vorgelegt.
Das Herzstück der jüngsten Kapitalaufnahme bildet eine Series-A-Runde über 33 Millionen US-Dollar, die gemeinsam von Bessemer Venture Partners und Lightspeed Venture Partners angeführt wurde. Zudem beteiligte sich der Investor The Garage an der Finanzierung. Angaben zu einer aktuellen Unternehmensbewertung wurden dabei nicht veröffentlicht.
Zenzap wurde 2022 von Guy Weiss, Jonatan Bien und Noam Neumann gegründet. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 45 Mitarbeiter an Standorten in Tel Aviv, den USA sowie in Europa. Die frischen Mittel sollen vor allem in den Ausbau der Entwicklungs-, Produkt-, Forschungs- und Vertriebsteams fließen. Zudem plant das Start-up, die Weiterentwicklung der Plattform voranzutreiben und die internationale Expansion zu beschleunigen.
Integration in bestehende Teamkommunikation
Die Plattform von Zenzap bindet KI-Agenten direkt in die alltäglichen Kommunikationskanäle von Arbeitsteams ein, sowohl über Text- als auch über Sprachnachrichten. Das System verfügt über Schnittstellen zu mehr als 400 Geschäftsanwendungen, darunter etablierte Dienste wie QuickBooks, HubSpot, Procore und Deputy.
Ein wesentliches Merkmal der Technologie ist die einfache Handhabung: Nutzer können nach Unternehmensangaben ohne Programmierkenntnisse in weniger als 90 Sekunden eigene Agenten aufsetzen.
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Nach Angaben des Unternehmens haben Kunden bereits mehr als 40.000 automatisierte Arbeitsabläufe auf der Plattform eingerichtet. Bei einem Rollout an Bestandskunden nutzten zwei Wochen nach der Bereitstellung 60 Prozent der Anwender, die einen Agenten aktiviert hatten, diesen täglich.
Die Aktivität der Agenten wuchs in diesem zweiwöchigen Zeitraum um etwa das 20-Fache. Als konkretes Anwendungsbeispiel nennt das Unternehmen eine medizinische Klinik, die mithilfe des Systems bereits an ihrem ersten Einsatztag entgangene Zahlungen in Höhe von 1.583 US-Dollar zurückgewinnen konnte.
Einsatz in mehreren Branchen und Sicherheitsstandards
Nach eigenen Angaben verzeichnet Zenzap eine tägliche Nutzung durch Tausende Organisationen in den USA, Großbritannien und Australien. Das Spektrum reicht von kleineren Arbeitsgruppen bis hin zu Großkonzernen mit Tausenden Beschäftigten.
Zu den Branchen gehören unter anderem das Gesundheitswesen, die Gastronomie, die Hotellerie, der Einzelhandel, das Baugewerbe, Digitalagenturen und der Verteidigungssektor. In Berichten über das Start-up werden unter anderem Unternehmen wie FedEx, Dollar General, Taco Bell, Starbucks, Casey’s und Regal sowie Franchise-Standorte von IHOP und McDonald’s als Anwender genannt.
Die Nutzung moderner Softwarelösungen erfordert eine lückenlose Dokumentation aller Verarbeitungstätigkeiten, um hohe Bußgelder nach der DSGVO sicher zu vermeiden. Eine kostenlose Excel-Vorlage hilft Verantwortlichen dabei, diese Dokumentationspflicht zeitsparend und rechtssicher zu erfüllen. Gratis Muster-Vorlage für das Verarbeitungsverzeichnis herunterladen
Für den Einstieg stellt Zenzap ein kostenloses Angebot bereit, das Gruppenchats, Direktnachrichten und ein einfaches Aufgabenmanagement umfasst. Kostenpflichtige Tarife beginnen bei 51 US-Dollar pro Monat für bis zu 20 Nutzer.
Auf technischer Seite hat das Start-up das Audit für den Standard SOC 2 Type II abgeschlossen und erfüllt die Vorgaben der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (GDPR). Zudem unterstützt Zenzap die Einhaltung des US-Gesundheitsdatenschutzstandards HIPAA im Rahmen einer Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung (BAA).
Kunden können zwischen Datenresidenzen in der Europäischen Union oder den USA wählen und eigene Verschlüsselungsschlüssel verwalten (BYOK). Im Trust Center des Anbieters sind darüber hinaus Nachweise für SOC 2 Type 2, ISO/IEC 27001, GDPR und HIPAA aufgeführt.

