Zoom verwandelt seinen KI-Begleiter von einem passiven Protokollanten in einen aktiven Arbeitsmanager. Die neuen „agentischen KI“-Funktionen automatisieren Folgeaufgaben nach Meetings.
Die Videokonferenz-Plattform Zoom stellt die Weichen für die Zukunft der digitalen Zusammenarbeit. Kürzlich vorgestellte Updates für den Zoom AI Companion katapultieren das Tool in eine neue Liga: Statt nur Gespräche zusammenzufassen, soll die KI nun Bedürfnisse vorhersehen und Arbeitsabläufe eigenständig steuern. Diese Entwicklung markiert eine neue Stufe im Wettrennen um intelligente Büro-Assistenten.
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Vom Protokoll zum proaktiven Partner
Der Kern der Ankündigung sind zwei Beta-Funktionen namens „Meine Notizen“ und „Persönliche Workflows“. Sie überbrücken die Lücke zwischen Besprechung und Umsetzung. Die Tools funktionieren plattformübergreifend – egal ob Zoom-Meeting, Drittanbieter-Software oder persönliches Gespräch.
„Meine Notizen“ agiert als persönliche Wissensdatenbank. Sie erfasst Erkenntnisse aus jeder Besprechungsumgebung und bündelt sie an einem Ort. So entgehen Nutzer dem lästigen Wechsel zwischen verschiedenen Apps.
Die eigentliche Revolution steckt in „Persönliche Workflows“. Hier automatisieren Nutzer repetitive Aufgaben nach der Besprechung. Per Sprachbefehl lassen sich Aktionen einrichten: Folgetasks erstellen, Notizen verteilen oder Erinnerungen versenden. Die Beta-Funktionen sollen noch im Februar für zahlende Zoom Workplace-Kunden starten.
KI mit Kontext-Verständnis
Für diese Intelligenzsprünge erweitert Zoom die Datenquellen seines Assistenten. Die KI zapft nun auch laufende Chats in Zoom Team Chat an. Das liefert mehr Kontext für präzisere Antworten während und nach Meetings.
Zudem analysiert das System jetzt Bilder und Dokumente. Hochgeladene Charts, PDFs oder Whiteboard-Skizzen bereichern das Projektverständnis. So erstellt die KI umfassendere Zusammenfassungen und erkennt Aufgaben, die nur visuell kommuniziert wurden. Diese Integration verschiedener Datenströme macht den Assistenten zum verlässlichen Projektpartner.
Trendwende zur „agentischen KI“
Zoom positioniert sich mit den Neuerungen an der Spitze eines Branchentrends: dem Übergang von assistiver zu „agentischer KI“. Diese KI-Klasse orchestriert mehrstufige Workflows über verschiedene Systeme hinweg – und führt sie aus.
Ein weiteres Signal dieser Strategie ist der Virtual Agent 3.0, einen Tag später vorgestellt. Dieser Kundenservice-Assistent löst Probleme end-to-end. Er verbindet sich mit CRM-, Abrechnungs- und Bestellsystemen, um komplexe Tasks ohne menschliches Zutun zu erledigen.
Der Wettbewerb schläft nicht. Microsoft rollt 2026 kontinuierlich neue KI-Funktionen für Copilot in Teams aus. Die KI analysiert Bildschirminhalte und erstellt smarte Chat-Zusammenfassungen. Google integriert Gemini tiefer in Google Meet – mit Transkription und jetzt sogar Live-Audio-Übersetzung.
Trotz automatisierter Workflows bleibt die effiziente Organisation der dabei entstehenden Dokumente und digitalen Ablagen eine zentrale Herausforderung im Büroalltag. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Experten-Report, wie Sie Ihre Büroorganisation optimieren und das digitale Dokumentenmanagement perfektionieren. Nie wieder wichtige Dokumente suchen: So digitalisieren Sie Ihre Ablage richtig
Die Zukunft automatischer Workflows
Die proaktiven Fähigkeiten von Tools wie dem Zoom AI Companion weisen in eine Zukunft mit weniger administrativer Reibung. KI-Assistenten entwickeln sich vom Protokollanten zum Produktivitätspartner. Der Fokus verschiebt sich: vom Dokumentieren des Gesagten zum aktiven Management der daraus resultierenden Arbeit.
Für Unternehmen sind die Konsequenzen erheblich. Automatisierte Follow-ups beschleunigen Projektzeitpläne, stellen sicher, dass wichtige Aufgaben nicht vergessen werden, und schaffen Freiraum für strategischere Tätigkeiten. Je mehr diese KI-Tools aus Nutzerverhalten lernen und sich mit Unternehmenssoftware verzahnen, desto näher rückt die Vision eines wirklich intelligenten Arbeitsplatzes. Eine Welt, in der die KI nicht nur mitschreibt, sondern aktiv mit anpackt.





