Zoom setzt mit 60fps-Video neue Maßstäbe

Zoom erweitert sein Angebot mit einem Premium-Add-on für 60fps-Streaming, das virtuelle Meetings für professionelle Anwender deutlich lebensechter gestaltet und Teil einer umfassenden KI-Strategie ist.

Zoom führt ein Premium-Add-on für 60fps-Videostreaming ein und zielt damit auf professionelle Anwender in Design, Medizin und Medien. Das „Enhanced Media“-Paket soll virtuelle Meetings deutlich lebensechter machen und ist Teil einer umfassenden KI-Strategie des Unternehmens.

Broadcast-Qualität für den Meeting-Raum

Der Kern des neuen Angebots ist die Verdopplung der üblichen Bildrate auf 60 Bilder pro Sekunde. Das Ergebnis: deutlich flüssigere Bewegungen, weniger Motion Blur und eine gesteigerte Präsenz in Videocalls. Für viele Branchen ist das ein Quantensprung. Kreativteams können Animationen ohne Ruckler begutachten, und in der Telemedizin gewinnt die visuelle Detailtreue an Bedeutung.

Zusätzlich zur höheren Bildrate verspricht das Add-on eine gesteigerte Bitrate für schärfere Details und bessere Farbwiedergabe. Beim Content-Sharing sind nun 1080p-Auflösung bei 60fps möglich – ideal für komplexe Designs oder Videos. Ein „High-Bandwidth-Mode“ soll zudem mehrere HD-Streams gleichzeitig stabil halten, selbst in großen Besprechungen.

Anzeige

Passend zum Thema KI‑Updates: Die EU‑KI‑Verordnung ist seit August 2024 in Kraft und stellt Unternehmen vor neue Pflichten – von Risikoklassifizierung bis zur ausführlichen Dokumentation. Wenn Ihr Team agentenbasierte KI‑Funktionen oder verbesserte Medien-Features einsetzt, sollten Sie die Anforderungen und Fristen kennen. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Schritte jetzt nötig sind, damit Ihre KI‑Integration rechtskonform bleibt. Jetzt kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden herunterladen

Angriff auf professionelle Nischen

Mit dem Update durchbricht Zoom die Grenzen des Standard-Videocalls. Das Unternehmen adressiert gezielt hochwertige Medienformate und spezialisierte Workflows. Virtuelle Produktpräsentationen, Trainings oder Vorstandssitzungen sollen künftig mit einer Optik auf Senderniveau überzeugen können.

Die Strategie ist klar: Zoom will nicht nur das Tool für den Alltags-Call bleiben, sondern sich als professionelle Broadcast-Plattform etablieren. Die flüssigeren Bilder reduzieren die kognitive Last für die Zuschauer und machen Kommunikation effektiver. Für Konkurrenten wie Microsoft Teams oder Google Meet bedeutet das neuen Druck, nachzuziehen.

Teil einer umfassenden KI-Offensive

Das Medien-Add-on ist kein Einzelprojekt. Es erscheint parallel zu einer Serie von KI-Updates für Zoom Spaces. Diese sollen physische Büros in „intelligente“ Arbeitsumgebungen verwandeln. Eine agentenbasierte KI könnte etwa automatisch freie Besprechungsräume vorschlagen, um Konflikte zu vermeiden.

Zoom verfolgt damit eine Zwei-Säulen-Strategie: Einerseits verbessert das Unternehmen die Kerntechnologie mit Updates wie der höheren Videoqualität. Andererseits baut es eine KI-gesteuerte Plattform für die hybride Arbeitswelt von morgen. Gleichzeitig erweitert Zoom die Interoperabilität – die native Integration in bestimmte Cisco-Hardware und eine Partnerschaft mit dem Live-Produktionsspezialisten Vizrt zeigen die Ambitionen im Enterprise-Bereich.

Wird 60fps zum neuen Standard?

Die Einführung setzt ein Signal für die gesamte Branche. In einer Zeit, in der hybride Arbeit zum Dauerzustand wird, steigen die Erwartungen an digitale Tools. Die Lücke zwischen virtuellem und persönlichem Austausch soll immer kleiner werden.

Langfristig könnte 60fps vom Premium-Feature zum neuen Mindeststandard werden. Für Unternehmen eröffnet die höhere Qualität neue Möglichkeiten in Training, Zusammenarbeit und internen Kommunikation. Zooms Fokus auf spezialisierte, leistungsstarke Tools zeigt: Die Zukunft der Kollaboration wird immersiver, detailreicher und immer näher an der Realität sein.

Anzeige

Übrigens: Viele Unternehmen unterschätzen die Übergangsfristen der KI‑Verordnung – das kann schnell zu Haftungsrisiken führen, wenn KI‑Systeme in Produktivumgebungen laufen. Dieser kompakte Gratis‑Guide fasst Kennzeichnungs- und Dokumentationspflichten sowie die wichtigsten To‑dos zusammen, damit Sie Zoom‑Integrationen und andere KI‑Funktionen rechtskonform betreiben. Praktische Checklisten erleichtern die Umsetzung im Alltag. Hier KI-Umsetzungsleitfaden sichern