Zoom setzt mit KI-Notizen auf universelle Meeting-Protokollierung

Zoom erweitert seinen KI-Assistenten um eine intelligente Notizfunktion, die automatisch Gespräche transkribiert und Aufgaben erkennt – auch außerhalb der eigenen Plattform.

Zoom erweitert seinen KI-Assistenten um eine intelligente Protokollfunktion, die auch Gespräche außerhalb der Plattform erfasst. Das Feature „My Notes“ soll die manuelle Nacharbeit nach Meetings überflüssig machen und markiert einen weiteren Schritt des Video-Pioniers hin zur KI-gesteuerten Arbeitsplatzplattform.

Die neue Funktion ersetzt die bisherige Notiz-Option und wird aktuell schrittweise an alle Nutzer ausgerollt. Im Kern kombiniert sie manuelle Notizen mit automatischer Transkription durch den KI-Assistenten Zoom AI Companion. Das System erfasst dabei nicht nur Zoom-Meetings, sondern kann über das Mikrofon des Geräts auch Präsenzgespräche oder Besprechungen auf Drittplattformen mitschneiden.

Vom Gespräch zur automatisierten To-Do-Liste

Die KI erkennt automatisch, wenn eine Besprechung beginnt – selbst bei spontanen Gesprächen. Sie schlägt dann vor, eine neue Notiz zu starten. Aus dem Roh-Transkript filtert der Assistent anschließend Kernaussagen und Aufgaben heraus. Das soll den administrativen Aufwand nach Meetings deutlich reduzieren.

Anzeige

Zu viele Meetings und zu wenig Zeit fürs Wesentliche? Das kostenlose E‑Book „7 Methoden für ein effektives Zeit- und Aufgabenmanagement“ zeigt Wissensarbeiter:innen, wie sie Prioritäten setzen (Pareto, Eisenhower), den Arbeitstag in fünf Minuten planen und mit Pomodoro fokussierte Arbeitssprints etablieren – ideal, wenn Tools wie Zoom automatisch Aufgaben erzeugen. Mit praktischen Vorlagen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und sofort anwendbaren Tipps. Gratis E‑Book: 7 Zeitmanagement-Methoden herunterladen

Alle Notizen werden zentral in Zoom Hub und Zoom Docs gespeichert. Sie bilden eine Wissensdatenbank, auf die der KI-Assistent für präzisere Zusammenfassungen zurückgreifen kann. Die Bedienoberfläche wurde überarbeitet: Die Icons für KI-Funktionen sind jetzt gruppiert in der rechten oberen Ecke des Meeting-Fensters platziert.

Strategischer Schachzug im KI-Wettlauf

Mit „My Notes“ tritt Zoom direkt gegen Microsofts Copilot und Googles Duet AI an. Der Wettbewerb hat sich längst von der reinen Videoqualität hin zur intelligenten Workflow-Automatisierung verschoben. Zooms Strategie: Plattform-Übergreifend statt abgeschottet.

Die Fähigkeit, auch externe Meetings zu protokollieren, könnte zum entscheidenden Unterschied werden. Vor allem für Unternehmen, die verschiedene Kommunikationstools nutzen. Zoom positioniert seinen Assistenten so als universellen Protokollführer – unabhängig davon, wo das Gespräch stattfindet.

Die Zukunft arbeitet proaktiv

„My Notes“ ist Teil von Zooms Vision einer „agentischen KI“, die Nutzer proaktiv unterstützt. Kürzlich zeigte sich das bereits bei Zoom Spaces, wo die Software jetzt Meetingräume automatisch buchen kann.

Die nächste Evolutionsstufe ist absehbar: Die KI wird nicht nur zuhören und dokumentieren, sondern direkt Folge-E-Mails entwerfen, Tickets in Jira erstellen oder Dokumente aktualisieren. Für viele Wissensarbeiter, die im Dauer-Meeting-Marathon gefangen sind, verspricht das eine echte Produktivitätsrevolution. Die Frage ist nur: Welches Ökosystem setzt diese Vision am nahtlosesten um?

Anzeige

PS: Wenn KI-Assistenten wie Zooms „My Notes“ automatisch Folgeaufgaben erstellen, brauchen Sie ein klares System, um sie abzuarbeiten. Das kostenlose Themenheft erklärt ALPEN-, Eisenhower- und Pomodoro-Techniken und liefert Checklisten, mit denen aus automatisch erfassten Tasks echte erledigte To‑Dos werden. Perfekt für Dauer-Meeting-Marathon-Betroffene. Jetzt kostenloses Zeitmanagement-Heft sichern