Zoom startet eine umfassende Modernisierung seiner Kollaborationsplattform. Mit der Version 6.7 von Zoom Workplace führt das Unternehmen ein komplett neues Interface ein, das die Bedienung vereinfachen und alle Arbeitsabläufe in einer zentralen Hub-App bündeln soll. Das Update, das seit dem 20. Januar 2026 ausgerollt wird, markiert einen strategischen Schritt weg von der reinen Videokonferenz-App hin zu einer umfassenden, KI-gestützten Arbeitsplattform.
Redesign für intuitivere Bedienung
Der auffälligste Wandel betrifft das Erscheinungsbild. Die bisherige horizontale Navigationsleiste wurde auf die linke Seite verschoben – ein Layout, das sich an gängige Software-Standards anlehnt. Nutzer können die Tabs für „Startseite“, „Meetings“ und „Kontakte“ nun individuell anordnen oder ausblenden. Ein neues Plus-Menü bündelt zentrale Aktionen wie Meeting-Start oder Nachrichtversand an einem Ort. Die App pinnt besuchte Tabs nicht mehr automatisch an; die Kontrolle über den Arbeitsbereich liegt vollständig beim Nutzer.
Vereinfachte Meeting-Steuerung und Host-Tools
Auch innerhalb von Meetings hat sich viel getan. Die Steuerleiste zeigt standardmäßig nur die wesentlichen Funktionen, für eine fokussiertere Umgebung. Sie lässt sich jedoch individuell anpassen. Wichtig: Vorherige Anpassungen werden durch das Update zurückgesetzt. Für Meeting-Gastgeber wurden alle Verwaltungs-Tools in einem einzigen Panel konsolidiert. Einstellungen für virtuelle Hintergründe, Filter, Audio und Untertitel sind nun gebündelt erreichbar – ein Konsistenz-Versprechen, das auch die Mobile-App einhält.
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Chat wird klarer, Gruppenchats einfacher
Die Kommunikations-Tools wurden überarbeitet. Der Tab für „Direktnachrichten“ heißt nun schlicht „Chats“. Der separate „Dateien“-Tab wurde entfernt; geteilte Dateien sind weiterhin über die Suche oder im Konversationsverlauf auffindbar. Gruppenchats verhalten sich jetzt wie einfache Mehrpersonen-Unterhaltungen – ohne festen Besitzer und ohne Löschfunktion. Die „Fortlaufende Meeting-Unterhaltung“ wurde praktischer: Externe Teilnehmer lassen sich mit einem Klick hinzufügen. Neu sind auch Erwähnungsgruppen und dedizierte E-Mail-Adressen für diese Chats.
Strategie: Zoom als zentrale Arbeitsplattform
Das Update ist eine klare Ansage im Wettbewerb mit Microsoft Teams und Google Workspace. Zoom will die Reibungsverluste beim Wechsel zwischen Meetings, Chat, Anrufen und Whiteboards minimieren. Die Integration der KI Companion-Features, die Zusammenfassungen liefert oder Nachrichten entwirft, ist zentral für diese Produktivitäts-Offensive. Die Branche beobachtet: Im anhaltenden Hybrid-Arbeitszeitalter steigt die Nachfrage nach integrierten Tools, die ständiges App-Wechseln überflüssig machen.
Was kommt als Nächstes?
Das Redesign ist nur ein Meilenstein in einer längeren Entwicklung. Das neu gestaltete Kontakte-Interface, derzeit für Free-Nutzer verfügbar, soll bald auch für zahlende Kunden kommen. Ein zentraler „Hub“ für die Verwaltung aller Zoom-Inhalte ist bei einigen Nutzern bereits standardmäßig aktiv und soll bis Februar 2026 für alle freigeschaltet werden. Die Roadmap verspricht tiefere Integrationen von Drittanbieter-Apps wie Jira oder Box und erweiterte Fähigkeiten für den KI Companion. Zooms Ziel ist klar: ein einfaches, leistungsstarkes und offenes Ökosystem für die digitale Zusammenarbeit zu schaffen.





