Zoom Workplace setzt auf KI-Notizen und 60-Bilder-pro-Sekunde-Video

Zoom erweitert seine Plattform mit einem KI-gesteuerten Notizassistenten und einem kostenpflichtigen Add-on für hochwertige Videoübertragungen in 60 Bildern pro Sekunde.

Zoom erweitert seine Videokonferenz-Plattform um eine clevere KI-Notizfunktion und professionelle Videoqualität. Mit der Version 6.7.5 von Zoom Workplace will der Anbieter zum zentralen, KI-gesteuerten Arbeitsplatz der Zukunft werden.

KI-Assistent „My notes“: Der persönliche digitale Protokollant

Das Herzstück des Updates ist die neue Funktion „My notes“. Sie ersetzt die alte Notizfunktion und agiert als persönlicher KI-Assistent für Besprechungen. Das System transkribiert Gespräche nicht nur aus Zoom-Meetings, sondern auch aus persönlichen Treffen und von Drittanbieter-Plattformen. So sollen Nutzer ihre gesamte Meeting-Dokumentation im Zoom-Ökosystem bündeln können.

Doch die KI geht weiter: Sie hilft beim Organisieren, Erweitern und Herausfiltern der wichtigsten Punkte aus einem Gespräch. Eine Innovation ist die automatische Spracherkennung. Sie erkennt, wann ein Meeting beginnt, und schlägt dem Nutzer proaktiv vor, eine neue Notiz zu starten. Alle so erstellten Notizen sind später in Zoom Hub und Zoom Docs abrufbar. Die Funktion wird schrittweise eingeführt und ist nicht sofort für alle verfügbar. Damit tritt Zoom direkt in Konkurrenz zu spezialisierten KI-Transkriptionsdiensten.

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„Enhanced Media“: Hochwertiges Video für Profis

Für anspruchsvolle visuelle Darstellungen führt Zoom das kostenpflichtige Add-on „Enhanced Media“ ein. Die Schlagzeile: Unterstützung für Video-Streams mit 60 Bildern pro Sekunde (fps). Das verdoppelt die bisherige Standardbildrate und sorgt für deutlich flüssigere, lebensechtere Videos. Dies ist besonders wertvoll für Präsentationen mit schnellen Bewegungen, feinen Details oder professionelle Medienproduktionen.

Das Add-on bietet weitere Verbesserungen für Profis:
* Höhere Bitraten für schärfere Details und genauere Farbwiedergabe.
* Geteilte Inhalte in 1080p bei 60 fps für extrem flüssige Präsentationen.
* „High Bandwidth Mode“ für mehrere gleichzeitige HD-Streams von Teilnehmern.
* Optimierte Videoqualität für die Wiedergabe auf 4K-Displays.

Diese Features stehen in Meetings, Zoom Rooms und Events zur Verfügung. Ihre Aktivierung hängt von einem Server-Update ab, das für den 7. Februar 2026 geplant war. Daher sind sie möglicherweise nicht sofort nach dem App-Update nutzbar.

Weitere praktische Neuerungen für große Meetings

Neben den beiden Flaggschiff-Funktionen bringt Version 6.7.5 weitere praktische Updates. Die Verwaltung großer Meetings mit über 1.000 Teilnehmern wurde verbessert: Moderatoren können nun auch dort die Videos von Teilnehmern anheften.

Ein neues „Dynamic Gallery“-Layout schneidet die Videobilder der Teilnehmer automatisch auf die Gesichter zu. Das soll den Bildschirm besser ausnutzen und für ein ansprechenderes Gruppengefühl sorgen. Technisch beendet Zoom den Support für ältere macOS-Versionen (10.13, 10.14) und einige Legacy-Linux-Distributionen.

Strategie: Zoom will zum KI-Arbeitsplatz werden

Die Einführung von „My notes“ und dem Enhanced Media-Add-on zeigt Zooms strategische Ausrichtung klar auf. Durch die tiefe Integration KI-gestützter Produktivitätstools verschärft der Anbieter den Wettbewerb mit Microsoft Teams und Google Meet, die ebenfalls auf KI-gestützte Meeting-Zusammenfassungen setzen.

Das Angebot von 60-fps-Video spricht gezielt Branchen an, für die visuelle Präzision entscheidend ist: Rundfunk, Gaming, kreative Medien oder Telemedizin. Zoom positioniert sich so nicht mehr nur als reines Kollaborationstool, sondern als Plattform für professionelle Produktionsumgebungen. Die schrittweise Einführung der Features bedeutet, dass ihre volle Wirkung erst in den kommenden Wochen sichtbar wird.

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