ZoomMate: Zoom bringt KI-Assistenten, der Meetings in Aufgaben umsetzt

Zoom startet KI-Tool ZoomMate, das Workflows direkt ausführt. Die Aktie legt um über zehn Prozent zu, erste Nutzer sparen Stunden pro Woche.

Zoom bringt mit ZoomMate einen KI-Assistenten, der Meetings in erledigte Aufgaben verwandelt.

Der US-Konzern startete am heutigen Montag sein neues Tool, das als „KI-Teamkollege“ firmiert. ZoomMate integriert sich in Unternehmenssysteme wie Salesforce, Jira, Slack und ServiceNow – und führt Workflows direkt aus. Statt nur zu protokollieren, erledigt die KI also gleich die anstehenden Aufgaben.

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Die Anleger reagierten begeistert. Die Zoom-Aktie legte um 10,84 Prozent auf 112,60 Dollar zu. Das entspricht einem Wertzuwachs von rund 3,25 Milliarden Dollar. Erste Nutzerdaten zeigen: Wer ZoomMate einsetzt, spart zwischen drei und sechs Stunden pro Woche. 72 Prozent der Anwender berichten von einem deutlichen Produktivitätsschub.

ZoomMate ist zunächst in Nordamerika verfügbar – zum Preis von 20 Dollar pro Nutzer und Monat. Eine schrittweise Einführung in Europa und Asien folgt.

Nvidia rüstet auf: Von der Fabrik bis zum PC

Nvidia treibt die KI-Offensive gleich auf mehreren Fronten voran.

Mit dem neuen „Agent Toolkit“ stellt der Chip-Riese eine Sammlung von Open-Source-Werkzeugen für „Physical AI“ bereit. Die Software erlaubt es KI-Agenten, direkt mit Nvidias Plattformen Omniverse, Isaac und Metropolis zu interagieren. Industriepartner wie Foxconn, TSMC und Siemens setzen die Tools bereits ein. Foxconn meldet eine Steigerung der Erstausbeute um drei Prozent, Pegatron verkürzte die Modelltrainingszeit um 67 Prozent.

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Für den Schreibtisch bringt Nvidia „RTX Spark“ – eine Hardware mit einer Leistung von einem Petaflop und 128 Gigabyte Arbeitsspeicher. Damit sollen KI-Agenten lokal auf dem PC laufen. Gemeinsam mit Microsoft arbeitet Nvidia an nativer Windows-Unterstützung, gesichert durch das OpenShell-Framework.

Flankiert wird das Angebot vom neuen Modell Nemotron 3 Ultra. Mit 550 Milliarden Parametern bietet es eine fünffach höhere Inferenzgeschwindigkeit bei 30 Prozent niedrigeren Kosten als sein Vorgänger.

Die Großen kaufen sich schlau

Enterprise-Software-Riesen sichern sich die Schlüsselpositionen im KI-Ökosystem.

Asana übernahm die No-Code-Plattform StackAI für rund 75 Millionen Dollar. Damit können KI-Agenten künftig direkt in ERP- und CRM-Systeme schreiben. Palo Alto Networks investierte schätzungsweise 120 bis 140 Millionen Dollar in Portkey, ein KI-Gateway für die Überwachung und Steuerung der Kommunikation zwischen Agenten.

Oracle zieht mit dem „AI Agent Studio“ nach – kostenlos für Nutzer der Fusion Apps. Die Plattform setzt auf Multi-LLM-Orchestrierung und Enterprise-Governance. Workflows in Supply Chain und Marketing lassen sich ohne Code abbilden.

Europäische Antwort: Parloa mischt vorne mit

Das Berliner KI-Startup Parloa hat sich mit einer Finanzierungsrunde von 350 Millionen Dollar in eine starke Position gebracht.

Die Bewertung des Unternehmens stieg auf drei Milliarden Dollar. SAP beteiligte sich strategisch und integrierte die Technologie in die SAP Service Cloud. Parloa gründete zudem zwei Forschungsabteilungen: „Parloa Innovation“ und „Parloa Labs“ – sie sollen sich mit Agenten-Orchestrierung und Evaluierung befassen.

Code-Agenten und No-Code-Alternativen

Auch bei der automatisierten Softwareentwicklung tut sich einiges.

xAI öffnete sein Modell Grok Build 0.1 als öffentliche Beta-API für Entwickler. Das System arbeitet nach dem „Plan-Search-Build“-Prinzip und steuert bis zu acht parallele Agenten. Mit einem Kontextfenster von 256.000 Tokens und Geschwindigkeiten von über 100 Tokens pro Sekunde zählt es zu den leistungsfähigsten offenen Modellen.

No-Code-Plattformen wie Twin positionieren sich derweil als Alternative zu Zapier und n8n. Twin bietet einen eigenen Browser-Agenten und über 5.000 Integrationen – für rund um die Uhr laufende Automatisierungen in Immobilien und Finanzen.

Und der Hermes-Agent wurde in die Abrechnungsplattform Proabono integriert. Über Composio Connect können KI-Agenten nun Kundenmanagement und DSGVO-Compliance eigenständig abwickeln. Ein weiterer Schritt in Richtung vollautomatisierter Geschäftsprozesse.