Windows 10: November-Update, was muss ich wissen?

Benutzer von Windows 10 erhalten in den kommenden Novembertagen das sogenannte Herbst-Update (Fall Update). Hier ein kurzer Überblick, was man als Computerbenutzer wissen sollte.


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Bei Windows 10 hat Microsoft ja die früher geltenden Regeln für Updates gänzlich außer Kraft gesetzt. So lassen sich Update nicht mehr einfach blocken, sondern werden zwangsweise unter Windows 10 installiert. Nur wenn ein System längere Zeit nicht eingeschaltet wurde oder kein Internetzugang (z.B. per WLAN) hatte, kommen keine Updates. Auch den sogenannten Patchday, den zweiten Dienstag im Moment, an dem Updates für Windows verteilt werden, gibt es nur noch in eingeschränkter Form. Windows 10-Updates kommen, wann immer Microsoft es für notwendig erachtet.

Keine Service Packs mehr, sondern kumulative Updates

Auch die frühere Politik, dass es meist ein Jahr nach dem Marktstart einer Windows-Version ein größeres Update, als Service Pack bezeichnet, mit Fehlerbehebungen gab, ist mittlerweile Geschichte. Vielmehr nimmt der Hersteller kontinuierlich Verbesserungen in Form von Updates vor. Eigentlich gibt es monatlich Update, die oft als kumulative Updates bezeichnet werden. Das bedeutet, dass ein solches kumulatives Update alle früheren Updates beinhaltet. War ein System also längere Zeit nicht am Internet, holt Windows 10 das mit dem letzten Update nach und bringt das System auf Vordermann.

Update-Wellen: Threshold 2 und Redstone

Neben den kumulativen Updates und gelegentlichen Sicherheits-Updates sind von Microsoft in größeren Abständen “mächtigere Updates” geplant. Intern spricht man von Update-Wellen (Wave 1, Wave 2) und vergibt Codenamen wie Threshold 2 oder Redstone. Diese Updates bringen auch funktionale Veränderungen auf der Benutzeroberfläche.

Das unter dem Codenamen Threshold 2 (TH2) segelnde Update der Welle 1 kommt im November 2015 als “Windows 10 Fall Update” (also Herbst-Update oder November-Update, ähnlich wie das April 2014 Update in Windows 8.1). Das Redstone genannte Update der Welle 2 ist im Sommer 2016 zu erwarten. Dort soll es vor allem beim Microsoft-Edge-Browser Verbesserungen geben.

Was bringt das Herbst-Update Neues?

Microsoft hat Windows 10 für das Herbst-Update an einigen Stellen überarbeitet. Daher wird es “unter der Haube” Verbesserungen sowie auf der Benutzeroberfläche einige kosmetische Änderungen und neue Funktionen geben. So erscheint beim Rechtsklick auf die Start-Schaltfläche jetzt ein schwarzes Schnellstart-Menü.


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Auch bei den Fensterfarben gibt es Neuerungen, man kann die weiße Farbe des Fenstertitels nun so anpassen, dass die Fenstertitel blau, gelb etc. angezeigt werden. Für Benutzer, die sich für die Details interessieren, möchte ich auf meinen Blog-Beitrag Windows 10 Herbst-Update, die Neuerungen verweisen, wo die Änderungen aufgelistet werden. Insgesamt wird das Herbst-Update einige sinnvolle Verbesserungen für Windows 10 bringen.

Achtung: Ab 2016 wird das Upgrade auf Windows 10 forciert!

Und in 2016 wird Microsoft nochmal seine Bemühungen verstärken, Nutzer früherer Windows-Versionen auf Windows 10 zu aktualisieren. War es bisher so, dass man als Benutzer eigentlich reservieren konnte, kommt Windows 10 dann automatisch. Sprich: Das Upgrade wird als empfohlenes Update angeboten (siehe Windows 10-Upgrade als optionales Windows Update ab 2016). Bis zum 29.7.2016 ist das Upgrade ja kostenlos.

Andererseits wird nicht jeder Nutzer älterer Systeme auf Windows 10 aktualisieren können und wollen. Sei es, dass bestimmte Software nicht mehr unter Windows 10 funktioniert, sei es, dass es Probleme nach der Umstellung auf Windows 10 mit dem PC oder Tablet gibt. Viele PC-Hersteller (die sogenannten OEMs) raten sogar explizit ab, ältere Systeme auf Windows 10 umzustellen (siehe Windows 10-Upgrade? OEMs raten ab …). Hier kann man als Anwender beispielsweise mit dem kostenlosen GWX Tool das Upgrade auf Windows 10 blockieren (siehe Windows 10 Upgrade mit GWX Control Panel blocken). Und wenn doch das Upgrade auf Windows 10 durchgerutscht ist, was aber Probleme gibt, lässt sich binnen 30 Tagen zum vorherigen Windows zurückkehren (Rollback), wie in Windows 10: Zurück auf Windows 7 SP1 oder Windows 8.1 gezeigt wird. 

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