Facebook-Warnung: Die Sache mit den “Blut-Bananen”

Heute wieder mal eine Sicherheitswarnung für Blog-Leser, die in sozialen Netzwerken wie Facebook unterwegs sind. Möglicherweise taucht eine Nachricht zum Thema “blutige Bananen” oder Bananen mit Blut im Inneren samt Warnung vor Aids-Infektionen auf. Hier ein paar Informationen.


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Ich bin zufällig in einem sozialen Netzwerk bei Google+ auf die Hintergrundinformationen gestoßen. In sozialen Netzwerken macht aktuell ein Bild einer “blutigen” Banane (siehe unten) die Runde. Der Begleittext in Englisch kann einem schon “Angst” machen, wenn er denn stimmen würde. Die Nachricht: Eine Mutter hatte Bananen gekauft und wollte diese ihren Kindern geben. Vorher schnitt sie die Banane längs auf und stieß auf eine rötliche Färbung. Diese interpretierte sie als “Blut” und behauptete, dass Leute HIV-infiziertes Blut in die Bananen gespritzt hätten. Das Ganze wurde angeblich in Facebook gepostet und es gab die Aufforderung zur Verbreitung. 

Das Foto und die Meldung

Hier das Bild des betreffenden Facebook-Postings, welches im Online-Auftritt von Brigitte.de gezeigt wurde. Ich habe hier mal den Original Facebook-Post als Abbildung genommen (den Link lasse ich wohlweislich weg).

Blut-Banane

Der Beitrag wurde bei Facebook 23.584 Mal geteilt – ganz schön viel für ein Facebook-Posting einer Person, allerdings wenig für die Bedeutung des Themas, wenn es denn stimmen würde. Aber die Geschichte geht momentan “viral”, sprich: Es wird überall darüber berichtet, seit Brigitte.de das aufgegriffen hat.

Der Grund für rötliche Färbung in Bananen

Eine rötliche Färbung des Fruchtfleischs bei Bananen kann vorkommen und hat nichts mit der oben kolportierten Räuberpistole, dass Leute HIV-infiziertes Blut in die Früchte spritzen, zu tun. Bei heilpraxis.net findet man in diesem Artikel ein Bild einer aufgebrochenen Banane mit der gleichen Färbung.

In den verlinkten Artikeln findet man den Hinweis, dass die rötliche Färbung durch Mangelernährung der Bananenpflanze hervorgerufen werde. Also eine natürliche Geschichte, die Früchte gelangen üblicherweise nicht in den Handel, da diese aufgeschnitten unappetitlich aussehen und kleiner als normal sind. Also: Das Ganze ist harmlos – und “rote Bananen” gibt es übrigens auch (siehe diesen englischen Wikipedia-Artikel).

Die Geschichte dahinter: Eine Abo-Falle

Das Ganze hätte ich als Kuriosität abgetan und nicht darüber geschrieben. Aber es gibt einen Hintergrund. Viele Meldungen in Facebook sind Fälschungen, gepostet von Betrügern. Im aktuellen Fall sollen die Nutzer, die die Facebook-Meldung angeklickt haben, auf dubiose Sex-Seiten umgeleitet und dann in Abofallen gelockt werden, wie Brigitte.de hier schreibt.


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Also immer vorsichtig bleiben, wenn man bei Facebook angemeldet ist und eine dieser tollen Meldungen erhält. Ach, noch was: Ich habe gerade mit Genuss eine Banane zum Frühstück gegessen.


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