Outlet-Shopping: Nepp und nicht alles ist ein Schnäppchen

In den letzten Jahren sind ja einige sogenannte Outlet-Center auf der grünen Wiese entstanden. Mutmaßlich soll man dort Marken- und Designerware mit höheren Preisnachlässen direkt vom Hersteller bekommen. Aber was steckt dahinter? Wieso wird da etwas plötzlich preisgünstiger verkauft?


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Man hört schon mal was von “Überproduktion”, die einfach günstiger abgegeben werden muss, als Begründung für diese Rabatte. Wenn man sich aber mal anschaut, wie viele Outlets es bereits gibt, kommen Zweifel auf, ob so es wirklich so viel Überproduktion gibt.

Reporter vom WDR sind der Sache nachgegangen und haben brisantes herausgefunden. Unter dem Titel Outlet-Ware: Nepp statt Designer-Schnäppchen? legen sie offen, dass es bei Waren in Outlet-Shops oft um Nepp geht. Manche Markenhersteller produzieren Kleidungsstücke extra für ihr Outlet-Geschäft. Der WDR zitiert Insider, dass die für Shopping-Outlets produzierten Waren oft “von minderer Qualität” seien.

Beispielsweise würde weniger oder schlechterer Stoff eingesetzt, die Ware sei schlechter verarbeitet oder die Hersteller würden bei teuren Details – wie z.B. Innentaschen oder Nähten – sparen. – schreibt der WDR.

Der zweite Trick besteht darin, auf den Etiketten einen Phantasiewert für den Originalpreis anzugeben, diesen durchzustreichen und dann den reduzierten Abgabepreis auf das Ektikett zu schreiben. So wird ein hoher Preisnachlass vorgegaukelt.

Die alte Weisheit “was nichts kostet, ist auch nichts wert” gilt also auch für Shopping-Outlets. Im WDR-Beitrag finden sich weitere Details und auch Hinweise, wie man bessere Qualität erkennen kann. Auch die 1822direct-Bank weist in diesem Blog-Beitrag auf das Thema hin und gibt einige Hinweise, wie man schlechte Qualität erkennen kann.


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1 Antwort zu Outlet-Shopping: Nepp und nicht alles ist ein Schnäppchen

  1. Michael sagt:

    Wir wohnen in der Nähe von Metzingen (Hugo Boss) und an vielen Samstagen ziehen ganze Heerscharen in das dortige Outlet-Center, sehr zur „Freude“ der Anwohner.

    Bis Ende des 80er Jahre des vorigen Jhdt. konnte man bei Boss sehr gute Stoffe (nicht komplette Anzüge etc.) und auch Knöpfe und andere Materialien sehr günstig erwerben, aus denen dann eine befreundete Schneiderung qualitativ hochwertige Hosen etc. für uns machte. Diese Stücke sind teilweise noch nach bald 30 Jahren tragbar.

    Was dort jetzt für teures Geld angeboten wird … ist in meinen Augen Schund.

    Grüße, Michael

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