WISO-Test: Pflanzenschutzmittel in Schwarztee

Das ZDF-Verbrauchermagazin WISO hat im Januar 2017 Schwarztee aus dem Handel getestet und auf Schadstoffe untersuchen lassen, teilweise mit erschreckenden Ergebnissen.


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Alle von WISO getesteten Schwarzen Tees enthalten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Laut WISO fanden sich im negativen Spitzenreiter (Eilles Assam Spezial) sogar Rückstände von zehn unterschiedlichen Pestiziden. Grenzwerte für die Einzelstoffe wurden dabei nicht überschritten. Die J.J. Darboven GmbH & Co. KG, betont in einer Stellungnahme gegenüber WISO, dass das Produkt „der europäischen Gesetzgebung, insbesondere dem Lebensmittelrecht,“ entspreche.

Krebserregendes Anthrachinon gefunden

Das von WISO beauftragte Labor fand in fünf der sechs getesteten Produkte außerdem Anthrachinon. Dieser Stoff wird u.a. zur Abwehr von Vogelfraß nach der Aussaat eingesetzt. In der EU ist Anthrachinon wegen der Gefahr für Anwender und Verbraucher (es gilt als krebserregend) nicht mehr zugelassen ist.

Details bei WISO abrufbar

Details lassen sich in diesem WISO-Artikel nachlesen – dort kann auch der genaue Bericht per PDF-Datei abgerufen werden. Mein persönlicher Tipp: Bio-Schwarztee in Bio-Supermärkten wie Denns oder Alnatura kaufen. Auch beim Online-Versender Amazon.de sind Bio Schwarztees erhältlich. Da ist die Gefahr einer Belastung mit Pestiziden gering – und als passionierter Schwarztee-Trinker holt man sich die Großpackung, die dann auch nicht mehr so viel teurer als die restliche Supermarkt-Ware ist.

Kaffee oder Tee – ohne Krebsrisiko trinken

Abschließend noch eine kleine Informationen für Kaffee- oder Teetrinker, die sich um das Krebsrisiko Gedanken machen. Wenn man Bio-Ware, die nicht mit krebserzeugenden Pestiziden versetzt ist, verwendet, sind diese beiden Getränke als “nicht krebserregend” eingestuft. Man sollte diese aber nicht zu heiß trinken. Details lassen sich in diesem Spiegel Online-Beitrag nachlesen.

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1 Antwort zu WISO-Test: Pflanzenschutzmittel in Schwarztee

  1. Andreas B. sagt:

    Zwei Ergänzungen dazu:
    Bei Kaffee kommt es auch auf die Röstung an. Großröstereien rösten oftmals die Kaffeebohnen kürzer und mit höherer Temperatur (um den Durchsatz ihrer Maschinen zu erhöhen.) Bei diesen höheren Temperaturen entsteht das berüchtigte Acrylamid. – Kleinere Traditionsröstereien verwenden noch das herkömmliche Verfahren mit niedrigeren Temperaturen und rösten entsprechend länger. (Es lohnt also, sich auf deren Webseiten darüber schlau zu machen.)
    Als ich früher in Berlin lebte, habe ich meinen Teevorrat immer bei der Teekampagne gekauft. Die versenden auch auf Bestellung. (Webseite bitte selbst herausfinden.) – Der Tee war immer von ausgezeichneter Qualität (echter Darjeeling neuer Ernte und bekannter Herkunft) und es gab dazu immer eine ausführliche Schadstoffanalyse, die auch auf dem Etikett nochmal abgedruckt war.

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