Verlorene Zivilisation: Die Stadt des Affengotts

Momentan steht ein Buch des amerikanischen Schriftstellers Douglas Preston mit dem Titel ‘Die Stadt des Affengotts’ auf den Bestsellerlisten in den USA. Das Werk beschreibt die Entdeckung einer versunkenen Stadt einer untergegangenen Zivilisation im Regenwald von Honduras.


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Ich bin über einen Radiobeitrag auf das Thema gestoßen, welches etwas von Indiana-Jones hat, aber eine Archäologische Sensation beschreibt. Bereits im 16. Jahrhundert gab es Gerüchte über eine Provinz im Regenwald von Honduras, deren Städte reich und prachtvoll seien. Dabei wurde insbesondere die ‘Weiße Stadt’ (Stadt des Affengotts) genannt.

Aber niemand kannte den Ort, an dem die Ruinen dieser Stadt zu finden waren. Ruinen der Maja-Städte waren bekannt. Aber im Osten von Honduras gibt es die Region Mosquitia, eine der unzugänglichsten Gegenden der Welt mit Urwald, Stechmücken und Giftschlangen.

Das Gerücht von der weißen Stadt

Aufgrund der Abgeschiedenheit der Mosquitia hält sich seit Langem eine faszinierende Legende. Tief in der undurchdringlichen Wildnis liege eine geheimnisvolle Stadt aus weißem Stein, heißt es. Es sei die Ciudad Blanca, die weiße Stadt, die auch „die Stadt des Affengottes“ genannt wird. Einheimische behaupteten, dass die Stadt jeden töte, der ihr zu nahe komme.

Wurde die Stadt 1940 entdeckt?

Jahrhundertelang scheiterte jeder Versuch, in sie vorzudringen und sie zu erkunden. Bis heute sind Tausende Quadratkilometer nicht erforscht. Theodor Morde, 1911 geboren, unternahm im März 1940 mit Laurence C: Brown eine Expedition nach Honduras in die Mosquitia. Nach der Rückkehr druckte die New York Time die Nachricht “Stadt des Affengottes gefunden”. Offenbar hatte Morde die Stadt gefunden, hielt aber deren genaue Lage, aus Angst vor Plünderungen, geheim.

Der zweite Weltkrieg hinderte Morde daran, erneut nach Honduras zu reisen. Er wurde Spion des amerikanischen Geheimdiensts OSS, verfiel später dem Alkohol und erhängte sich 1954. Dabei nahm er das Geheimnis um die Lage der Stadt mit ins Grab. Alles nachzulesen in Douglas Preston Buch ‘Die Stadt des Affengotts’. Auszüge lassen sich auf Google Books direkt im Browser lesen.

Die Stadt wurde 2012 mit Luftbildarchäologie gefunden

2012 entdeckte ein Forscherteam um Christopher Fisher von der Colorado State University durch Luftbildarchäologie eine Siedlungsanlage im Regenwald in der Region La Mosquitia an der Miskitoküste in Honduras. Diese Siedlungsanlage identifizierten Sie als Stadt des Affengotts.

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Gefunden wurden Überreste von Plätzen, Erdwällen und einer Pyramide. Die Fundstücke datieren auf die Zeit von 1000 bis 1400 nach Christus (siehe Hueitapalan, Weiße Stadt oder Stadt des Affengottes). 2015 machte dann die Geschichte von der Entdeckung einer unbekannten Stadt und Zivilisation, abseits der Maja-Kultur, die Runde. Artikel sind hier, hier und hier zu finden.


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Der amerikanischen Schriftstellers Douglas Preston war Teilnehmer der Expedition zu dieser versunkenen Stadt und hat darüber das Buch verfasst. Dieses ist im September 2017 auch in Deutsch erschienen. Allerdings kenne ich dessen Inhalt auch nur in Auszügen. Auf der Amazon-Buchseite finden sich eine Reihe weiterer Informationen. Insgesamt ist das alles – in meinen Augen – eine spannende Geschichte.


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