Sparkassenkunden und die paydirekt-‘Zwangs-‘Mitgliedschaft

Nur eine kurze Information: Sie sind Kunde einer Sparkasse oder einer Bank? Sie nehmen am Onlinebanking teil? Möglicherweise haben Sie eine Mail erhalten, dass ihre Daten ohne Widerspruch an die paydirekt GmbH übermittelt werden. Wer das nicht möchte, sollte schnellstens aktiv werden.


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Zum Hintergrund: Die die paydirekt GmbH ist ein Zahlungsdienstleister, der von Banken gegründet wurde. Weil deren Geschäft nicht so richtig in die Gänge kommt, versuchen Sparkassen und verschiedene Banken die Kundenbasis mit einem Trick zu erweitern. Alle Kunden, die bereits Onlinebanking machen, wurden per E-Mail informiert, dass man die Kontendaten automatisch an den Zahlungsdienstleister übermitteln will.

Das Ganze erfolgt über eine (bei Datenschützern heftig umstrittene) Änderung der AGB. Dieser Änderung kann der Kunde aber widersprechen bzw. als Kunde kann man Widerspruch gegen die Übermittlung der Daten an paydirekt GmbH einlegen.

Sie haben keine E-Mail in ihrem Postfach erhalten?

Die E-Mails werden den Sparkassenkunden im Postfach des Online-Banking-Kontos zugestellt. Nur wer dort nachschaut, wird diese Mail auch zu Gesicht bekommen. Das Ganze wäre beispielsweise an mir vorbei gegangen, wenn ich nicht über den Sachverhalt gebloggt hätte. In diesem Zusammenhang habe ich in meinem Postfach des Online-Banking-Kontos nachgesehen und diese Mitteilung vorgefunden.

payDirekt AGB-Änderung Sparkasse

Die Sparkasse schickt also eine Information über die AGB-Änderung an ihre Kunden, die am Online-Banking teilnehmen, aber an deren elektronisches Postfach. Sofern der Kunde nicht bis widerspricht (hier bis zum 2. November 2017), wird er also automatisch Kunde von paydirekt – seine bei der Sparkasse/Bank gespeicherten Stammdaten gehen an die paydirekt GmbH.

Will ich das?

Es ist zwar so, dass der Kunde zur Aktivierung von Zahlungsvorgängen über paydirekt sein Konto freischalten muss. Aber ich möchte zum Beispiel nicht, dass meine Kontendaten der Bank an Dritte weiter gereicht werden. Es gab in der Vergangenheit einfach zu viele Lecks und Hacks – je weniger Stellen meine sensiblen Daten haben, umso besser.

Wer also nicht möchte, dass seien Kontendaten an die payDirekt GmbH gehen, sollte reagieren – ich war heute in der Sparkassenfiliale und habe den Widerspruch eingelegt. War kein Problem, meine Bankkarte reichte, und die Mitarbeiter wussten sofort Bescheid.


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Informationen, Hintergründen und Details hatte ich in meinem IT-Blog im Beitrag paydirekt-‘Zwangs-‘Mitgliedschaft für Sparkassenkunden thematisiert.


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