Paperclips: Ein Spiel mit ‘Suchtpotential’

Heute möchte ich noch auf ein nettes Spiel zum Zeitvertreib hinweisen, welches einerseits extrem einfach, andererseits aber so faszinierend ist, dass es momentan viral im Internet umgeht. Das Spiel heißt Universal Paperclips, also ein Spiel rund um Büroklammern.


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Paperclips ist extrem einfach gehalten und läuft in einem Webbrowser. Ich bin erstmals hier darauf aufmerksam geworden und war sofort fasziniert. Bisher habe ich Universal Paperclips am Computer, auf einem iPad und auf Android-Smartphones gespielt. Das Spiel Paperclips von Frank Lantz hat nur eine Aufgabe: Es simuliert eine Produktionsanlage zur Herstellung und zum Verkauf von Büroklammern. Das klingt erst extrem langweilig, vor allem, weil auch die Oberfläche des Spiels extrem spartanisch daher kommt.

Man ruft für das Spiel die Webseite www.decisionproblem.com/paperclips/ auf und klickt oder tippt auf die Schachtel mit den Büroklammern. Dann gelangt man zur nachfolgend gezeigten Seite, auf der man Make Paperclip anwählen muss. Dann startet das Spiel, welches eine Entscheidungssimulation beinhaltet.

Universal Paperclips

Mit den beiden Schaltflächen lower und raise kann man den Preis für die Büroklammern variieren. Die Schaltfläche Wire dient zum Kaufen von Draht, der für das Produzieren von Büroklammern benötigt wird. Dessen Preis schwankt aber stark, so dass man den günstigsten Zeitpunkt mit niedrigem Preis abpassen muss. Je nach Spielstand steigt aber der Preis kontinuierlich.

Am Anfang hat man nur eine Maschine, um Büroklammern herzustellen. Das bereits durch den Verkauf verdiente Guthaben steht auf Null. Man bekommt ein wenig Draht bereitgestellt und muss für jede Büroklammer zu deren Herstellung auf Make Paperclip klicken. Im oberen Bereich der Seite wird die Zahl der unverkauften Büroklammern unter Unsold Inventory und das Guthaben unter Available Funds angezeigt. Man kann bereits mit dem Preis spielen, um mit jeder verkauften Büroklammer Guthaben anzusammeln. Unter Public Demand wird die Nachfrage in Prozent angezeigt.

Sobald man etwas Guthaben angesammelt hat, wird einem der Kauf eines AutoClippers zu einem bestimmten Preis (startet mit 5 $) angeboten. Ein AutoClipper ist eine Maschine, die automatisch Büroklammern aus dem vorhandenen Draht formt. Hat man eine Maschine, muss man nicht mehr auf Make Paperclip klicken – die Clips werden ja automatisch produziert.

Durch Verkauf kann man sein Guthaben erhöhen, muss aber darauf achten, genügend Draht auf Vorrat zu haben. Es sind also mehrere Entscheidungen zu fällen: Brauche ich Draht und ist dieser gerade günstig? Kaufe ich noch eine AutoClipper-Maschine zum angegebenen Preis, um mehr Büroklammern pro Zeiteinheit zu erzeugen. Sobald ein AutoClipper läuft, werden der Preis für den Kauf der nächsten Maschine sowie die Zahl der hergestellten Büroklammern (Clips) pro Sekunde angezeigt.


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Man kann dann mit dem Preis jonglieren, um die Zahl der unverkauften Büroklammern nicht weiter ansteigen zu lassen. Ich versuche den Preis so zu setzen, dass der Vorrat an Büroklammern nicht zu stark ansteigt, aber auch nicht auf Null absinkt. Dabei versuche ich zu Beginn, möglichst ein Guthaben von 15 $ zu zum Kauf von Draht zu erhalten. Beim Spielstart liegt der günstigste Drahtpreis, der mit angeboten wurde, bei 14 $. Bei 30 $ Guthaben könnte man also zwei Drahtrollen kaufen. Aber der Preis der Drahtrolle schwankt nicht nur, sondern der Mindestpreis steigt während des Spiels kontinuierlich an. Ist noch genügend Draht vorhanden, setze ich das Guthaben zum Kauf von AutoClippern ein. Auch deren Preis steigt mit der Zahl der Maschinen und dem Spielstand, der unter Level irgendwann eingeblendet wird.

Hat man genügend Guthaben, kann man auch eine Marketing-Aktion über Marketing starten. Das kurbelt den Verkauf der Clips an und man kann vorher ggf. den Preis anheben. Ab einem gewissen Spiellevel werden optional zusätzliche Informationen wie die mittleren Einnahmen vor Sekunde angezeigt. Reicht das vorhandene Guthaben nicht, werden die Schaltflächen zum Kauf von Draht oder Maschinen gesperrt. Schon nach kurzer Zeit hat man alle Hände voll zu tun, damit immer genügend Guthaben da ist, um günstig Draht zu kaufen und mit dem Preis zu jonglieren. Je mehr AutoClipper dazu kommen, umso schneller wird das Spiel.

Mit fortlaufendem Spielstand werden diverse Optionen unter der Spalte ‘Cumputational Resources’ am rechten Rand angeboten. Die Zahl der Operationen (ops) wird dann ebenfalls in der rechten Spalte angezeigt. Man kann Optionen wählen, die eine bessere Drahtausbeute (Improved Wire Extrusion (1,750 ops)’ bringen. Oder Optionen, um schneller zu produzieren (Improved AutoClippers (750 ops) Incraeses AutoClipper performance 25%’ etc. Die Optionen werden angezeigt, aber erst freigegeben, wenn genügend Clips erzeugt wurden – was angezeigt wird. Auch eine Anzeige des mittleren Umsatzes pro Sekunde kann optional gebucht werden.

Irgendwann lassen sich auch Prozessoren und Speicher ordern, um die Rechenleistung zu steigern oder man fügt spezielle Erweiterungen des Rechenmodells ein. Das alles und wird nur angeboten, wenn ein bestimmter Spiellevel (gemessen an produzierten Büroklammern) erreicht ist. Irgendwann kommt noch die Möglichkeit hinzu, an der Börse zu investieren. Dann hat man schon sehr viel zu tun, um seine Produktionsanlage flott zu halten – ein Spiel mit ‘Suchtcharakter’, wo man schon mal eine Stunde versinken kann. Viel Spaß.


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