Martin Luther und der Medienumbruch

Heute haben wir ja Reformationstag, der angesichts 500 Jahre Reformation zum Feiertag in Deutschland erklärt wurde. Ich halte jetzt keine Replik auf Luther – möchte aber auf einen anderen Aspekt hinweisen: Den Medienumbruch, der dieser Entwicklung voraus ging bzw. der die Reformation begleitete.


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Wir erinnern uns: Dr. Martin Luther war der Übersetzer der ersten gesamtdeutschen Bibel und der Begründer der Reformation. Seine 95 Thesen, wurden gedruckt und ein Exemplar dann vom Pedell, am 31. Oktober vor 500 Jahren am Hauptportal der Schlosskirche in Wittenberg genagelt. Die Schriften bekamen großen Widerhall und verbreiteten sich in ganz Deutschland, auch auf Grund sozialer Verwerfungen, die sich in den Bauernkriegen niederschlugen. Das Ganze mündete dann in die Reformation und begründete die evangelische Kirche.


(Quelle: Ernst Zeeh, Gemeinfrei (Creative Commons CC0))

Aber ohne die vorherigen technischen Umwälzungen wäre diese Entwicklung wohl nicht so verlaufen. Bücher wurden im Mittelalter handschriftlich von Mönchen auf Pergament vervielfältig. Eine langwierige und teure Angelegenheit. Die Chinesen und Koreaner hatten zwar bereits hunderte Jahre vorher den ‘Buchdruck’ mit Stempeln aus Holz oder Ton erfunden. Aber diese Entwicklung war in Europa unbekannt. Erst die Erfindung des Buchdrucks mit gegossenen Bleit-Lettern, durch Johann Gutenberg, leitete eine Medienrevolution ein. So war es plötzlich möglich, Bücher binnen kurzer Zeit in einer Vielzahl an Exemplaren herzustellen und zu vertreiben.

Das Ganze leitete eine Medienrevolution ein, die die Welt veränderte. Wer sich für das Thema interessiert, die Kollegen bei heise.de haben einen lesenswerten Artikel unter diesem Blickwinkel veröffentlicht. Und wie Martin Luther uns alle auch heute noch beeinflusst, haben die Kollegen der Zeit hier beleuchtet.


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