12 jährige japanische Schlagzeugerin narrt Passanten

Heute habe ich noch ein lustiges Video, welches mir bereits vor einiger Zeit unter die Augen gekommen ist: Ein 12 jähriges japanisches Mädchen setzt sich in einem Einkaufszentrum an ein Schlagzeug und narrt vorbeigehende Passanten. Läuft so etwas unter der Rubrik ‘Sein Licht unter den Scheffel stellen’ und mal schauen, was passiert.


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Ich glaube, wir kennen das alle irgendwie. Da gibt es ein junges ‘Musiktalent’, welches bei irgend einer Aufführung sein Können zum Besten gibt oder geben muss. Gut, einige der jungen Musiker haben wirklich Talent und man ist von den Socken. Gelegentlich ist es aber auch eine Qual und es wird höflich ertragen.

Szenenwechsel: In Japan sind die Menschen noch etwas anders gestrickt. Da gilt ‘möglichst nicht aus der Masse heraus stechen und auffallen’ – zumindest für viele Japaner. Ich hatte die Gelegenheit, dies bei verschiedenen Arbeitsaufenthalten in Japan zu beobachten.

Japaner wollen nicht auffallen

Sobald ein Japaner durch sein Verhalten ungewollt Aufmerksamkeit erregte, war dies für den Betreffenden recht peinlich und er verzog sich möglichst schnell (Ausnahme: Es war Alkohol im Spiel). Allerdings gab es auch bereits in den neunziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts junge Japaner, die gar nicht so angepasst waren. Die liefen mit rot gefärbten Haaren vor Kinos herum und trugen Werbeschilder – oder traten mit gefärbten Haaren als Band im Yoyogi-Park in Tokyo auf. Die kamen (optisch) oft recht schräg daher (siehe folgendes Foto).

Yoyogi-Park, Tokyo, Band

Ich habe eine solche Episode in meinem Blog mit japanischen Reiseerlebnissen im Beitrag Bands im Yoyogi-Park in Tokyo verarbeitet. So viel als Vorbemerkung für das folgende Video. Es geht um eine junge Japanerin, die aus der Stadt Saitama kommt. Die Stadt liegt in der gleichnamigen Provinz – nördlich von Tokyo. Als ich das las, fühlte ich mich direkt um 27 Jahre zurück versetzt, da die Stadt Kawagoe, in die mich meine damaligen Arbeitsaufenthalte führten, auch zu dieser Provinz gehört.

Eine junge Schlagzeugerin narrt die Leute

Die junge japanische Schlagzeugerin Kanade Sato (佐藤 奏) ist erst 12 Jahre alt, aber ein absoluter Profi (sie hat im Alter von 3 Jahren mit dem Spielen angefangen) – und mit extrem viel Selbstbewusstsein – sie weiß, was sie so drauf hat.

Die junge Dame ließ das Schlagzeug in einer belebten Einkaufs-Mall (Einkaufszentrum) aufbauen – dort, wo möglichst viele Menschen vorbei kommen. Irgendwo stand unbemerkt eine Kamera herum, die das Ganze filmte. Das Mädel kommt mit Jacke an, ein typisches japanisches Schulmädchen – etwas schüchtern, aber scheinbar auch etwas neugierig. Sie gibt ihrer Freundin die Handtasche und setzt sich an das Schlagzeug, um einfach mal die Schlagstöcke auszuprobieren. So sieht es jedenfalls auf den ersten Blick aus.


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Im Sinne meiner obigen Erläuterungen zur japanischen Kultur schon etwas außergewöhnliches oder eher unerhörtes. Dieses freche Ding, setzt sich einfach an fremde Sachen und macht da herum. Gut, so kann sie sich der Aufmerksamkeit der vorbeigehenden Leute sicher sein und probiert noch ein paar Takte auf dem Schlagzeug. Hört sich gar nicht mal so schlecht an, aber es ist halt eine (vermeintliche) Anfängerin. Trotzdem bleiben eine Menge Menschen stehen und hören den ‘ersten Gehversuchen’ zu. Als das Mädel dann absetzt, gibt es höflichen Applaus.

… und dann zeigt sie, was sie so kann

Und dann legt das Mädel los – Jacke ausgezogen und in der typischen Kleidung japanischer Schulmädchen (Rock, Bluse oder Sweatshirt und weiße, bis zum Knie reichende Strümpfe mit irgend einem Aufdruck) ans Schlagzeug gehockt. Was dann folgt, lässt die umstehenden Japaner mit offenen Mündern das Geschehen verfolgen. Priceless – unbezahlbar – würden die Amerikaner sagen. Aber sehen sie selbst (am Ende des Videos kommt noch eine Vorstellung der jungen Dame auf einer Veranstaltung, wo sie ihre Künste zum Besten gibt).

(Quelle: YouTube)


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