Galileo-Sonde: Wasserfontänen auf Jupitermond Europa

Spannende Geschichte: Die Jupitersonde Galileo gibt es nicht mehr, die ist auf Jupiter verglüht. In gut 20 Jahre alten Daten der Sonde haben Wissenschaftler jetzt aber Hinweise gefunden, dass diese durch Wasserfontänen des Jupitermonds Europa geflogen sein muss.


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Der Mond Europa ist von Eis bedeckt, unter dem ein großer Ozean vermutet wird. 1997 flog die Jupitersonde Galileo in einer Höhe von 200 km über die Oberfläche des Jupitermonds Europa. Die Instrumente zeichneten auch merkwürdige Signale auf, die aber niemand wirklich interpretieren konnte.

Europa-Vorbeiflug Galileo-Sonde
(Europa-Vorbeiflug Galileo-Sonde, Quelle: NASA/JPL-Caltech/Univ. of Michigan)

Wie ich nun hier (Englisch) lese, wurden die Signale durch eine Wasserfontäne mit einer Breite von 1.000 km verursacht. Diese wurde wohl durch Gezeitenkräfte in den Weltraum geschleudert. Niemand hatte die Daten dieser Fontäne zuordnen können. Aber 2008 konnte die Nasa-Sonde Cassini beim Saturnmond Enceladus genau solche Wasserfontänen beobachten und in Daten nachweisen.

Weiterhin wurde 2012 vom Hubble Weltraumteleskop eine solche Wasserfontäne auf dem Jupitermond Europa nachgewiesen. Diese Beobachtung wurde von Wissenschaftlern zum Anlass genommen, die alten Daten der Jupitersonde Galileo erneut zu bearbeiten. Mit modernen Rechenmethoden ließ sich dann der Nachweis der Wasserfontäne beim Vorbeiflug im Jahr 1997 führen. Dies wurde gerade in diesem Nature-Artikel (Englisch) veröffentlicht. Ein deutschsprachiger Artikel mit einigen Informationen findet sich hier.


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