Billig-Fleisch, die Moral kommt zum Schluss …

Traurige Erkenntnis: Wenn es um den Geldbeutel geht, wird die Moral bei uns Deutschen wohl hinten an gestellt. Tierwohl schön und gut, aber kosten soll es nix. Diese Erfahrung musste auch Discounter Lidl machen. Hier einige Informationen.


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Der Discounter Lidl kennzeichnet seit dem 1. April das angebotene Frischfleisch nach einem Vier-Stufen-Modell (siehe auch diesen Bericht). Nachfolgend sind die von Lidl verwendeten Siegel für Frischfleisch abgebildet.

Siegel des Lidl Haltungskompass
(Siegel des Lidl Haltungskompass)

In Stufe 3 „Außenklima“ gewährt der Züchter den Tieren beispielsweise zusätzlich mehr Platz. Die Tiere werden gentechnikfrei gefüttert und haben Zugang zu Außenklimabereichen. Das Ganze lässt sich bei Lidl auf der Seite des Haltungskompass nachlesen. Eigentlich eine gute Sache, als Verbraucher kann ich also sofort etwas tun und durch Auswahl der Waren artgerechte Tierhaltung fördern.

In der Diskussion um ein staatliche Tierwohlsiegel warnt Lidl-Einkaufsleiter Jan Bock aber “Mehr Tierschutz gibt es nicht zum Nulltarif”. Hintergrund: Nach Einführung der obigen Kennzeichnung ließ sich feststellen, dass das teurere Frischfleisch aus besserer Haltung im Regal liegen blieb und von den Verbrauchern nicht angenommen wurde. Die Moral kommt erst nach dem Essen, so die schnöde Botschaft. Einige Details sind hier nachzulesen.


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Ein Kommentar zu Billig-Fleisch, die Moral kommt zum Schluss …

  1. GFS sagt:

    Es könnte sein, dass die Menschen, die auf das Tierwohl achten, gleich im Hofladen und nicht bei einem Discounter kaufen. LIDL braucht mit Sicherheit einen langen Atem, um sich als Verkäufer von “gutem Fleisch” zu etablieren; dafür waren die Discounter bisher ja wirklich nicht bekannt.

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