Banking-News: ING-DiBa umgetauft, teures Instant Payment

Heute noch zwei kurze Meldungen aus dem Umfeld der Banken. Die Sparkassen haben nun die ‘Blitzüberweisung’ (Instant Payment) für ihre Kunden eingeführt. Und die allseits bekannte Bank Ing-Diba möchte sich umbenennen.


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ING-DiBa wird zur Ing

Die Online-Bank ING-DiBa (das Kürzel DiBa steht für Direktbank) gehört zur niederländischen Bank ING. Nach 14 Jahren, in denen sich der Name ING-DiBa bei Deutschen Bürgern eingeprägt hat, nimmt man nun einen Namenswechsel vor.

ING-DiBa-Logo

 

Das DiBa wird gestrichen, die Bank soll nun schlicht ING heißen. Die Kollegen bei mobiflip.de haben das hier thematisiert. Für die Nutzer soll sich aber nichts ändern – die Internetseiten bleiben – nur das DiBa in obigem Logo dürfte dann ‘weggepinselt’ werden. Etwas, was kein Mensch wirklich braucht.

Euro-Noten
(Quelle: Pexels CC0 Lizenz)

Instant Payment bei Sparkassen

Und es gibt noch eine Neuerung. Überweisungen zwischen Banken sind ein leidiges Thema, denn trotz SEPA-System dauern die Geld-Transfers mehrere Tage. Die EU hat daher die SEPA Instant Payment-Überweisungsmethode initiiert, bei der Geld (max. 15.000 Euro) binnen (max. 15) Sekunden vom Absender auf das Empfängerkonto übertragen werden kann.

Die Bundesbank hat auf dieser Webseite eine kurze Übersicht über das Verfahren, was 2014 beschlossen wurde und seit 2017 gilt, veröffentlicht. Auch die Kollegen bei heise.de habe bereits November 2017 darüber berichtet. Das Problem: Bis auf die Hypo-Vereinsbank war bisher keine Bank beteiligt. Und SEPA Instant Payment funktioniert nur, wenn Zielbank und Überweiserbank das unterstützen.


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Ab 10. Juli 2018 sind die Sparkassen in Deutschland mit der Einführung von SEPA Instant Payment gestartet. Wer sich jetzt am Kopf kratzt und die Frage stellt, warum das, angesichts der vielen Computer, nicht schon seit Jahren funktioniert, muss sich noch mehr kratzen.

Die erste Antwort lautet: Die Banken haben schlicht geschlafen. Wenn ich einen Kauf mit irgend einem Online-Shop oder sonst eine Geldzahlung abwickeln möchte, kann ich das mit dem US-Anbieter PayPal seit vielen Jahren weltweit und binnen Sekunden abwickeln. Die meisten Händler akzeptieren PayPal – auch wenn es dort Nachteile gibt. Der Vorteil für mich: Der Händler bekommt nur das Geld, nicht aber meine Bankdaten (die kennt nur PayPal), ich muss mich beim Händler nicht im Shop anmelden und habe sogar noch eine PayPal-Garantie, falls der Händler nicht liefert.

Aber das ‘Kopf kratzen’ geht noch weiter. Die Überweisungen per SEPA Instant Payment kosten bei den Sparkasse extra. Es ist die Rede von 50 Cent pro Überweisung – PayPal ist für den Absender von Geld kostenlos, nur beim Empfänger wird etwas (1,9% + 0,35 Euro pro Transaktion, beim ersten Verkauf, bei mehr Verkäufen wird das weniger) abgezogen.

Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur des Verbraucherportals “Finanztip”, hat hier einen schönen Artikel zum Thema Banken und Sparkassen im Verbindung mit SEPA Instant Payment veröffentlicht. Quintessenz: Für die Aufholjagd der deutschen Banken in Sachen Online-Bezahlen sei es höchste Zeit. Aber mit ihrem Gebührenmodell hätten die Banken ‘den Schuss wohl noch nicht gehört’.


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