Mönchengladbach: Antiker Münzfund auf Acker

Und wieder hat es zugeschlagen, das Glück. Zwei Sondengänger haben auf auf einem Acker bei Mönchengladbach einen ‘Münzschatz’, der inzwischen auf mehr als 1.200 antike Münzen aus der späten Römerzeit angewachsen ist, gefunden. Archäologen des Landschaftsverbands Rheinland stellen heute (12.10.2018) den entdeckten Münzschatz vor.


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Die Hobby-Schatzsucher Marcel Spreyer und Matthias Budzicki (Quelle) waren wohl mit Erlaubnis des Bauern, der das Feld besitzt, und als ‘ehrenamtliche’ Mitarbeiter des Landschaftsverbands Rheinland unterwegs. Der Landschaftsverband kann eine offizielle Erlaubnis zur Suche nach Funden erteilen (siehe diese Seite). Für die Archäologen ist dies eine willkommene Unterstützung, sind die Hobby-Schatzsucher zumindest mit Grundkenntnissen der Archäologie versehen und liefern ihre Funde ab. Für die Hobby-Schatzsucher hat das Ganze den Vorteil, dass die Suche mit Metalldetektoren legal ist. Und im aktuellen Fall haben die Finder 1.000 Euro an Finderlohn erhalten (Quelle).

Die Münzen stammen aus dem 4. und 5. Jahrhundert nach Christus, was der Spätphase des römischen Reiches entspricht. Gut 140 Münzen wurden vor gut einem Jahr gefunden, wie man hier erfährt. Die entdeckten 140 Kupfermünzen trugen das Konterfei der römischen Kaiser Arcadius und Honorios.

Anschließend rückten die Archäologen des des Landschaftsverbands Rheinland für Grabungen an. Bis jetzt wurden fast 1.250 Münzen gefunden. Der damalige Wert entsprach ungefähr 7 Tagelöhnen, also nichts weltbewegendes. Bei den Ausgrabungen am Fundort wurden auch Reste einer Holzhütte gefunden, wie der WDR hier berichtet.

Es müssen unruhige Zeiten gewesen sein, als der Besitzer seine Münzen vergrub. Unklar ist, warum diese nicht wieder ausgegraben werden konnten. Da der Fundort im römischen ‘Hinterland’ liegt, ist der Fund historisch wertvoll und ein archäologisches Highlight. Daher wird der Münzschatz, auch wegen seiner wissenschaftlichen Bedeutung, in das Schatzregal des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen, wie hier gemeldet wird. Einige Informationen samt Fotos finden sich auch hier, hier und hier.

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