Fadenwürmer: Aufgetaut nach zehntausenden Jahren?

Wenn es stimmt, wäre das eine Sensation. Russische Wissenschaftler behaupten, Fadenwürmer aus dem Permafrostboden wieder aufgetaut und zum Leben erweckt zu haben. Die Tiere waren seit zehntausenden von Jahren eingefroren.


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Die Meldung stammt vom Sommer diesen Jahres und ist in diesem englischen Aufsatz von einer Arbeitsgruppe um A. V.  Schatilowitsch von der Russischen Akademie der Wissenschaften publiziert worden. Die Wissenschaftler haben Bodenproben aus dem Permafrostboden durch Bohrungen bei Duvanny Yar im Nordosten Sibiriens in der Nähe des Alazeya Flusses in der Region Jakutien untersucht.

In den Bodenproben, die seit 30 000 bis 40 000 Jahren gefroren waren, suchten die Wissenschaftler nach Zysten von Nematoden. Nematoden sind Fadenwürmer, die in der Erde leben und Zysten bilden. Zysten sind die verkapselten Larven der Fadenwürmer, die sehr widerstandsfähig sind. Die Larven von Nematoden können in Zysten bis zu 10 Jahre überdauern (siehe).

Die Wissenschaftler fanden in zwei dieser Proben auch Zysten von Nematoden. Diese wurden in Petrischalen bei -20 Grad Celsius in einem Labor gelagert, bevor sie über mehrere Wochen „aufgetaut“ wurden. Zwei Nematodenarten erwachten nach mehreren Wochen wieder zum Leben und konnten sich bewegen sowie fressen. Wenn kein Fehler passiert ist (z.B. der Boden ist später nochmals aufgetaut und die Fadenwürmer konnten eindringen), waren die Nematoden seit 30 bis 40.000 Jahren eingefroren. Eine spannende Geschichte – weitere Details lassen sich hier oder bei Spektrum nachlesen.


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