Smart-TVs im Test–Vorsicht Datenschleuder

Smart-TVs halten mittlerweile Einzug in viele Wohnzimmer, denn mit den Geräten und einer Internetzugang hat man Zugriff auf die Mediatheken der Fernsehsender ohne zusätzliche Hardware. Doch wie sicher sind die Geräte, wenn sie am Internet hängen? Werden Daten an die Hersteller übertragen? Unerwünschte Werbung, die die Gerätehersteller einblenden, sind ein weiteres Thema.


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Die Computerzeitschrift c’t testet in der aktuellen Ausgabe 25/18 sechs 4K-Fernseher mit HDR, die weniger als 700 Euro kosten. Dabei wurde auch untersucht, welche Daten die Geräte an die Hersteller senden und wie man dem einen Riegel vorschieben kann.

Datenschleuder Smart-TV

Bevor man die smarten Funktionen des Fernsehers aktivieren kann, erscheinen am Schirm lange Texte zu Datenschutz und Sicherheit. „Immerhin kann man einige der Freigaben nach der Installation im Menü wieder begrenzen“, beruhigt c’t-Redakteurin Ulrike Kuhlmann. „Wer befürchtet, das Smart-TV plaudere zu viel mit den Diensteanbietern, kappt einfach den Internetzugang des Fernsehers.“

Anschließend kann man mit einem kleinen Gerät wie Amazon FireTV oder AppleTV am HDMI-Port des Fernsehers das anschauen, was man möchte. Alternativ unterbindet man den globalen Datenaustausch des smarten Fernsehers und gibt für ihn im heimischen Netz nur ausgewählte Kommunikationspartner frei.

MEDION X16527 Smart TV
(Symbolbild, Quelle: Medion)

Die Bildqualität der sechs Testgeräte war für Kuhlmann insgesamt erfreulich: „Man hat hier zwar nicht die umfangreichen Einstellmöglichkeiten wie bei Topgeräten, aber die von den Herstellern angebotenen Voreinstellungen führen in den meisten Fällen zu sehr ordentlichen Bildern.“

Richtig schlecht war es dagegen um die Soundqualität bestellt. „Nur bei Philips und mit Abstrichen bei Sony kommt man ohne externe Boxen aus“, so Kuhlmann. Verbesserungswürdig fand die Expertin auch die Bedienung der smarten Fernseher: „Sony und Hisense reagieren zu lahm, Samsung und Panasonic waren da wesentlich fixer.“ Eine erstaunlich gut funktionierende Sprachsteuerung erlauben alle außer dem Hisense-TV.

Die Redaktion von heise.de hat in diesem Artikel ein 9 minütiges Video veröffentlicht, welches sich mit dem Thema ‘Welche Daten überträgt ein Smart-TV an das Internet’ befasst. In diesem Artikel werden die getesteten Geräte genannt (der vollständige Beitrag ist aber kostenpflichtig). Allgemeine Tipps zum Absichern eines Smart-TV finden sich in diesem frei zugänglichen Artikel aus dem Jahr 2017 oder diesem Beitrag von Anfang 2018. Vielleicht helfen die Tipps ja, falls der neu gekaufte Fernseher vor Weihnachten in Betrieb soll.

Werbung auf dem Smart-TV?


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Ich gestehe, mir war das gar nicht so bewusst – ich nutze das Zeugs nicht – und wenn ein solches Gerät durch Neukauf nicht zu vermeiden ist, kommt das nicht ans Internet. Daher war ich ganz erstaunt, als ich auf den Artikel hier eines bloggenden Kollegen stieß. Da kauft man ein teures Smart TV und der Hersteller pflastert das Bild mit zusätzlicher Werbung voll. Nein danke!


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