4. Februar: Weltkrebstag – Infos zum Thema Krebs

GesundheitAm 4. Februar ist Weltkrebstag. Die Welt-Krebsorganisation (UICC) ruft anlässlich dieses Tages dazu auf, über die Möglichkeiten der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung zu informieren.


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Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 500.000 Menschen neu an Krebs, so die Welt-Krebsorganisation (UICC). Aber es gibt auch gute Nachrichten. Laut Welt-Krebsorganisation können etwa die Hälfte aller erwachsenen Krebspatienten heute geheilt werden. Vier von fünf Kindern, bei denen Krebs diagnostiziert wird, können heute ebenfalls geheilt werden.

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(Quelle: Pexels/Pixabay CC0 Lizenz)

Auf dieser Internetseite informiert die Welt-Krebsorganisation über das Thema. Was ist Krebs, Krebsarten, Krebsfrüherkennung und wie man sein Krebsrisiko senken kann.

Ein gesunder Lebensstil hilft Krebs zu vermeiden

Experten schätzen, dass etwa die Hälfte dieser Krebsfälle durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden könnte. Dazu gehört ein rauchfreies Leben, regelmäßige Bewegung und ein normales Körpergewicht, ein geringer Alkoholkonsum, ausreichender Schutz vor UV-Strahlung der Sonne sowie ein Verzicht auf Solarienbesuche.

Dies ist ein Aufruf an jeden Einzelnen, seinen persönlichen Lebensstil zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern. Denn auch die Lebensgewohnheiten beeinflussen das Krebsrisiko erheblich. Die Deutschen gehören zu den dicksten Europäern.

  • Bundesweit gelten rund 60 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen als übergewichtig, fast jeder Vierte sogar als fettleibig.
  • Bei den Kindern und Jugendlichen bringen bereits 15 Prozent zu viele Kilos auf die Waage.

Experten zählen Übergewicht zu den bedeutendsten vermeidbaren Krebsursachen. Mindestens 13 Krebsarten werden durch einen erhöhten Körperfettanteil begünstigt. Dazu gehören Tumore des Darms, der Brust, der Gebärmutterschleimhaut, der Eierstöcke, der Galle, der Niere, der Bauchspeicheldrüse, der Leber, des Mageneingangs, der Schilddrüse, der Speiseröhre sowie des Hirns und das Multiple Myelom.

Eine hohe Kalorienzufuhr gepaart mit einem inaktiven Lebensstil führen langfristig zu Übergewicht. Fettgewebe ist das größte hormonell aktive Organ des Körpers. Bei Fettleibigkeit, auch Adipositas genannt, produziert dieses Gewebe unter anderem vermehrt das weibliche Geschlechtshormon Östrogen sowie entzündungsfördernde Botenstoffe – beides Faktoren, die als krebsfördernd gelten.


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Körperliche Aktivität erleichtert nicht nur die Gewichtskontrolle, sondern leistet auch einen eigenständigen Beitrag dazu, das Entstehen von Tumoren zu vermindern. So sinkt beispielsweise das Risiko für Darm- und Brustkrebs bei körperlich aktiven Menschen, die sich täglich mindestens 30 Minuten bewegen, um 20 bis 30 Prozent. Langes Sitzen hingegen gilt als eigener Krebsrisikofaktor. Es begünstigt unter anderem Tumore des Darms und der Brust.

“Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung beugen nicht nur Übergewicht vor, sondern auch vielen Krebsarten“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Abnehmtipps der der Deutschen Krebshilfe

Wer abnehmen will, sollte Lebensmittel mit hohem Kaloriengehalt meiden. Hierzu gehören insbesondere süße und salzige Naschereien, viele Fertigprodukte sowie zuckergesüßte Getränke. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt zur Vermeidung von Übergewicht höchstens zehn Prozent der täglichen Kalorien in Form von Zucker aufzunehmen. Ein ehrgeiziges Ziel, denn Zucker ist heute fester Bestandteil fast aller verarbeiteter Lebensmittel und oft in Mengen zugefügt, die der Verbraucher kaum vermutet. So enthält beispielsweise ein Esslöffel Ketchup bis zu einen Teelöffel Zucker, ein 150 g-Becher Fruchtjoghurt bis zu sechs Stücke Würfelzucker und ein 250ml-Glas Erfrischungsgetränk oft vier und mehr Stücke Zucker.

Auf den kleingedruckten Nährwerttabellen von Verpackungen finden Verbraucher das Signalwort „Zucker“ allerdings immer seltener. Denn dieser verbirgt sich inzwischen hinter bis zu 70 verschiedenen Begriffen: Saccharose, Fruktose, Dextrose, Mais- oder Invertsirup sind nur einige Beispiele.

Zucker- und Fettfallen vermeidet, wer Mahlzeiten mit frischen, möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln selbst zubereitet, Fertigprodukte selten verzehrt und auf zuckerhaltige Getränke verzichtet. Heißhungerattacken lassen sich vermeiden, wenn kleine Mengen von Süßigkeiten bewusst genossen werden: Also lieber ein Stück Schokolade genussvoll verzehren, anstelle einer ganzen Tafel achtlos nebenbei.

Kinder lernen maßgeblich durch Nachahmung. „Seien Sie daher ein Vorbild für junge Menschen, denn der Grundstein für Übergewicht wird bereits in jungen Jahren gelegt“, rät Nettekoven.

Tipps für eine gesunde Ernährungsweise bietet Interessierten der Präventionsratgeber „Gesunden Appetit! Vielseitig essen – Gesund leben“. Er kann zusammen mit weiteren Informationsmaterialien zur Krebsprävention kostenfrei bestellt werden bei: Stiftung Deutsche Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn oder hier heruntergeladen werden.

Beratung für Betroffene im Infonetz Krebs

Die Diagnose Krebs wirft viele Fragen auf. Welche Therapieoptionen gibt es? Was sollte ich vor der Behandlung beachten? Wo finde ich in meiner Nähe weitere Hilfe und Unterstützung? Die Deutsche Krebshilfe steht Betroffenen nach einer Krebsdiagnose gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft und der Stiftung Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe mit dem Team vom INFONETZ KREBS zur Seite.

Telefon: 0800/80708877 (kostenfrei)
E-Mail: krebshilfe@infonetz-krebs.de
Anschrift: Deutsche Krebshilfe, INFONETZ KREBS, Buschstr. 32, 53113 Bonn

Weitere Informationen gibt es auf der Seite msd-gesundheit.de (gelöscht)

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