Digital im Alter: Wenn Senioren das Internet erobern

Immer mehr Senioren sind im Internet unterwegs und erleichtern sich damit den Alltag. Eine Datenerhebung des Statistischem Bundesamts zur privaten Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien 2018 ergab, dass deutlich mehr als die Hälfte der Altersgruppe ab 65 täglich oder fast täglich online ist. Ein Großteil sucht nach Informationen. Aber auch der Besuch sozialer Netzwerke und das Online-Banking gehören zu beliebten Internetaktivitäten.


Anzeige

Offenlegung: Dies ist ein gesponsorter Beitrag (bezahlte Werbeanzeige) – wobei ich den Inhalt für ganz interessant halte. So geht es u.a. um die Identifizierung per Internet bei der Eröffnung von Online-Konten oder den Girokontovergleich sowie um die Sicherheit im Internet.

Zahlen zur durchschnittlichen Internetnutzung

Die Erkenntnisse der Datenerhebung zur durchschnittlichen Internetnutzung nach Altersgruppen, die das Statistische Bundesamt unter destatis.de veröffentlicht hat, überraschen.

  • Demnach besuchen 68 Prozent der Personen ab 65 Jahren jeden Tag oder fast täglich das Internet. 23 Prozent surfen mindestens einmal pro Woche.
  • Auch der Blick auf die Daten der Bundesbehörde zur Art der Onlineaktivitäten gewährt interessante Einblicke in die Internetnutzung von Senioren: 86 Prozent begeben sich zu Recherchezwecken in das World Wide Web und suchen gezielt nach Informationen über Dienstleistungen oder Produkte.
  • 44 Prozent der Personen ab einem Lebensalter von 65 Jahren betreiben Online-Banking und immerhin 22 Prozent nutzen soziale Netzwerke für die private Kommunikation.

Die Generation der über 65 Jährigen ist also aktiv im Internet unterwegs. Nachfolgend finden sich einige praktische Tipps für maximale Sicherheit.


Quelle: pixabay.com (stevepb)

Kontoeröffnung: Identifizierung via Internet

Ob körperliche Beschwerden oder der Drang nach Komfort und Zeitersparnis: Das Internet bietet viele Möglichkeiten, um Erledigungen bequem von zuhause aus zu tätigen. Eine davon, betrifft das Eröffnen von Bankkonten. Eine Aufgabe, die längst nicht mehr den Gang zur Hausbank oder gar Post erfordert. Stattdessen gelingt sie mit Hilfe des Internets mühelos, ohne das Haus zu verlassen. Zunächst gilt es Kreditinstitute zu ermitteln, die auf das klassische PostIdent-Verfahren verzichten. Das Vergleichsportal GirokontoVergleich.eu hat Angebote seriöser Banken gegenübergestellt, die das sogenannte VideoIdent-Verfahren erlauben. Auch die Besonderheiten der entsprechenden Konten sind aufgeführt.

  • Voraussetzung für eine Online-Identifizierung ist ein Computer oder die Verwendung eines Mobilgeräts mit stabiler Internetverbindung.
  • Sprach- und Kamerafunktion müssen vorhanden sein. Mit einem Videochat lässt sich die Identitätsprüfung durchführen.

Diese Methode wird als Video-Identifikation, kurz VideoIdent bezeichnet. Ein Personalausweis oder Reisepass mit holografischen Merkmalen darf dabei nicht fehlen. Da bei der Web-Anwendung am heimischen PC in der Regel der SMS-TAN Empfang erforderlich ist, muss auch ein Mobiltelefon bereitliegen. Die Stadtsparkasse München erklärt im Video verständlich, wie die Video-Identifikation funktioniert und worauf es dabei ankommt:

(Quelle: Stadtsparkasse München, YouTube)


Anzeige

Das VideoIdent-Verfahren erleichtert auch andere Erledigungen wie beispielsweise den Abschluss von Mobilfunkverträgen oder die Aktivierung einer gekauften Prepaid-SIM-Karte (habe ich selbst bereits genutzt).

Sinnvolle Schutzmechanismen nutzen

Senioren mit wenig bis keiner Erfahrung, die sich derzeit mit dem Einstieg ins Internet beschäftigen, sind gut beraten, sich über Risiken und Maßnahmen für sicheres Surfen zu informieren. Der erwachsene Nachwuchs kann eine große Hilfe sein, wenn es darum geht den gefahrlosen Umgang mit Internet und Technik zu lernen. Praktische Anfängertipps im Überblick:

  • Antiviren-Programm installieren: Das Internet birgt die Gefahr, sich sogenannte Viren und Trojanern einzufangen. Diese können nicht nur die Funktion des Computers erheblich einschränken, sondern auch Kriminellen die virtuelle Tür zum Computer öffnen. Unter computerbild.de empfiehlt das bekannte Technikmagazin kostenlose Schutzprogramme und erklärt dessen Vorteile.Virenscanner (Programme) kontrollieren den Internetverkehr und spüren schädliche Inhalte auf. Der Virenscanner sollte sich selbstständig mit Updates auf den neuesten Stand bringen. Schließlich entwickeln sich Viren schnell weiter. Abwehrmechanismen, die heute zuverlässigen Schutz bieten, sind morgen womöglich nutzlos. Microsoft Windows 10 ist übrigens mit einem kostenlosen Virenschutz, dem Windows Defender, ausgestattet.
  • Sichere Passwörter wählen: Ein gutes Passwort ist ein Muss. Es besteht aus mindestens acht Zeichen und sollte neben Buchstaben und Zahlen auch zwischen Groß- und Kleinschreibung wechseln. Symbole erschweren das Knacken zusätzlich. Familiennamen, Geburtsdatum und Ähnliches sind nicht geeignet.
  • Vorsicht Betrug: Betrugsmaschen im Internet gibt es viele. Leider führen sie nicht selten zu finanziellen Einbußen. Oft im existenzbedrohenden Ausmaß. Viele Senioren entwickeln aufgrund dessen eine regelrechte Angst vor dem Internet. Wer Betrügereien online auf den Leim geht, muss sich jedoch nicht schämen. Internetkriminalität findet unabhängig vom Alter statt und kann jeden treffen. Wissen ist auch hier Macht. Wer die Maschen kennt und verlockenden Angeboten stets kritisch begegnet, kann sich gut schützen.

Aber auch beim Internetbetrug gilt: Das ist alles kein Hexenwerk und mit etwas Vorsicht lassen sich solche Ansätze, wie im realen Leben, auch erkennen. Hier einige Hinweise, worauf man achten sollte.

Internetkriminalität erkennen

Klingen Angebote, egal ob Dienstleistungen oder Produkte, zu schön um wahr zu sein, ist immer Vorsicht geboten. Gleiches gilt für das andere Extrem: Berichten beispielsweise angebliche Freunde oder Verwandte bei sozialen Medien wie Facebook über persönliche Notfälle, haben womöglich unbekannte Dritte deren Benutzerkonto gehackt und geben sich als die Vertrauenspersonen aus.

Auch beim Thema Liebe drohen Fallen. Online-Dating wird oft missbraucht, um hohe Geldsummen abzugreifen. Internetnutzer, die nach einiger Zeit der liebevollen Kommunikation um Überweisungen gebeten werden, können sich sicher sein, dass etwas nicht stimmt. Die Fernsehsendung WISO hat über Dating-Betrüger berichtet und macht auf die respektlosen Vorgehensweisen aufmerksam:

(Quelle: YouTube)

Ähnliche Artikel:
Online-Betrug: Schutz vor Phishing & Co.
Warnung vor Banking-Trojanern
Online-Banking: App-TANs (u.a. der Sparkassen) unsicher
Warnung: Phishing-Angriff auf Online-Banking-Kunden
Neue Bedrohung durch Verschlüsselungs- und Banking-Trojaner
Banking-News: ING-DiBa umgetauft, teures Instant Payment
Online-Banking: Finger weg von mTANs – Konten gehackt
Online-Banking: Das Ende der TAN-Liste kommt (teilweise)


Anzeige

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.