Weltkriegsbombe bei Limburg auf Acker explodiert

Auf einem Feld in Nähe des Ortsteils Limburg-Ahlbach ist in der Nacht zum Sonntag wohl eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg explodiert. Als Überbleibsel ist ein großer Krater im Feld zu sehen.


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Es sind die Überbleibsel des 2. Weltkriegs, die wohl immer noch Gefahren darstellen. Immer wieder werden nicht detonierte Bomben bei Bauarbeiten auf Grundstücken oder in Flüssen entdeckt. Ich selbst erinnere mich an meine Kindheit, wo rund um unseren Bauernhof die Wiesen immer kreisrunde, ca. 1 Meter Durchmesser messende, Stellen aufwiesen. Die waren gut 150 bis 200 Meter von den fünf Häusern das Hofes entfernt. Als ich meinen Vater fragte, warum es dies Stellen gäbe, erklärte er mir, dass dort Bomben niedergegangen seien. Die Krater hat man später zugeschüttet. Offenbar haben US-Bomber im 2. Weltkrieg versucht, den Hof mit kleinen Fliegerbomben zu treffen, diesen aber immer um mehrere hundert Meter verfehlt. Ich erinnere mich auch noch, als Kind im Wald vollständige Geschosshülsen für Haubitzen oder Kanonen gesehen zu haben.

Limburg: Bombe explodiert

Szenenwechsel: In der Nacht zum Sonntag hörten Anwohner in Limburg-Ahlbach eine lauten Knall. Und die Erdbebenmessstation im nahen Westerwald-Ort Hadamar registrierte ebenfalls etwas. Am Sonntagmorgen fanden die Anwohner dann auf einem nahen Acker ein Loch von 4 Metern Durchmesser und 2,5 Metern Tiefe.

Foto des Kraters in Limburg(Quelle: YouTube, Video abrufen)

Das obige Bild ist der Screenshot eines YouTube-Videos welches sich durch Anklicken abrufen lässt. Das Bild wurde aus einem Polizeihubschrauber aufgenommen und von der Polizei Westhessen an die Presse gegeben. Da muss es schon eine mächtige Explosion gegeben haben.

Spekulationen gingen von einer Weltkriegsbombe bis hin zu einem Objekt aus dem Weltraum habe eingeschlagen. Experten des Kampfmittelräumdienstes bestätigten dann am heutigen Montag, dass es sich “Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” um eine (250 kg) Weltkriegsbombe gehandelt habe. Vermutet wird, dass ein Langzeitzünder (chemischer Säurezünder, möglicherweise durch Korrosion) die Bombe zur Explosion gebracht hat. Der Sprengkörper muss in mindestens vier Meter Tiefe gelegen haben. Statistisch explodiert in Deutschland jedes Jahr eine solche Bombe, ausgelöst durch den Langzeitzünder. Die Frankfurter Neue Presse berichtet z.B. hier über dieses Ereignis – und im Radio habe ich es heute morgen auch gehört. Dieser Beitrag enthält noch weitere Fotos und einige Informationen. Mehr als 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs gehen also immer noch Gefahren von diesen Bomben aus.


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1 Antwort zu Weltkriegsbombe bei Limburg auf Acker explodiert

  1. Blupp sagt:

    250kg richten sowas an, gut wenns nur auf dem Acker knallt und keiner in der Nähe ist. In Oranienburg und Umgebung, die Kreisstadt unweit von mir, sieht es deutlich schlimmer aus. Schon seit frühester Kindheit ist man an Entschärfungen praktisch gewöhnt und oft genug hats einfach mal so geknallt. Hier liegt einiges. https://www.stern.de/panorama/die-suche-nach-den-bomben-in-oranienburg-5949734.html
    Die im Artikel genannten 300 Bomben halte ich noch für untertrieben.
    Die Gefahr ist real und sehr akut.

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