Asteroid 2019 OK verfehlt am Donnerstag die Erde nur knapp

Da haben wir Erdenbewohner wirklich Schwein gehabt. Ein Asteroid, der beim Einschlag auf der Erde einigen Schaden hätte anrichten können, ist in nur 80.000 km Entfernung an der Erde vorbei geflogen. Und den Himmelskörper hat man nur Stunden vorher bemerkt.


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Donnerstag Nacht, den 25. Juli 2019 ist das Objekt 2019 OK zwischen 01:00 und 02:00 UTC (2 Stunden, wegen Sommerzeit, addieren, um deutsche Zeitangaben zu erhalten) zwischen Erde und Mond in der Entfernung von 80.000 km vorbei geflogen.

Das obige Video zeigt die Umlaufbahnen der Erde und des Himmelskörpers in einer Zeitsimulation. Asteroid 2019 OK hat einen Durchmesser, der in diesem Beitrag zwischen  57 und 130 Meter geschätzt wird. Der Asteroid läuft auf einer sehr kruden Umlaufbahn um die Sonne, die es am entferntesten Punkt bis zur Mitte der Umlaufbahnen von Jupiter und Mars führt. Der sonnennächste Punkt liegt in der Nähe der Umlaufbahn des Merkurs. Auf dieser Bahn kreuzt das Objekt auch die Bahn der Erde. 

Die größte Annäherung war um 03:22 deutscher Zeit, wobei Asteroid 2019 OK  mit einer Geschwindigkeit (bezogen auf die Erde) von 24,5 km/s vorbei flog. Es war der größte Himmelskörper, der dieses Jahr in einer Entfernung kleiner als die Distanz Erde-Mond vorbei geflogen ist (siehe auch die Tabelle in diesem Artikel).

Das Objekt gehört zur Apollo-Gruppe der Asteroiden und ist für ein erdnahes Objekt ziemlich groß. Es wurde erstmals am SONEAR Observatorium, Oliveira, Brasilien, am 24. Juli 2019, also einen Tag vor der größten Annäherung, beobachtet. Bei einem Einschlag auf der Erde hätte es, laut diesem Bericht, einen Krater von 1 km Durchmesser gegeben. Die Wucht der Explosion entspräche mit 5 Megatonnen TNT der Sprengkraft mehrerer Atombomben (die 1945 auf Hiroshima abgeworfene Atombombe Little Boy hatte eine Sprengkraft von 13.000 Tonnen TNT). Ein Einschlag hätte eine komplette Stadt auf der Erde ausradieren können.

Der 2013 wohl in 30 km Höhe im Umfeld der russischen Stadt Tscheljabinsk zerplatzte Meteorit wird auf eine Größe von 20 Metern geschätzt. Dort kam es zu zahlreichen Verletzten und größeren Schäden an Gebäuden durch, infolge der Druckwelle, zerplatzten Fensterscheiben (siehe im Artikel Videos des Meteoritenschauers aus dem Ural).

(Quelle: YouTube)


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